PFIFFIGES ORGELWERK. Die ‚Technik der Kunst‘ und die ‚Kunst der Technik‘
Vortragsabend und Gesprächskonzert auf der Orgelempore der Basilika St. Ulrich und Afra mit Peter Bader am Dienstag, 21. Juni 2017
Jede Orgel bildet die Schöpfung nach
„Das ‚Instrument Orgel‘ bringt nicht nur kunstvolle Musik hervor, sondern ist auch selbst ein technisches Kunstwerk, das zu entdecken sich lohnt.“ Mit diesen Worten stimmte Peter Bader, Organist und Chordirektor an der Basilika Sankt Ulrich und Afra, die zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Veranstaltung im Akademischen Forum auf den Abend ein.
In seinem Vortrag im Haus Sankt Ulrich zeigte Peter Bader zunächst die Entwicklungsgeschichte der Orgel als Musikinstrument auf, die zunächst als „weltliches Instrument“ Symbol für die heidnische Gottlosigkeit war. Erst mit dem Aufkommen der Mehrstimmigkeit gegenüber dem Choral fand die Orgel zunehmend Einzug in die christliche Liturgie (ca. 10. Jahrhundert). Bader zeigte in seinem Vortrag die Weiterentwicklung im liturgischen Bereich als auch die technische Entwicklung von der mechanischen Spielweise über die pneumatische zur gegenwärtigen elektrischen Traktur auf. Dazu gehörte auch eine Einführung in das Grundverständnis, wie denn überhaupt eine Orgel gespielt wird und wie eine Orgel aufgebaut ist.
Im anschließenden Gesprächskonzert in der Basilika Sankt Ulrich und Afra stellte Peter Bader drei verschiedene Orgeltypen vor: die fahrbare Truhenorgel (erbaut 2003 durch Orgelbau Maier, Hergensweiler) im Hochchor der Basilika, etwas versteckter in der Schneckenkapelle über der Sakristei die Mareinorgel (erbaut 1925 Gebrüder Hindelang, Ebenhofen/Allgäu) und schließlich die große Ulrichsorgel (erbaut 1982 Orgelbau Sandtner, Dillingen/Donau) auf der Westempore.