Pfarreien
Pfarrkirche St. Leonhard
Wer der erste Mal durch das liebliche Haseltal nach Edelstetten kommt, wird überrascht sein. Erhaben und mächtig, fast übermächtig, erhebt sich die Pfarrkirche St. Johannes Baptist und Johannes Evangelist zusammen mit dem Schloss Eszterházy über die Dächerlandschaft des schwäbischen Dorfes. Und nicht nur wer das erste Mal hierher kommt wird die Stufen zur Pfarrkirche hinauf gehen, um in der Kirche zu beten oder zu bitten - und sicherlich auch, um zu staunen.
Pfarrkirche St. Martin
Wie eine Festung Gottes steht die Langenhaslacher Pfarrkirche St. Martin erhöht über einem der schönsten kirchlichen Dorfkerne der Umgebung. Zusammen mit Pfarrhaus und Pfarrstadel bildet sie eine ausgewogene und doch kontrastierende architektonische Einheit, die eine angenehme Ruhe und Festigkeit ausstrahlt. Geschichte
Die Geschichte der heutigen Pfarrkirche St. Martin begann im Jahre 1737 mit der Grundsteinlegung durch Abt Johannes Evangelist Haller von Ursberg. Der spätgotische Glockenturm dagegen ist bedeutend älter. Er stammt noch aus der Zeit der Vorgängerkirche, seine Bauzeit dürfte um 1474 liegen. Die Geschichte dieser Vorgängerkirche lässt sich bis in die Mitte des 14. Jh. zurück verfolgen, als der Kirchensatz, der 1348 von Karl IV als Lehen in den Besitz von Heinrich Ellerbach zu Neuburg kam, dem Kloster Ursberg als Geschenk übergeben wurde. Ausgrabungsfunde lassen an der Stelle der heutigen Kirche sogar eine erste Kirche um das Jahr 1200 vermuten. Die Kirche wurde seither mehrmals umfassend renoviert oder neu ausgestaltet. So wurde sie 1798 im Zuge einer umfangreichen Erneuerung vom Krumbacher Maler Franz Josef Stehle neu ausgemalt. 1906 fand ein Umbau im neuromanischen Stil statt. Aus dieser Zeit stammt auch das Deckengewölbe im Chorraum. 1968 erhielt das Langhaus ein neues Deckengemälde. Zuletzt wurde 1990 das gesamte Kircheninnere von Grund auf saniert und renoviert. Im Zuge dieser Renovierung wurden auch der neuromanische Hochaltar und die Seitenaltäre neu rekonstruiert. Ihre Segnung erfolgte 1993 (Hochaltar) und 1994 (Seitenaltäre). Hochaltar
Der sehr schöne Hochaltar in der Pfarrkirche St. Martin erstrahlt seit seiner Rekonstruktion in den 1990er Jahren in neuem Glanz, und hat so maßgeblichen Einfluss auf das helle, freundliche Kircheninnere. Das Hochaltarbild zeigt die Kreuzigung Jesu, ein Werk des Edelstetter Malers Johann Nepomuk Weckerle von 1848.
An der linken Seite des Hochaltares steht der Hl. Petrus mit Buch und Schlüssel, an der rechten Seite der Hl. Paulus mit Buch und Schwert. Das Auszugsbild über dem Altarbild zeigt den Hl. Martin mit seinen bischöflichen Insignen, Mitra und Stab. Seitenaltäre Auch die Seitenaltäre wurden zusammen mit dem Hochaltar komplett rekonstruiert, bzw. erneuert. So ergänzen sie sich mit dem lichten Chorraum zu einem wunderbar einheitlichen Gesamtbild. Das Gemälde am linken Seitenaltar zeigt die Heilige Maria (Immaculata). Davor steht die Figurengruppe der Heiligen Familie, Mutter Anna mit Maria, Josef, und dem Jesuskind. Das Gemälde am rechten Seitenaltar zeigt den Heiligen Josef, der das Jesuskind liebevoll auf dem Arm trägt (Franz Xaver Steinle, 1883). Unter dem Bild steht die Figur des Heiligen Franz von Assisi, in Demut nach unten blickend, mit Kreuz und Rosenkranz in der Hand. Jesus am Kreuz Die Langenhaslacher Pfarrkirche beherbergt zwei besonders beeindruckende Kruzifixe. Das Kreuz an der vorderen Südseite des Langhauses stammt vom Neuburger Bildhauer Christoph Rodt (um 1575 - 1634). Es besticht durch seine außergewöhnlich realistische Darstellung des gekreuzigten Jesus. Das Kreuz über dem Chorbogen ist ganz besonders mit Langenhaslach verbunden, stammt es doch vom ehemaligen Pfarrer Xaver Fischer, der es um 1910 selbst anfertigte. Es nimmt durch seine fast überschwängliche Ausschmückung eine besondere Stellung ein, indem es die Leiden der Kreuzigung hinter sich lässt, und den Dank an Jesus Christus für die Erlösung durch seine Leiden am Kreuz ausdrückt. Kirchenpatron Sankt Martin Im linken Chorbogen steht die Figur des Sankt Martin, des Patrons der Langenhaslacher Pfarrkirche. Die Figur in der Pfarrkirche ist erst wenige Jahre alt, die Geschichte des Heiligen Martin dagegen ereignete sich bereits im 4. Jahrhundert. Ursprünglich von seinem Vater in den Militärdienst gezwungen, erkannte er die Unsinnigkeit des Krieges und fand zum christlichen Glauben. Er gilt als Begründer des ersten Klosters des Abendlandes und versuchte Zeit seines Lebens als Einsiedler in Enthaltsamkeit zu leben. Die Geschichte in der Sankt Martin seinen Mantel mit dem Schwert zerteilt, und die abgeschnittene Hälfte einem Bettler gibt, ist jedem bekannt. Aber auch zur Martinsgans gibt es eine Überlieferung. Martin sollte im Jahre 371 zum Bischof ernannt werden, wozu er sich aber nicht als würdig empfand. So soll er sich, um dieses Amt nicht antreten zu müssen, bei den Gänsen versteckt gehalten haben, deren Geschnatter ihn aber verriet. So wurde er doch noch Bischof, und bekam zu seinen Insignien Mitra, Bischofsstab und Buch auch noch eine Gans dazu.
An der linken Seite des Hochaltares steht der Hl. Petrus mit Buch und Schlüssel, an der rechten Seite der Hl. Paulus mit Buch und Schwert. Das Auszugsbild über dem Altarbild zeigt den Hl. Martin mit seinen bischöflichen Insignen, Mitra und Stab. Seitenaltäre Auch die Seitenaltäre wurden zusammen mit dem Hochaltar komplett rekonstruiert, bzw. erneuert. So ergänzen sie sich mit dem lichten Chorraum zu einem wunderbar einheitlichen Gesamtbild. Das Gemälde am linken Seitenaltar zeigt die Heilige Maria (Immaculata). Davor steht die Figurengruppe der Heiligen Familie, Mutter Anna mit Maria, Josef, und dem Jesuskind. Das Gemälde am rechten Seitenaltar zeigt den Heiligen Josef, der das Jesuskind liebevoll auf dem Arm trägt (Franz Xaver Steinle, 1883). Unter dem Bild steht die Figur des Heiligen Franz von Assisi, in Demut nach unten blickend, mit Kreuz und Rosenkranz in der Hand. Jesus am Kreuz Die Langenhaslacher Pfarrkirche beherbergt zwei besonders beeindruckende Kruzifixe. Das Kreuz an der vorderen Südseite des Langhauses stammt vom Neuburger Bildhauer Christoph Rodt (um 1575 - 1634). Es besticht durch seine außergewöhnlich realistische Darstellung des gekreuzigten Jesus. Das Kreuz über dem Chorbogen ist ganz besonders mit Langenhaslach verbunden, stammt es doch vom ehemaligen Pfarrer Xaver Fischer, der es um 1910 selbst anfertigte. Es nimmt durch seine fast überschwängliche Ausschmückung eine besondere Stellung ein, indem es die Leiden der Kreuzigung hinter sich lässt, und den Dank an Jesus Christus für die Erlösung durch seine Leiden am Kreuz ausdrückt. Kirchenpatron Sankt Martin Im linken Chorbogen steht die Figur des Sankt Martin, des Patrons der Langenhaslacher Pfarrkirche. Die Figur in der Pfarrkirche ist erst wenige Jahre alt, die Geschichte des Heiligen Martin dagegen ereignete sich bereits im 4. Jahrhundert. Ursprünglich von seinem Vater in den Militärdienst gezwungen, erkannte er die Unsinnigkeit des Krieges und fand zum christlichen Glauben. Er gilt als Begründer des ersten Klosters des Abendlandes und versuchte Zeit seines Lebens als Einsiedler in Enthaltsamkeit zu leben. Die Geschichte in der Sankt Martin seinen Mantel mit dem Schwert zerteilt, und die abgeschnittene Hälfte einem Bettler gibt, ist jedem bekannt. Aber auch zur Martinsgans gibt es eine Überlieferung. Martin sollte im Jahre 371 zum Bischof ernannt werden, wozu er sich aber nicht als würdig empfand. So soll er sich, um dieses Amt nicht antreten zu müssen, bei den Gänsen versteckt gehalten haben, deren Geschnatter ihn aber verriet. So wurde er doch noch Bischof, und bekam zu seinen Insignien Mitra, Bischofsstab und Buch auch noch eine Gans dazu.
Ob man aus dem Kammeltal hinauf zur Neuburger Pfarrkirche blickt, oder von der Kirche hinab ins Kammeltal, beides ist ein Anblick, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Erhaben und festlich steht die Kirche auf einem Landvorsprung über dem Markt Neuburg an der Kammel.
Pfarrkirche St. Peter und Paul in Wattenweiler
Wie ein Wächter über das breite Günztal thront die Pfarrkirche von Wattenweiler am nördlichen Ende des Ortes auf dem Hang, der das Tal nach Osten begrenzt. Der schlanke Bau im neugotischen Stil besteht, für hiesige Gefilde eher ungewöhnlich, komplett aus unverputztem rotem Ziegelmauerwerk. Schlicht und geradlinig wirkt die Kirche dadurch auf den Besucher, wenn er die Treppe zum Portal hinauf steigt. Geschichte
Erstmals wird Wattenweiler im Jahre 1399 als Pfarrei erwähnt. Die erste Kirche im Ort stammte vermutlich aus dem 15. Jahrhundert. Von ihr ist nur wenig bekannt. Sie wurde im Frühjahr 1856 abgebrochen, da sie baufällig und für den Ort zu klein geworden war.
Der Grundstein zur heutigen Pfarrkirche St. Peter und Paul wurde am 02.07.1856 gelegt. Geplant wurde der Kirchenbau vom damaligen Civilbauinspektor Georg Freiherr von Stengel. Bereits Ende des Jahres 1856 stand der Rohbau, 1857 folgte der Kirchturmdachstuhl. 1859 wurde der neugotische Hochaltar aufgebaut, 1860 folgten die Seitenaltäre und die Kanzel. Die Einweihung erfolgte am 17.05.1863 durch Bischof Pankratius v. Dinkel. Ende des 19 Jh. erhielt die Wattenweiler Kirche neue Altäre vom Krumbacher Max Bosch. Eine erste Renovierung erfolgte 1953, letztmals wurde die Kirche von 2005 bis 2009 renoviert. Der Hochaltar So ungewöhnlich wie die Backsteinbauweise des Kirchenbaues, so ungewöhnlich ist auch der neugotische Hochalter von St. Peter und Paul. Anstatt eines Hochaltarbildes dominiert über dem Tabernakel eine figürlich gestaltete Kreuzigungsgruppe den Altaraufbau, Jesus Christus am Kreuz, an seiner Seite die Heilige Maria und der Apostel Johannes. An den Außenseiten des Altares flankieren die Apostel Petrus (mit Schlüssel) und Paulus (mit Schwert) die Kreuzigungsgruppe. Über der Kreuzigungsgruppe streben die schlanken, fast zierlichen Trumaufbauten des Hochaltares wie Glaube und Hoffnung gen Himmel.
An der Frontseite des Altarstipes befindet sich ein als Relief ausgebildetes eindrucksvolles Antependium. Es zeigt links den Hohepriester Melchisedek, der Brot und Wein opfert, in der Mitte Jesus Christus (das letzten Abendmahl), und rechts Abraham, bereit, auf das verlangen Gottes hin seinen Sohn Isaak zu opfern. Ein Engel hält ihn im letzten Moment zurück. Unsere Madonnen Eine besonders anmutige Madonna mit Jesuskind steht im rechten Seitenaltar. Sie stammt aus der Werkstatt des Ulmer Bildschitzers Jörg Syrlin d. J. (um 1500). Nach überlieferten Aufzeichnungen stand sie ursprünglich in der Vorgängerkirche im Schrein des Hochaltares.
Eine ausdrucksstarke Strahlenkranzmadonna mit Jesuskind krönt den Schalldeckel der Predigtkanzel. Der um die ganze Figur reichende Strahlenkranz soll die besondere Verehrung der Madonna ausdrücken. Auch sie hatte bereits ihren Platz in der Vorgängerkirche.
Der Grundstein zur heutigen Pfarrkirche St. Peter und Paul wurde am 02.07.1856 gelegt. Geplant wurde der Kirchenbau vom damaligen Civilbauinspektor Georg Freiherr von Stengel. Bereits Ende des Jahres 1856 stand der Rohbau, 1857 folgte der Kirchturmdachstuhl. 1859 wurde der neugotische Hochaltar aufgebaut, 1860 folgten die Seitenaltäre und die Kanzel. Die Einweihung erfolgte am 17.05.1863 durch Bischof Pankratius v. Dinkel. Ende des 19 Jh. erhielt die Wattenweiler Kirche neue Altäre vom Krumbacher Max Bosch. Eine erste Renovierung erfolgte 1953, letztmals wurde die Kirche von 2005 bis 2009 renoviert. Der Hochaltar So ungewöhnlich wie die Backsteinbauweise des Kirchenbaues, so ungewöhnlich ist auch der neugotische Hochalter von St. Peter und Paul. Anstatt eines Hochaltarbildes dominiert über dem Tabernakel eine figürlich gestaltete Kreuzigungsgruppe den Altaraufbau, Jesus Christus am Kreuz, an seiner Seite die Heilige Maria und der Apostel Johannes. An den Außenseiten des Altares flankieren die Apostel Petrus (mit Schlüssel) und Paulus (mit Schwert) die Kreuzigungsgruppe. Über der Kreuzigungsgruppe streben die schlanken, fast zierlichen Trumaufbauten des Hochaltares wie Glaube und Hoffnung gen Himmel.
An der Frontseite des Altarstipes befindet sich ein als Relief ausgebildetes eindrucksvolles Antependium. Es zeigt links den Hohepriester Melchisedek, der Brot und Wein opfert, in der Mitte Jesus Christus (das letzten Abendmahl), und rechts Abraham, bereit, auf das verlangen Gottes hin seinen Sohn Isaak zu opfern. Ein Engel hält ihn im letzten Moment zurück. Unsere Madonnen Eine besonders anmutige Madonna mit Jesuskind steht im rechten Seitenaltar. Sie stammt aus der Werkstatt des Ulmer Bildschitzers Jörg Syrlin d. J. (um 1500). Nach überlieferten Aufzeichnungen stand sie ursprünglich in der Vorgängerkirche im Schrein des Hochaltares.
Eine ausdrucksstarke Strahlenkranzmadonna mit Jesuskind krönt den Schalldeckel der Predigtkanzel. Der um die ganze Figur reichende Strahlenkranz soll die besondere Verehrung der Madonna ausdrücken. Auch sie hatte bereits ihren Platz in der Vorgängerkirche.