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Weltkirche

Eindrucksvolles Reisegepäck

31.03.2025 09:53

Der Sonntag der Weltmission im Herbst wirft bereits seinen Schatten. Unter dem Titel Stimmen der Hoffnung – Einsatz für Menschenrechte auf den Philippinen“berichten die Pastoralratsvorsitzende Ulrike Dreher und der Pfarrreferent Andreas Reimann, die im Februar Teil einer missio-Delegationsreise waren, an diesem Donnerstag, 3. April, um 19.30 Uhr bei einem Vortrag im Pfarrsaal von Mariä Himmelfahrt in Memmingen über ihre Erlebnisse.

"Alle Menschenrechte für alle": Eine Forderung, die im Büro einer Menschenrechtsorganisation in Manila zu lesen war. (Foto: Andreas Reimann)

Denn im Gepäck brachten die beiden Memminger zahlreiche Begegnungen und Gespräche mit vielen beeindruckenden Menschen mit nach Hause, die sie noch lange in Erinnerung behalten werden. An diesem Rucksack fast unbeschreiblicher Eindrücke wollen sie nun alle Interessierten bei diesem Gesprächsabend teilhaben lassen. Dabei soll neben der Arbeitsweise des kirchlichen Hilfswerks missio ebenso zur Sprache kommen, was die Pfarreiengemeinschaft mit dem Thema verbindet.

Da die zentralen Feierlichkeiten des Sonntags der Weltmission heuer in Memmingen stattfinden werden, besuchten die beiden als Vertreter der Pfarreiengemeinschaft gemeinsam mit Mitarbeiterinnern und Mitarbeitern von Missio München und der diözesanen Abteilung Weltkirche Projektpartner in dem südostasiatischen Inselstaat und besichtigten Orte, die sich mit dem gewählten Kampagne-Thema „Menschenrechte“ beschäftigen: Der diesjährige Monat der Weltmission steht ganz im Zeichen des Heiligen Jahres und damit unter dem Leitwort „Die Hoffnung lässt nicht zugrunde gehen“ (Röm 5,5).

 

Zum Hintergrund

Die Philippinen sind, neben dem wesentlich kleineren Osttimor, der einzige „katholische“ Staat in Asien. Vor mehr als 500 Jahren kam mit den spanischen Eroberern das Christentum ins Land und bis heute ist die Kirche ein wichtiger gesellschaftlicher und politischer Faktor. Über 80 Prozent der Bevölkerung von etwa 115 Millionen Menschen gehören der römisch-katholischen Kirche an. Die Kirche hat auf Grund der verbreiteten Armut und Ungerechtigkeiten im Land immer wieder als Mahnerin aktiv Stellung bezogen, so etwa beim Sturz von Diktator Ferdinand Marcos 1986 oder zuletzt gegen den diktatorisch regierenden Präsidenten Rodrigo Duterte.

Allerdings ist die Menschenrechtslage auf den Philippinen bis heute besorgniserregend: die Gesellschaft ist weiter zerrüttet durch Armut, Gewalt und Drogen, durch Kinderprostitution und die Missachtung der Kinderrechte, durch Einschränkungen der Pressefreiheit und politische Repressionen. Auf Mindanao kommt es zudem oft zu Landraub und blutigen Auseinandersetzungen mit der indigenen Bevölkerung. Darum versteht sich die katholische Kirche auf den Philippinen auch weiterhin als Verteidigerin der Menschenrechte, indem sie sich für Gerechtigkeit und soziale Gleichheit einsetzt und Missstände öffentlich anspricht.

Anhand von Beispielen zeigt das missio-Aktionsmaterial, wie sich die katholische Kirche in diesem Land für Menschenrechte stark macht.