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„ES IST VOLLBRACHT.“ (Joh 19,30) Jesu Sterben nach dem Evangelisten Johannes

14.04.2025 12:17

Studiennachmittag mit Prof. Dr. Franz Sedlmeier zur Einstimmung auf die Karwoche im Akademischen Forum am Freitag, 11. April 2025

Prof. Dr. Franz Sedlmeier

Wie die Jahre zuvor fand auch heuer wieder der Studiennachmittag mit Prof. Dr. Franz Sedlmeier zur Einstimmung auf die Karwoche großes Interesse. Im Mittelpunkt seines Vortrages stand das Evangelium des Johannes, das sich in Aufbau, Sprache und Theologie deutlich von den drei synoptischen Evangelien des Matthäus, Markus und Lukas unterscheidet.

In einem ersten Vortrag „Jesu Tod und Auferstehung im Horizont des Johannesevangeliums“ vermittelte Sedlmeier zunächst ein grundsätzliches Verständnis zum Sterben und Tod Jesu. Anhand der Erzählungen von der Hochzeit zu Kana und der Auferweckung des Lazarus zeigte er auf, wie diese bereits auf die letzten Tage Jesu in Jerusalem hindeuten und Parallelen aufzeigen.

„Es ist vollbracht“ (tetelestai):Das Ende Jesu als Tür zur Vollendung“ lautete der zweite Vortrag. Hier wurde das Thema „Vollendung“ entfaltet, die bereits im Vorfeld bei der Fußwaschung an den Jüngern (Liebe ist an ihr Ziel gekommen bis zur Vollendung) und in den Abschiedsreden (Vollendet in der Einheit: damit sie eins seien) Erwähnung fand.

Mit der Erzählung von Maria Magdalena am Grab Jesu am Ostermorgen wird Jesus selbst zur Tür zur Vollendung, der den Menschen ein neues Leben zuspricht.