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Maßnahmen für die Zukunft

Projekt „Priorisieren und Finanzieren“ geht in Umsetzungsphase

Augsburg (pba). Als Kirche von Augsburg den Menschen nahe bleiben – auch unter sich verändernden Rahmenbedingungen: Das war die Aufgabe des Projektes „Priorisieren und Finanzieren“, das Bischof Dr. Bertram Meier im Sommer 2023 ins Leben gerufen hatte. Die von ihm eingesetzte Steuerungsgruppe hat jetzt eine detaillierte Roadmap für die verschiedenen Handlungsfelder verabschiedet und damit ihre Arbeit abgeschlossen. Mit zahlreichen Maßnahmen geht es nun in die Umsetzungsphase.

Bischof Bertram dankte den Mitgliedern der Steuerungsgruppe, die die vielfältigen Prozesse diskutiert und angestoßen haben: „Es war sicher kein einfacher Weg, denn die Aufgabe ist ja viel komplexer gewesen als nur Sparziele zu formulieren. Es ging vor allem auch um die richtigen Priorisierungen der kirchlichen Arbeit im Bistum für die Zukunft. Ich bin sehr dankbar, dass die Frauen und Männer aus der Steuerungsgruppe angesichts zahlloser Einzelmaßnahmen nie das Ziel aus den Augen verloren haben, dass am Ende die Kirche in ihrer Vielfalt, dass die Kirche vor Ort erhalten bleiben muss.“

   

Dies sind die wichtigsten Maßnahmen:

- Mit dem aus der Steuerungsgruppe hervorgegangenen Projekt „Budgetierung“ wird die Finanzierungssystematik der Kirchenstiftungen zukunftsfähig ausgerichtet. Weitere Informationen dazu folgen im Herbst 2026.

- Kategoriale und territoriale Seelsorge werden miteinander verknüpft und als „Teams in der Fläche“ organisiert. Diese pastoralen Teams werden auf Dekanatsebene zusammengeführt und unterstützen die Arbeit in den Pfarreiengemeinschaften. „Weiße Flecken“ in den PGs, in denen pastorale Stellen unbesetzt sind, verschwinden dadurch.

- Der Bestand der Immobilien soll an die Notwendigkeiten angepasst werden. Ziel ist es, kaum genutzte Flächen zu reduzieren und damit Finanzmittel für den pastoralen Bedarf freizumachen. Dies wird ein Prozess über mehrere Jahre hinweg sein.

- Die Nutzung von Büros soll durch verstärkte Möglichkeiten für Desk Sharing sowie mobiles Arbeiten verschlankt und damit Kosten reduziert werden.

- Die Bezuschussung der diözesanen Bildungshäuser soll im Hinblick auf deren Wirkungsgrad, ihre Bausubstanz und ihre generelle Finanzsituation einer ergebnisoffenen Bewertung unterzogen werden.

- Im Verwaltungsbereich der Diözese sollen bürokratische Abläufe verschlankt werden. Zudem wird eine Digitalisierungsstrategie entwickelt, die Prozesse im Verwaltungsbereich digitalisieren und automatisieren soll.

- Das Bischöfliche Jugendamt und der BDKJ im Bistum Augsburg erhalten eine gemeinsame Struktur. Details werden derzeit erarbeitet.

- Die Lebendigkeit der Erwachsenenverbände soll erhalten bleiben. Dabei wird der Fokus auf dem Thema „Bildungsarbeit“ liegen. Hier ist eine schrittweise Umsetzung eines Sollstellenplans bis zum Jahr 2035 geplant.

- Die Öffentlichkeitsarbeit wird u. a. durch die Entwicklung einer Marketing-Strategie gestärkt.

  
Bischof Bertram: „Auch wenn die Steuerungsgruppe jetzt ihre Arbeit abgeschlossen hat – es bleibt ein fortlaufender Prozess. Bestehende Themen werden eine Weiterentwicklung erfahren, neue Themenfelder werden auftauchen. Wie bisher schon wird es auch weiterhin nur im Miteinander gehen. Lassen Sie uns alle gemeinsam daran arbeiten, dass die Kirche von Augsburg auch in Zukunft für die Menschen da sein kann.“
   

Die Steuerungsgruppe setzte sich aus folgenden Mitgliedern zusammen: Generalvikar Dr. Wolfgang Hacker, Hauptabteilungsleiterin Angelika Maucher, Finanzdirektor Dr. Dominikus Kleindienst, Domkapitular Pfarrer Thomas Rauch und als Projektleiter Dr. Thomas Wienhardt, Leiter der Abteilung „Personal-, Organisations- und Pastoralentwicklung“.