Jesus als Wegbegleiter
Rund 350 Männer und Frauen machten sich am Mittwoch, 15. Juli, gemeinsam auf den Weg, um die diesjährige Wallfahrt des Diözesanen Mesnerverbands nach Oberstdorf anzutreten. In seiner Predigt betonte Diözesanpräses Harald Heinrich, dass Jesus festen Halt und absolute Verlässlichkeit böte.
Ein morgendliches schweres Gewitterüber Oberstdorf ließ nichts Gutes vermuten, was die Prozession zur Mesnerwallfahrt angeht. Umso erfreulicher war, dass das Wetter wenige Stunden später optimale Voraussetzungen für den einstündigen Prozessionsweg bot. Rund 350 Personen machten sich schließlich, angeführt von Kreuz und Fahnen, betend und singend vom Nordic Park Centrum zur Pfarrkirche auf den Weg. Nach der Eröffnung durch Diözesanpräses Domkapitular Harald Heinrich gestalteten Diözesanleiter Klaus Probst und sein Stellvertreter Thorsten Poth den Weg inhaltlich zum Jahresthema „Heiliger Franziskus“ mit Liedern und Wechselgebeten.
Der Pilgerzug hielt an den auf dem Weg liegenden Loretto-Kapellen kurz inne. Mit Texten und Liedern vertiefte Präses Heinrich den Blick auf Franziskus und die Gottesmutter Maria.
Den Höhepunkt bildete der festliche Wallfahrtsgottesdienst in der Pfarrkirche St. Johannes. In seiner Predigt zitierte Präses Monsignore Heinrich das Jesus-Wort „Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid, ich will Euch erquicken“. Ein Wort, das heute kaum mehr gebraucht wird, deutet Heinrich mit „erfrischen, neu beleben, den Staub von der Seele blasen.“ Die heute so gebräuchliche Floskel „alles gut“, stimme eben oft nicht, so der Präses weiter. „Es ist nicht immer alles gut und manches wird auch nicht mehr gut. Aber auf Jesus ist immer Verlass. Er gibt Halt und Verlässlichkeit.“ Wenn man sich auf ihn einlässt, seien zwar nicht alle Lasten wie auf Knopfdruck weg, aber es wird vieles leichter, so die Botschaft von Domkapitular Heinrich an die pilgernden Mesnerinnen und Mesner.
In Konzelebration mit Dekan Karl-Bert Matthias, Ortspfarrer Wolfgang Schnabel und den anwesenden Dekanatspräsides beendete Diözesanpräses Heinrich den hoffnungsvollen Festgottesdienst, an dessen Ende das Mesnergebet und das „Großer Gott, wir loben Dich“ stand.
Zum gemeinsamen Mittagessen im Oberstdorf-Haus fand sich auch Bürgermeisterin Chantal Schubert ein, die in einem Grußwort ihre Freude zum Ausdruck brachte, dass die Wahl der großen Wallfahrt auf Oberstdorf fiel.
Auch Vertreter der teilnehmenden Gastdiözesen Freiburg und Rottenburg-Stuttgart zeigten sich in einem Grußwort beeindruckt von der großen Schar der Wallfahrerinnen und Wallfahrer.
Diözesanleiter Klaus Probst griff in seinen Dankesworten den Tagesheiligen Bonaventura auf. Frei übersetzt deutete er den Namen mit „glückliche Fügung“, wie es auch schon der heilige Franz von Assisi tat. Probst sah es als glückliche Fügung, dass so viele Mesnerinnen und Mesner da seien und auch der äußere Rahmen perfekt passe. „Welch glückliche Fügung, dass wir solche guten Leute haben“, dankte er allen Mitwirkenden. Den Teilnehmenden gab er als Wunsch die wörtliche Übersetzung des Namens Bonaventura mit auf den Weg: „gute Winde“: Mögen alle beseelt und mit gutem „(Rücken-)Wind“ wieder in den Alltag gehen.
Klaus Probst