Am Sonntag feiert die Kirche das Christkönigsfest
Augsburg (IBA). Am kommenden Sonntag, 22. November 2009, feiert die Kirche das Christkönigsfest. Eingeführt wurde dieses von Papst Pius XI. (1922-1939) im Jahre 1925 anlässlich des Gedenkens an die Beschlüsse des Konzils von Nizäa (325). Das Christkönigsfest wird am letzten Sonntag im Kirchenjahr begangen. Mit dem darauf folgenden Sonntag beginnt das neue Kirchenjahr mit der Feier des 1. Advents.
Mit den Konzilien von Nizäa 325 und von Konstantinopel 381 wurde das so genannte nizäno-konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis verbindlich, das alle christlichen Bekenntnisse verbindet. Mit den Beschlüssen des Jahres 325 wurden die Worte „cuius regni non erit finis“ („dessen Reich kein Ende haben wird“) in das Glaubensbekenntnis aufgenommen, die auf die königliche Würde Christi verweisen. Pius XI. setzte 1925 mit der Enzyklika „Quas primas“ und der Einführung des Christkönigsfestes auch einen Kontrapunkt zum immer stärker um sich greifenden Säkularismus und verwies auf Christus als den wahren Herrscher über die Welt. Das Christkönigsfest wurde daher in den Jahren der NS-Herrschaft in Deutschland von der katholischen Jugend als Gelegenheit wahrgenommen, trotz zahlreicher Unterdrückungsmaßnahmen durch das NS-Regime den Glauben an den Weltenherrscher Jesus Christus öffentlich zu bekennen und damit gegen die NS-Diktatur und ihren totalitären Herrschaftsanspruch zu demonstrieren.
Ursprünglich wurde das Christkönigsfest am Sonntag vor Allerheiligen gefeiert, 1970 erfolgte die Verlegung dieses nun als Hochfest gefeierten Tages auf den letzten Sonntag im Kirchenjahr.