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MYSTIK ODER DER HUNGER NACH ERFAHRUNG

10.05.2016 18:33

51. Ottobeurer Studienwoche in Kooperation mit dem Akademischen Forum vom 5. bis 8. Mai 2016 in der Benediktinerabtei Ottobeuren

Die Referenten der Ottobeurer Studienwoche (von links oben im Uhrzeigersinn): Dr. Christoph Benke, Prof. Dr. Michael Utsch, Prof. Dr. Peter Neuner, Prof. Dr. Karl Bopp

Mystik - die Form, die der Religiosität von heute entspricht

„Das Mystische und den täglichen Jammer muss man zusammenbringen.“ So beschreibt der Künstler Arnulf Rainer 1995 im Zusammenhang mit seinen Christus-Bildern ein Phänomen, das im spirituellen Kontext mit dem menschlichen Hunger nach Erfahrung gekennzeichnet werden kann. Das gewöhnliche Bewusstsein und die verstandesmäßige Erkenntnis zu übersteigen, scheinen im Menschen angelegt und zumindest auf eine „neue Realität“ hin ausgerichtet zu sein.

Um dem nur schwer fixierbaren Begriff der Mystik näher zu kommen, setzte sich die 51. Ottobeurer Studienwoche mit einigen Aspekten des geschilderten Phänomens auseinander.

Am Donnerstag, 5. Mai 2016 referierte Dr. Christoph Benke (Wien) über neuere spirituelle Bewegungen, die Ausdruck einer Suche nach Sinn, nach Bindung und möglicherweise auch nach Gott sind oder als solche gedeutet werden können.

Prof. Dr. Michael Utsch von der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (Berlin) beschrieb in seinem Vortrag den nach Sinn suchenden Menschen von heute aus religionspsychologischer Perspektive.

Prof. Dr. Peter Neuner (München) beleuchtete in seinem Vortrag am Samstag, 7. Mai 2016 die Weltliche Mystik“ und stellte Aspekte einer möglichen Gotteserfahrung heute vor.

Wie die Schöpfung einen prophetischen und mystischen Erfahrungsraum erschließen kann, zeigte Prof. Dr. Karl Bopp SDB (Benediktbeuern) in seinem theologischen Vortrag am Sonntag, 8. Mai 2016 auf.