GOTTESDIENST DER KIRCHE IN SICH VERÄNDERNDEN ZEITEN. 60 Jahre Liturgiereform in einer Zeit der Pandemie
Studientag im Haus Sankt Ulrich, Augsburg am Freitag, 5. Mai 2023 von 14.30 Uhr bis 21.30 Uhr
Am 3. Dezember 2023 jährt sich zum 60. Mal die feierliche Verabschiedung der Liturgiekonstitution Sacrosanctum Concilium des II. Vatikanischen Konzils, in deren Folge in der Katholischen Kirche eine umfassende Liturgiereform in Gang gesetzt wurde, die bis heute noch nicht abgeschlossen ist.
Anläßlich dieses Jubiläums bot Prof. Dr. Hans-Jürgen Feulner aus Wien, der von Papst Franziskus für seine Verdienste um die Liturgie ausgezeichnet worden ist, den Teilnehmenden mehrere Perspektiven auf die Liturgie an:
Was wollte das Konzil? Wie und in welchem Ausmaß wurden die Anliegen bisher umgesetzt? Was bleibt noch zu tun? Welche Defizite tun sich auf?
Zunächst ging Prof. Feulner auf die Liturgiekonstitution selbst ein um dann im zweiten Teil auf die Orientierung Papst Franziskus zur Liturgie im Apostolischen Schreiben Desiderio desideravi einzugehen.
Mit seinem Apostolischen Schreiben Desiderio desideravi über die liturgische Bildung der Gläubigen (29. Juni 2022) gibt Papst Franziskus im Anschluss an Sacrosanctum Concilium Denkanstöße in Bezug auf die gegenwärtigen Formen von kirchlichen Gottesdienstfeiern. Dabei benennt er neben wichtigen Grundanliegen liturgischer Erneuerung auch gewisse Gefahren, die sich in den letzten Jahrzehnten in die Feierpraxis eingeschlichen haben.
Durch die Covid-19-Pandemie waren vor allem in den Jahren 2020/21 auch die gottesdienstlichen Handlungen der Kirche in einem bis dahin nicht vorstellbaren Ausmaß von Restriktionen betroffen. Unter welchen Umständen konnten in dieser herausfordernden Zeit Gottesdienste (überhaupt) stattfinden? Welche Maßnahmen waren im Rückblick übertrieben? Welche Lehren kann man daraus für die gottesdienstliche Praxis in der Gegenwart und Zukunft ziehen? Und was wird bleiben? Diese und andere Fragen wurden kritisch reflektiert und mit Hauptamtlichen, zahlreichen Ehrenamtlichen aus Pfarreien und Interessierten diskutiert und Erfahrungen lebhaft ausgetauscht.