Mixa: Kirche ist Anwältin des Lebens
Augsburg (IBA). Die „Kirche als Gestalt des Christuskindes in der Welt“ ist nach den Worten des Augsburger Bischofs Dr. Walter Mixa zu jeder Zeit die „Anwältin des Lebens“. „Weil Gott selbst sich mit der Geburt seines Sohnes unwiderruflich auf die Seite unseres Lebens gestellt“ habe, kämpfe die Kirche „für das Lebensrecht der ungeborenen Kinder, für das Lebensrecht und die Würde alter und kranker Menschen, für Freiheit, Frieden und soziale Gerechtigkeit“, sagte Mixa in seiner Weihnachtspredigt in der Augsburger Marienkathedrale.
Die Entscheidung Gottes für den Menschen sei das Programm des christlichen Glaubens in dieser Welt. Dieser Glaube habe „durch alle Irrtümer der Geschichte hindurch in Europa eine einzigartige Zivilisation der Menschlichkeit hervorgebracht“, so der Bischof. Deshalb müsse die Kirche immer ihre Stimme erheben, wenn das körperliche oder seelische Wohl des Menschen bedroht sei. In ihrem Einsatz für das Wohl des Menschen habe die Kirche oft scheinbar übermächtige Gegner wie „den Egoismus der Starken oder die Interessen des Marktes, die aus der Versuchbarkeit und Schwachheit des Menschen Profit schlagen möchten“, betonte Bischof Mixa. Diesen machtvollen Kräften gegenüber scheine die Kirche oft schwach und ohne Einfluss, räumte Mixa ein. „Die Kirche hat in den Auseinandersetzungen unserer Zeit nur das Wort. Aber ihr Wort ist das Wort Gottes, der zu Weihnachten als Kind ganz klein und unscheinbar zu uns gekommen ist, und der doch das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende der Welt ist. Wenn wir diesem Kind und seinem Wort folgen, verlieren wir nichts und gewinnen alles“, sagte der Bischof.