Kleidersammlung global verantwortungsvoll
Augsburg (IBA). Die katholische Hilfsorganisation aktion hoffnung ist in diesem Jahr mit dem „Zukunftspreis 2009“ der Stadt Augsburg ausgezeichnet worden.
Die Globalisierung in der Erfassung, Sortierung und Vermarktung von Second Hand Kleidung nach klaren ethischen Grundsätzen selbst zu gestalten und dabei auf lokale überschaubare Strukturen zu setzen, ist die Firmenphilosphie der aktion hoffnung. Diese Art des fairen Handels der Kleidersammelorganisation würdigte die Stadt Augsburg mit der mit 700 Euro dotierten Auszeichnung.
Der Zukunftspreis der Stadt Augsburg wurde durch den Oberbürgermeister der Stadt Augsburg, Dr. Kurt Gribl, und den Umweltreferenten der Stadt Augsburg, Rainer Schaal, an Karin Stippler von der aktion hoffnung übergeben. Die neunköpfige Preis-Jury lobte in der Kategorie „Nachhaltigkeit“ das langjährige Engagement der aktion hoffnung in den vergangenen 20 Jahren und die Treue zu den klaren ethischen Prinzipien von FairWertung: „Hier spielen ökologisches Wirtschaften, die Förderung eines nachhaltigen Lebensstils, soziales Engagement und globales Verantwortungsbewusstsein vorbildlich zusammen“. Für Karin Stippler, die den Preis entgegennahm, ist er "ein Zeichen für die große Wertschätzung der Arbeit der aktion hoffnung und des Einsatzes der mehr als 3.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der aktion hoffnung in etwa 600 Pfarrgemeinden".
Informationen zur aktion hoffnung:
Mit etwa 8.000 Tonnen ist die aktion hoffnung der zweitgrößte karitative Kleidersammler in Deutschland, der die Kleidung nach den Standards des Dachverbandes »FairWertung e.V.« abwickelt. Hauptsitz der aktion hoffnung ist Ettringen im Landkreis Unterallgäu. »FairWertung« hat als erste Organisation in Deutschland Standards für die Erfassung, Sortierung und Vermarktung von Kleidung definiert. Sie werden heute von Verbraucherzentralen als Qualitätssiegel empfohlen. Die aktion hoffnung wurde 1986 von der Diözese Augsburg in der Rechtsform der GmbH gegründet. Im laufenden Jahr 2009 hat die aktion hoffnung aus den Erträgen, Spenden und Drittmitteln verschiedene Hilfsprojekte mit bereits rund 205.000 Euro unterstützt. Geholfen wurde Menschen im Libanon, die unter der Verminung ihrer Olivenfelder mit Millionen von Streubomben aus dem Krieg mit Israel leiden, aber auch die Teilfinanzierung von Klassenräumen der Bishop Mugendi Secondary Schule der Mindelheimer Maristenschulbrüder in Kenia wurde unterstützt. Aktuell finanziert die aktion hoffnung die Sanierung des St. Franzis Hospital in der Diözese Kyinda-Mityana und bereitet für die Versendung eines Röntgengerätes einen Schiffscontainer vor.