Kirchengericht

Das Konsistorium (auch Offizialat) ist das Bischöfliche Kirchengericht der Diözese Augsburg. Die Leitung des Gerichts hat der Offizial inne. Dem Offizial stehen verschiedene Personen bei der Ausübung seiner Aufgaben zur Seite, z.B. der Vizeoffizial Diözesanrichter/ -innen, Vernehmungsrichter/ -innen, die Bandverteidiger, der Kirchenanwalt und die Notare.   Der Aufgabenbereich des kirchlichen Gerichts sind u.a. Personenstandsverfahren (Ehenichtigkeitsverfahren, Weihenichtigkeitsverfahren), diverse Streitverfahren (z.B. Klärung von Besitzverhältnissen bei Kirchenvermögen), Strafverfahren (z.B. Verfahren bei Kindesmissbrauch). Das Bischöfliche Konsistorium Augsburg fungiert als I. Instanz für Ehesachen und kirchliche Streitverfahren in der Diözese Augsburg. Zugleich ist es das Berufungsgericht II. Instanz für die Erzdiözese München und Freising.   Für Selig- und Heiligsprechungsverfahren, sowie für sämtliche Verwaltungsrechtliche Anfragen wurde von S.E. Bischof Konrad Zdarsa zum 01.03.2017 die Stabsstelle "Kirchenrecht" eingerichtet. Weiterhin hat im Bistum Augsburg das "Kirchliche Arbeitsgericht der bayrischen (Erz-) Diözesen" seinen Sitz. Für arbeitsrechtliche Fragen können Sie sich gerne an das Kirchliche Arbeitsgericht wenden.   Auf den folgenden Seiten können sie sich u.a. informieren über diverse Anfragen, die an das Bischöfliche Konsistorium herangetragen werden, sowie über Ehenichtigkeitsverfahren. Für eventuelle Rückfragen können Sie sich gerne auch telefonisch oder per E-Mail an uns wenden.  
  Offizial: Perego Alessandro, Msgr. Dr. iur. can.     Vizeoffizial: Pater Klingenberg Klaus SAC, lic. iur. can.     Diözesanrichter vor Ort: Höppler Gerhard, Dr. theol., Offizialatsrat Handschuh Wilhelm, lic. iur. can., Dipl.-Theol., Offizialatsrat Riedl Gerda, Prof. Dr. Sontheimer Franz Xaver, lic. iur. can., Dipl.-Theol., Offizialatsrat Großhauser Benjamin, lic. iur. can., Dipl.-Theol., Offizialatsrat von Castell Ernst Freiherr, Msgr. Dr. iur. can., Ordinariatsrat, Leiter Stabsstelle Kirchenrecht Lungu Alexander, lic. iur. can., Dipl.-Theol., Offizialatsrat     Votierende Richter außerhalb des Gerichts: Mikus Markus, lic. iur. can., Dipl.-Theol., Offizialatsrat Grünwald Josef, Weihbischof Kunz, Joachim, Dipl.-Theol.,  Offizialatsrat Eder, Joachim, Dr. theol., lic. iur. can. Pree, Helmuth, Prof. Dr. Dr. Konrad, Sabine, Dr. theol., lic. iur. can. Juraj Bujňák, Dr. iur. can.     Vernehmungsrichterin: Reimann Ingeborg, Dipl.-Theol.     Ehebandverteidiger: Klarmann Klaus, lic. iur. can., Dipl.-Theol., Offizialatsrat Güthoff Elmar, Prof. Dr. iur. can., Dr. theol.     Notarin: Berchtold Sabina     Schriftführerin: Schnell Michaela     Kirchenanwalt: Güthoff Elmar, Prof. Dr. iur. can., Dr. theol.    
Die angeführten Fragen und Antworten sind eine Auswahl von Anfragen, die häufiger an die Stabsstelle "Kirchenrecht" gerichtet werden. Die Stabsstelle "Kirchenrecht" wurde von S.E. Bischof Konrad Zdarsa mit Wirkung zum 01.03.2017 eingerichtet und untersteht der Leitung von Domvikar Msgr. Dr. iur. can. Ernst Freiherr von Castell. Wenn Sie in verwaltungsrechtlichen Fragen Rat suchen, erreichen Sie die Stabsstelle unter den Kontaktdaten:     Stabsstelle "Kirchenrecht"
Domvikar Msgr. Dr. iur. can. Ernst Freiherr von Castell
Fronhof 4
86152 Augsburg
Tel. 0821/3166-8310
Fax 0821/3166-8319
E-Mail: stabsstelle-kirchenrecht@bistum-augsburg.de        Fragen speziell zum Ehenichtigkeitsverfahren finden Sie hier.    
Vielen Menschen ist aufgrund diverser Medienberichte, oder weil sie selbst davon betroffen sind, bekannt, dass in der katholischen Kirche Gerichtsverfahren geführt werden, die den gültigen Abschluss einer Ehe prüfen und diese eventuell für nichtig erklären.     Weil die Wenigstens aber wissen, wie ein solches Verfahren aufgebaut ist, stellt das Bischöfliche Konsistorium ein grobes Ablaufschema für Sie zur Verfügung.      
Der Mensch ist von seinem Wesen her auf Beziehung und Partnerschaft angelegt. Er sehnt sich danach, zu lieben und geliebt zu werden und mit dem von ihm geliebten Menschen gemeinsam die Zukunft zu gestalten. Copyright: debowscyfoto Da Liebe nach Dauer und Sicherheit verlangt, braucht die Liebe von Mann und Frau auch rechtlichen Schutz und die institutionelle Bindung, die in der Ehe gegeben sind. Auf die vorbehaltlose Liebe und unbedingte Verlässlichkeit, mit der die Partner sich selbst und ihre Kinder annehmen, solle sie in allen Lebenslagen, auch in Unglück und Not, in Alter und Krankheit vertrauen können. Dies versprechen Sie sich in der Kirche: „Ich will dich lieben, achten und ehren, alle Tage meines Lebens.“ Dem steht gegenüber, dass Ehen scheitern, wobei der Wunsch nach Partnerschaft weiterhin bestehen bleibt. Durch eine neue Beziehung entsteht der Wünsch nach einem Neuanfang, nach einer zweite Ehe, die die Kirche jedoch nicht einfach legitimieren kann. Das Sakrament der Ehe ist ein besonderes Rechtsgut und erfährt dementsprechend Schutz, auch durch die kirchlichen Gesetze. In einem kirchlichen Verfahren, kann aber geprüft werden, ob die erste Ehe im katholischen Sinne gültig geschlossen wurde, oder wesentliche Elemente der Ehe gefehlt haben.