Pilgern in der Pandemie - Sicheres Wallfahren soll gewährleistet werden

02.03.2021 09:12

AUGSBURG – „Gemeinsam im Glauben unterwegs zu sein, auch in bewegten Zeiten, zeigt, wie lebendig Kirche ist“, schreibt Bischof Bertram Meier im Vorwort der Pilgerreisen-Broschüre der Diözese Augsburg für das Jahr 2021. Angeboten werden Flugreisen nach Israel, Rom, Lourdes, Fatima und Santiago de Compostela, eine Busreise durch das romantische Mittelrheintal, Bergexerzitien und Bergmessen.

Im vergangenen Jahr mussten wegen der Corona-Pandemie einige Pilgerreisen abgesagt werden. Das

Bayerische Pilgerbüro beobachtet deshalb die Entwicklung des Infektionsgeschehens und die Vorgaben der Behörden ganz genau. „Es ist gerüstet, um eine sichere Pilgerreise oder Wallfahrt zu gewährleisten“, betont Diakon Andreas Martin, der Leiter der diözesanen Pilgerstelle. Pilgern und Wallfahren sei eine besondere Ausdrucksform des aktiv gelebten Glaubens und habe gerade

in schwierigen Zeiten ihre Berechtigung. Es ist gut, wenn sich Menschen immer wieder neu für ihren

Glauben auf den Weg machen, auch während und nach Corona“, findet der Diakon. Als erste Reise in diesem Jahr ist „Rom für Ehejubilare“ geplant. Die Teilnehmer fliegen am 3. Mai von München nach Rom. An den nächsten Tagen werden St. Peter und die barocke Innenstadt besucht, das Eheversprechen kann bei einem feierlichen Gottesdienst im Campo Santo erneuert werden. Auf dem Programm stehen außerdem eine Papstaudienz, ein Ausflug nach Tivoli, die Besichtigung der Basiliken und der Katakomben. Rückflug ist am 7. Mai. Der Abflug für die Reise nach Lourdes ist am 27. Mai ab Memmingen, am Abend können die Pilger an der Lichterprozession teilnehmen. Ein Gottesdienst an der Grotte von Massabielle, der Kreuzweg am Ufer des Flusses Gave, eine Heilige

Messe mit Krankensalbung und eine Heilige Messe in der größten unterirdischen Basilika der Welt sind Stationen beim Aufenthalt in Lourdes. Auch eine Pilgerreise nach Fatima wird wieder angeboten. Nach der Ankunft am 17. September in Lissabon führt der Weg zur Erscheinungskapelle. An den folgenden Tagen werden Gottesdienste gefeiert, wird es Ausflüge nach Aljustrel, dem Geburtsort der Seherkinder, und zum Kloster Batalha geben.

 

Mit Hygienekonzept

 

Ob Reisen ins Ausland und Gruppenreisen schon ab Mai möglich sein werden, kann momentan niemand sagen. „Die Absage von Pilgereisen und Wallfahrten ist für alle sehr schmerzhaft und bedauerlich, ein generelles oder pauschalisiertes Absagen kann aber nicht das Mittel der Wahl sein“, sagt Diakon Martin und verweist auf das Hygiene- und Sicherheitskonzept des Bayerischen Pilgerbüros, das ein sicheres Reisen gewährleisten soll. Jetzt gelte es, ein besonderes Augenmerk

darauf zu richten, was die derzeitige Situation bringt, um dann adäquat darauf reagieren zu können.

Roswitha Mitulla