1521. Die Welt war im Umbruch
Themenabend am Dienstag, 26. Oktober 2021 im Haus Sankt Ulrich zur Ausstellung „1521“ (Diözesanmuseum St. Afra) und anlässlich des 500. Geburtsjahres von Petrus Canisius
1521, das Geburtsjahr von Petrus Canisius, war ein besonderes Jahr: Magellans Weltumsegelung, die Eroberung Mexikos durch die Spanier unter der Führung von Hernán Cortés, der Reichstag von Worms mit der darauffolgenden Bannung Martin Luthers, sein Aufenthalt auf der Wartburg mit dem Beginn der Übersetzung des Neuen Testamentes sowie die Eroberung Belgrads durch die Osmanen.
Und 1521 hat Jakob Fugger (1459-1525) mit drei Stiftungen Vorsorge für sich, seine Familie und bedürftige Bürger Augsburgs getroffen: die Grablege im Chor der ehemaligen Karmelitenkirche St. Anna, die Predigerstelle in St. Moritz und die Fuggerei, eine Sozialsiedlung mit inzwischen weltberühmtem Status.
Die Veranstaltung zur Ausstellung im Diözesanmuseum St. Afra beleuchtete in zwei Vorträgen diesen weltgeschichtlichen Kontext im Jahr 1521 ̶ insbesondere die großen Handelsfamilien der Fugger und Welser, die als Global Player erheblichen Einfluss auf wirtschaftliche, politische, religiöse und kulturelle Vorgänge hatten.
Prof. Dr. Bernward Schmidt, Lehrstuhl für Mittlere und Neue Kirchengeschichte, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt:
Zerbrochene Einheit – religiöse Souveränität – gesellschaftliche Transformation
Die Augsburger Reformation und ihre Kontexte
Prof. Dr. Mark Häberlein, Lehrstuhl für Neuere Geschichte unter Einbeziehung der Landesgeschichte, Universität Bamberg:
Global players? Augsburger Handelsgesellschaften und die Welt im Jahre 1521
Sie können die Beiträge im Katalog zur Ausstellung „1521“ nachlesen: www.museum-st-afra.de