DIE FUGE – eine musikalische Verfolgungsjagd mit Fluchtwegen
Vortragsabend und Gesprächskonzert mit dem Organisten und Chordirigenten Peter Bader am Freitag, 22. Juli 2016
Auf der Flucht - keine Ruhepause
Der Vortrag „Die Fuge“ war die logische Fortsetzung zur Veranstaltung im vergangenen Jahr über die musikalische Form der „Toccata“. Auch dieses Jahr durften die über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen interessanten und kurzweiligen Vortragsabend mit Musikbeispielen an der Orgel der Basilika St. Ulrich und Afra erwarten. Und so war es auch.
In einem ersten Teil erstellte der Organist und Chordirigent an der Ulrichsbasilika Peter Bader mit einem Streifzug durch die Jahrhunderte ein musikalisches Phantombild der Fuge, um diese dann anhand verschiedener Epochen zu erörtern.
Während eine Toccata oder ein Präludium die Aufgabe eines Vorspiels hat, handelt es sich bei der Fuge um eine kontrapunktische Kunstform der Musik, die als eine musikalische Verfolgungsjagd mit Fluchtwegen (lat. fuga „Flucht“) verstanden werden kann.
Im anschließenden Gesprächskonzert auf der Orgelempore der Basilika St. Ulrich und Afra wurde diese Entwicklungsgeschichte anhand verschiedener Musikbeispiele klanglich erfahrbar: Girolamo Frescobaldi (1583-1643), Johann Speth (1664-1719), Johann Sebastian Bach (1685-1750), Arthur Piechler (1896-1974), Andreas Gilger (*1991), Erhard Nowak (*1935) und Toon Hagen.