Studiennachmittag im Akademischen Forum zur Geschichte und theologischen Bedeutung von Jerusalem am Freitag, 28. März 2014
JERUSALEM – DIE VON JAHWE ERWÄHLTE STADT
Augsburg (31. März 2014). Mit zwei Vorträgen über die Geschichte und die theologische Bedeutung von Jerusalem begeisterte Professor Franz Sedlmeier von der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Augsburg die zahlreichen Zuhörer im Haus Sankt Ulrich in Augsburg.
Ausgehend von der ersten Erwähnung eines Hirtencamps im 4. Jahrtausend vor Christus, der Erwähnung einer ersten Stadtgründung im 18. Jh. v. Chr. in den Ägyptischen Ächtungstexten, der Einnahme der Stadt durch König David sowie der Bau eines Königspalastes und des Tempels unter seinem Sohn König Salomo – dies war der erste zeitliche Bogen, mit dem Professor Sedlmeier die Anfänge von Jerusalem vorstellte. In einem zweiten zeitlichen Bogen folgte die weitere bewegte Geschichte der Stadt durch Eroberungen, Zerstörungen, Vertreibungen durch die Herrschaft der Babylonier, der Hellenisierung durch die Perser, den Widerstand jüdischer Bewohner (Makkabäer) bis hin zur die Verwaltung der Stadt durch die Römer zur Zeit Jesu. Der dritte zeitliche Bogen beschrieb schließlich die Zerstörung des Tempels 70 n. Chr., der Einfluss unter byzantinischer Herrschschaft und die muslimischen Einflüsse im 7. Jh. n. Chr. (Bau des Felsendomes auf dem Gelände des Tempels).
Der zweite Vortrag erläuterte die theologische Entfaltung von Jerusalem. Anhand von Psalmtexten (Ps 147, Ps 122, Ps Ps46) und Texte aus de Büchern Jesaja und Ezechiel zeigte Professor Sedlmeier auf, wie Jerusalem immer mehr als die erwählte Stadt Jahwes begründet wurde bis hin zu einer Vorstellung von einem himmlischen Jerusalem, zu dem am Ende der Zeit die Völker wallfahren.