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19.05.2015 19:07

50. Ottobeurer Studienwoche vom 14. bis 17. Mai 2015 stellte in Zusammenarbeit mit dem Akademischen Forum das Thema „Freundschaft“ in den Mittelpunkt

Kathrin Demmler, Prof. Dr. Alois Baumgartner, Prof. dr. Margit Eckholt (v. li.)

FREUNDSCHAFT HAT IMMER ETWAS EXKLUSIVES

Im ersten Vortrag zeigte Dr. Bettina von Wulffen, München, anhand der Verständigung und Verbindung der Vögel untereinander die Möglichkeit einer freundschaftlichen Koexistenz in der Natur auf.

Kathrin Demmler, JFF-Institut für Medienpädagogik München, reflektierte die mediensoziologische Entwicklung, die im Bereich der Kommunikation rasante Umbrüche in den letzten Jahren erlebte. So findet der Begriff Freundschaft in den digitalen Medien (facebook, twitter, xing) nahezu eine inflationäre Verwendung und muss bisweilen berechtigt hinterfragt werden.

Prof. Dr. Alois Baumgartner, München, beleuchtete das Thema Freundschaft aus sozialwissenschaftlicher und sozialethischer Sicht. Ausgehend von der Antike entfaltete er den Freundschaftsbegriff bis zur Neuzeit. Wohlwollen und Wertschätzung sowie ein Reifungsprozess sind nach seiner Ansicht wesentliche Bestandteile für das Entstehen und Bestehen einer Freundschaft.

Die Freundschaft aus theologischer Perspektive rundete schließlich die Studienwoche ab: Prof. Dr. Margit Eckholt (Osnabrück) zeichnete ein Bild der Freundschaft zwischen Gott und Mensch anhand textlicher Beispiele von Origenes, Thomas von Aquin, Teresa von Avila und Franz von Sales. Gerade in den Sakramenten zeigt sich die Kirche als der Ort, an dem die Freundschaft zwischen Gott und Mensch offenkundig wird.