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PROPHETEN – Als Boten Gottes berufen

17.05.2018 15:46

Kooperationstagung von Ottobeurer Studienwoche 2018 und Akademischen Forum beleuchtet alt- und neutestamentliche Prophetie

Die Referenten der Ottobeurer Studienwoche 2018: Prof. Dr. Jürgen Werlitz, Prof. Dr. Georg Fischer SJ, Dr. Dominik Helms, Prof. Dr. Thomas Johann Bauer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vom 10. bis 13. Mai 2018 fand in der Benediktinerabtei Ottobeuren die 53. Ottobeurer Studienwoche statt. In vier Vorträgen wurden alttestamentliche Propheten sowie Prophetie in neutestamentlicher Zeit vorgestellt.

 

Donnerstag, 10. Mai 2018:

Prof. Dr. Jürgen Werlitz, Augsburg: Wenn Gott ein Feuer in einem Menschen entfacht. Von biblischen Propheten und ihrer Botschaft.

In der Hinführung zu den biblischen Propheten und ihrer Botschaft wurden wichtige Orientierungspunkte im weiten und komplexen Feld der Prophetie in Israel und im frühen Christentum sowie ihrer jeweiligen Umwelt gesetzt, auch im Blick auf ihre Bedeutung für uns heute. Am prophetischen Amt Christi haben nach der Lehrer der Kirche alle Getauften Anteil. Damit diese Teilhabe gelingt, bedarf es durchaus einer Reflexion über das eigene prophetische Charisma.

 

Freitag, 11. Mai 2018

Prof. Dr. Georg Fischer SJ, Innsbruck:"Höret die Stimme - der Prophet Jeremia"

 Jeremia ist das längste Buch der Bibel und in vielem einzigartig: Es bezeugt, wie Gott mehrfach weint. Der Prophet klagt, wird verfolgt und mit dem Tode bedroht. In seiner Verkündigung greift er frühere Schriften auf und zeigt, wie Gott nach schwerem Leid neues Leben und Heil schenkt.

 

 

Samstag, 12. Mai 2018

Dr. Dominik Helms, Augsburg: Der Prophet Daniel - Visionen in einer undurchsichtigen Welt

 Das Danielbuch ist ein Sonderling unter den prophetischen Schriften der hebräischen Bibel. In seinen Visionen schaut Daniel in einer rätselhaften Bildersprache den Aufstieg und Niedergang der Weltmächte bis Gott selbst sein Königtum über dieser Welt aufrichtet und die Herrschaft einem Menschensohn-Ähnlichen überträgt. Die Texte lassen erkennen, dass sie der Zeit der religiösen Auseinandersetzungen unter Antiochus IV. Epiphanes im 2. Jahrhundert v. Chr. entstammen. In der Erfahrung äußerster Not und Bedrängnis werden der Rückblick auf die Zeit des babylonischen Exils und die Erfahrungen der deportierten Judäer zum Fundament der Hoffnung auf eine neue von Gott selbst herbeigeführte Zeit!

 

Sonntag, 13. Mai 2018
Prof. Dr. Thomas Johann Bauer, Erfurt: Propheten und Prophetie in neutestamentlicher Zeit

„Die Propheten haben sich schlafen gelegt“ – so formuliert eine jüdische Apokalypse im 2. Jahrhundert und will damit anzeigen, dass die prophetische Stimme nach den großen Gestalten der alttestamentlichen Überlieferung verstummt sei. Tatsächlich jedoch treten auch noch in neutestamentlicher Zeit zahlreiche prophetische Gestalten im Judentum auf. Dies hat seine Spuren auch im Neuen Testament hinterlassen und auch Jesus selbst und seine Jüngergemeinde stehen in dieser ungebrochenen prophetischen Tradition.