WAS DIE WELT ZUSAMMENHÄLT
Beziehung als Prinzip in Natur, Religion und Gesellschaft
Vortrag von Prof. Dr. Harald Lesch und Podium anlässlich der Renovabis Pfingstaktion im Haus Sankt Ulrich, Augsburg
Was die Welt zusammenhält
Die Quantenphysik ermöglicht in kleinste Ebenen materieller Existenz vorzudringen. Ihre Erkenntnisse haben das naturwissenschaftliche Verständnis der Welt verändert: Im Kleinsten ist nichts fest, alles steht in Wechselwirkung. Daraus ergibt sich ein faszinierender Gedanke – dass Relationalität nicht nur ein physikalisches Phänomen, sondern ein Grundmuster der Wirklichkeit ist.
Hier besteht eine erstaunliche Entsprechung zum christlichen Glauben. Glaube versteht den Menschen als ein Wesen in Beziehung – zu sich selbst, zu anderen zur Welt und zu Gott. Eine Sichtweise, die gegenwärtig auch in Frage gestellt oder bewusst manipulierend eingesetzt wird: Dies einfach hinzunehmen könne dazu führen „die Talente zu begraben, die wie empfangen haben, um als Personen in Beziehung zu Gott und den anderen zu wachsen. Es bedeutet, unser Antlitz zu verbergen und unsere Stimme zum Schweigen zu bringen.“ (Papst Leo XIV. über die digitale Revolution)
Was bedeutet das für unser gesellschaftliches Miteinander? Welche Rolle spielt Beziehung in sozialen, kirchlichen und politischen Kontexten? Und wie kann ein beziehungsorientiertes Denken helfen, Spaltungen zu überwinden und Zusammenhalt zu stärken?
Prof. Dr. Harald Lesch orientiert in seinem Vortrag zur Beziehung als Prinzip der materiellen Welt. Im anschließenden Gespräch mit Dr. László Kardinal Német und Dr. Eva Maria Welskop-Deffaa werden Perspektiven aus Naturwissenschaft, Theologie, Kirche und Gesellschaft zusammengeführt. Das Podiumsgespräch moderiert Daniel Wirsching von der Augsburger Allgemeinen Zeitung.
Die Veranstaltung ist Teil der bundesweiten Eröffnung der Pfingstaktion 2026 des Osteuropahilfswerks Renovabis unter dem Leitwort: „zusammen_wachsen. damit Europa menschlich bleibt“ im Bistum Augsburg.
Programm
18.30 Uhr
Begrüßung und Einführung
18.35 Uhr
In Beziehung: Mensch und Natur (Titeländerung nach Drucklegung des Flyers)
Vortrag Prof. Dr. Harald Lesch
Impuls zur Beziehung als Prinzip des christlichen Glaubens
Dr. László Kardinal Német SVD, Erzbischof von Belgrad
Impuls zur Beziehung als Prinzip gelingender Gesellschaft
Dr. Eva Maria Welskop-Deffaa, Caritaspräsidentin
Podiumsgespräch
Dr. László Kardinal Német, Dr. Eva Maria Welskop-Deffaa, Prof. Dr. Harald Lesch
Rückfragen und Diskussion
ca. 20.20 Uhr
abschließender Impuls
Pfr. Prof. Dr. Thomas Schwartz, Hauptgeschäftsführer Renovabis
ca. 20.30 Uhr
Ende der Veranstaltung
Moderation: Daniel Wirsching, Journalist der Augsburger Allgemeine Zeitung (Podium),
Frederic-Joachim Kaminski
Die Referenten
Bild: gemeinfrei, wikicommons © Superbass CC-BY-SA-4.0
Prof. Dr. Harald Lesch
Lehrstuhl für Theoretische Astrophysik an der LMU München und Lehrbeauftragter Professor für Naturphilosophie und physikalische Grenzfragen an der Hochschule für Philosophie München
Bild: Markus Nowak
Dr. László Kardinal Német SVD
Erzbischof von Belgrad, stv. Vorsitzender des Rats der Europäischen Bischofskonferenzen, Vorsitzender der Internationalen Bischofskonferenz der Heiligen Kyrill und Method, Mitglied des Dikasteriums zur Förderung der Einheit der Christen
Bild: DCV Berlin
Dr. Eva Maria Welskop-Deffaa
Präsidentin des Deutschen Caritas-Verbandes, Berlin, Ministerialdirektorin i.R. des Bundesfamilienministeriums
Bild: privat
Prof. Pfr. Dr. Thomas Schwartz
Hauptgeschäftsführer Renovabis, Freising und Honorarprofessor für Wirtschafts- und Unternehmensethik an der Universität Augsburg
Anmeldung erbeten
per E-Mail an akademisches-forum@bistum-augsburg.de
Kosten
Eintritt 6,00 €
Schüler/Studierende frei