Die Diakone Florian Stadlmayr, Dominic Ehehalt und Dominik Loy (v.l.) werden am 30. Juni zu Priestern geweiht. (Fotos: Daniel Jäckel/pba)
Priesterweihe

Bischof Konrad weiht drei Diakone zu Priestern

24.06.2019 10:27

Augsburg (pba). Bischof Dr. Konrad Zdarsa wird am Sonntag, 30. Juni, drei Diakone aus dem Bistum Augsburg zu Priestern weihen. In einem feierlichen Pontifikalgottesdienst um 14.30 Uhr im Hohen Dom zu Augsburg werden Dominic Ehehalt aus Wullenstetten, Dominik Loy aus Ustersbach und Florian Stadlmayr aus Sandizell das Sakrament der Priesterweihe empfangen. Alle Gläubigen sind zur Mitfeier herzlich eingeladen. Anhand der folgenden Interviews, die kurz vor der Priesterweihe entstanden sind, werden die drei Kandidaten vorgestellt.

Dominic Ehehalt (31)

Diakon Dominic Ehehalt

Heimatpfarrei: Mariä Verkündigung, Senden-Wullenstetten
Schulbildung/Abitur: Realschule Illertissen, Weiterbildung zum Bankfachwirt und Finanzberater
Berufsausbildung: Bankkaufmann und Bankfachwirt
Studium: Kath. Theologie in Augsburg und Wien
Pastoralpraktikum: Pfarreiengemeinschaft Mindelheim – St. Stephan
Primiz: 07.07.2019, 09.30 Uhr, Kirche Mariä Verkündigung, Wullenstetten
Nachprimiz: 28.07.2019, 18.00 Uhr, Pfarrkirche St. Stephan, Mindelheim

 

Wie und wann haben Sie Ihre Berufung zum Priester entdeckt?
Die Berufung kam nicht von heute auf morgen. Es war ein längerer Prozess mit vielen Entscheidungen. Er begann schon in der Zeit meiner Ausbildung zum Bankkaufmann, die mir viel Freude bereitete. Gleichzeitig war ich schon seit meiner Kindheit mit der Kirche und dem Glauben an Jesus verbunden – und diese Verbundenheit galt es nun, neu zu definieren. Mit der Zeit verfestigte sich der Wunsch, Priester zu werden immer mehr und wurde schließlich zu einer Sehnsucht. So konnte ich dem innerlichen „Angesprochen-Sein“ eine – meine – Antwort geben.

Worauf legen Sie bei Ihrer Arbeit in den Pfarreien besonderen Wert? Welche Schwerpunkte möchten Sie in Zukunft setzen?
Tief im Herzen bin ich davon überzeugt, dass wir durch unseren Glauben eine aktive Beziehung zu Gott aufbauen können. Er hat sich ganz in seinem Sohn Jesus Christus gezeigt und ermöglicht uns diese Freundschaft im Heiligen Geist. Dabei kommt für mich das Herz ins Spiel – nicht aber auf eine kitschige Weise, sondern als der Mittelpunkt unseres Seins. Ich möchte in meinem Wirken die Sehnsucht der menschlichen Herzen nach Gott wieder neu wecken und gleichzeitig davon künden, dass Gott in Jesus eine Sehnsucht nach jedem Einzelnen von uns hat. Dieser Dialog wird „von Herz zu Herz“ geführt.

Sie haben folgenden Primizspruch gewählt: „Gott ist treu: Wir verkündigen Christus als den Gekreuzigten – Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit (1 Kor 1,9.23-24)“. Welche Bedeutung hat dieser Spruch für Sie und Ihre Berufung?
Er ist eine Zusammenfassung für meinen Glauben: Gott ist treu. Er hat seinen Sohn zu uns gesandt und wir verkündigen diese Liebe als eine Liebe, die am Kreuz bis in den Tod gegangen ist und diesen für uns besiegt hat. Das ist Gottes Kraft und Gottes Weisheit.

 

Dominik Loy (30)

Diakon Dominik Loy

Heimatpfarrei: St. Fridolin, Ustersbach
Schulbildung/Abitur: Realschule Thannhausen, Abitur am Bayernkolleg Augsburg
Berufsausbildung: Fachinformatiker
Studium: Philosophie und Kath. Theologie in Augsburg und München
Pastoralpraktikum: Pfarrei St. Ulrich und Afra, Augsburg
Primiz: 07.07.2019, 10.00 Uhr am Forum in Ustersbach
Nachprimiz: 14.07.2019, 10.00 Uhr, Basilika St. Ulrich und Afra, Augsburg

 

Wie und wann haben Sie Ihre Berufung zum Priester entdeckt?
Das war schon gegen Ende der Realschulzeit, also mit etwa 15/16 Jahren. Ich bemerkte eine Faszination für Theologie und Philosophie, fühlte mich in Liturgie und Gebet immer mehr daheim und wollte mein Leben sinnvoll und vor allem für andere einsetzen.  Und dann natürlich das Spüren, dass ein Leben, das allein auf Christus baut, gelingen kann. All das deutete aufs Priestertum hin.

Worauf legen Sie bei Ihrer Arbeit in den Pfarreien besonderen Wert? Welche Schwerpunkte möchten Sie in Zukunft setzen?
Ich muss da an Paulus und den ersten Korintherbrief denken, wo es heißt: „Allen bin ich alles geworden“ (1 Kor 9,22). Ich versuche da zu sein, wo ich gebraucht werde und für die Menschen der zu sein, den sie brauchen. Ob es gelingt, weiß ich nicht. Aber ich denke, dafür ist ein Priester da. Denn es geht ja nicht darum, was mich besonders reizt, sondern was die Menschen zu Christus führt und was ich dazu beitragen kann.

Sie haben folgenden Primizspruch gewählt: „Dein Angesicht, Herr, will ich suchen (Ps 27,8)“. Welche Bedeutung hat dieser Spruch für Sie und Ihre Berufung?
Ich sehe darin mein bisheriges Leben: Auf der Such nach IHM. Und ich sehe darin den Selbstanspruch des künftigen Lebens, den Herrn zu suchen, damit nie aufzuhören und stets nach ihm Ausschau zu halten. Mehr noch, denn „suchen“ ist ja nicht nur sehen, sondern auch ein auf Gott zugehen.

 

Florian Stadlmayr  (32)

Diakon Florian Stadlmayr

Heimatpfarrei: St. Peter, Sandizell
Schulbildung/Abitur: Realschule Schrobenhausen, Fachschule für soziale Berufe, Spätberufenenseminar St. Matthias Waldram
Berufsausbildung: Heilerziehungspfleger
Studium: Kath. Theologie in Augsburg und Maynooth (Irland)
Pastoralpraktikum: Pfarreiengemeinschaft Dillingen
Primiz: 07.07.2019, 9.30 Uhr, am Dorfplatz Sandizell
Nachprimiz: 13.07.2019, 18.00 Uhr, Basilika St. Peter, Dillingen

 

Wie und wann haben Sie Ihre Berufung zum Priester entdeckt?
Der Gedanke, Priester zu werden, begleitet mich schon seit meiner Kindheit. Besonders während meiner Ausbildung zum Heilerziehungspfleger im Regens Wagner-Zentrum Hohenwart hat sich dieser Gedanke vertieft, da ich zum einen in den mir anvertrauten Menschen mit Behinderung Jesus neu entdeckte und zu anderen die Gründerperson Johann Evangelist Wagner als Zeugen des Evangeliums kennen und schätzen lernen durfte.  

Worauf legen Sie bei Ihrer Arbeit in den Pfarreien besonderen Wert? Welche Schwerpunkte möchten Sie in Zukunft setzen?
Ich möchte vielen Menschen begegnen und ihnen in diesen Begegnungen Jesus näher bringen. Mit der Hoffnung, dass alle spüren, wie großartig er ist und dass er ihnen beisteht in allen Lebenslagen.

Sie haben folgenden Primizspruch gewählt: „Gott unter uns im Gewand des Menschen (Gotteslob 763)“. Welche Bedeutung hat dieser Spruch für Sie und Ihre Berufung?
Durch die zahlreichen Begegnungen, die mir mittlerweile geschenkt wurden, habe ich Jesus in vielfacher und unterschiedlicher Weise immer wieder neu erkennen dürfen. Mein Primizspruch soll für mich stets der Auftrag sein, mich nie größer zu machen als Gott, da ER selbst sich als Mensch ganz klein gemacht hat. Außerdem soll er mich immer daran erinnern, Jesus in allen Menschen zu erkennen.