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Ulrichswoche

„Das ist Ihre Kirche!“ - Prälat Dr. Meier ruft beim Tag der Pfarrgemeinderäte zu kirchlichem Ehrenamt auf

08.07.2017

Augsburg (pba). Domdekan Prälat Dr. Bertram Meier hat heute im Haus St. Ulrich beim Tag der Pfarrgemeinderäte im Rahmen der Ulrichswoche die Bedeutung des kirchlichen Ehrenamts betont. „Die Kirche braucht Ihre Kompetenz und Erfahrung“, wandte sich der Leiter des Bischöflichen Seelsorgeamts in seinem Impulsreferat an die Pfarrgemeinderäte. Daher rief er alle dazu auf, sich auch bei der anstehenden Pfarrgemeinderatswahl im Februar 2018 wieder aufstellen zu lassen und sich weiterhin für ihre Pfarrei und die Kirche vor Ort zu engagieren. „Das ist Ihre Kirche, prägen Sie sie mit!“, forderte der Domdekan.

So wie der heilige Ulrich sich zu seinen Lebzeiten „nicht in die Komfortzone oder den Schmollwinkel zurückgezogen“ habe, sollten auch sie sich nicht verstecken: „Christsein im Einweckglas oder vakuumiert im Kühlfach gibt es nicht!“, so der Seelsorgeamtsleiter. Vielmehr sollten sie glaubwürdig als Christen leben und die Kirche vor Ort mitgestalten. Knapp 10.000 Menschen engagieren sich derzeit im Bistum Augsburg in den Pfarrgemeinderäten, davon fast zwei Drittel Frauen, erklärte Prälat Dr. Meier: „Ohne Frauen könnten wir längst einpacken!“ Darum rief er insbesondere die jungen Frauen dazu auf, in der Kirche ihre Stimme zu erheben.

Auch Hildegard Schütz, Vorsitzende des Diözesanrats der Katholiken im Bistum Augsburg und Pfarrgemeinderatsvorsitzende in ihrer Pfarrei, betonte die Bedeutung der Pfarrgemeinderäte. Als demokratisch gewähltes Gremium sei der Pfarrgemeinderat eine verlässliche Größe vor Ort, die die Pfarrei verantwortungsvoll und verbindlich mitgestalte. „Die Pfarrgemeinderäte bringen das konkrete Leben mit all seinen Facetten in die Kirche ein“, fügte die Diözesanratsvorsitzende hinzu. Außerdem seien die Pfarrgemeinderäte oft „ganz nah dran an den Menschen“ und könnten so mitunter ein Bindeglied zum Pfarrer darstellen.

Pfarrer Peter Brummer aus der Pfarrei St. Joseph in Tutzing beleuchtete in seinem Kurzvortrag den Pfarrgemeinderat aus der Sicht des Pfarrers. „Ohne Pfarrgemeinderat geht nichts“, stellte der Pfarrer klar. Alle Getauften und Gefirmten seien dazu aufgerufen, gemeinsam die Kirche mitzugestalten. Als Schlüsselwort für ein gelingendes Pfarreileben nannte Pfarrer Brummer „Partizipation“, also die Teilhabe und Mitwirkung aller Mitglieder der Pfarrei mit ihren unterschiedlichen Begabungen.

Im anschließenden Podiumsgespräch, das moderiert wurde von Dr. Karl-Georg Michel, Leiter der Pressestelle des Bistums Augsburg, stellten sich die Referenten den Fragen der Pfarrgemeinderäte. Neben dem Wahlverfahren und der Frage, wie neue Kandidaten für den Pfarrgemeinderat gewonnen werden könnten, diskutierten die Teilnehmer den Umgang mit Konflikten innerhalb der Pfarrei. Bereits in seinem Impulsreferat hatte Prälat Dr. Meier den Anwesenden geraten, wie sie mit Konfliktsituationen umgehen sollten. So wie Paulus es den römischen Christen geraten habe, sollten auch sie sich immer fragen, ob es die Sache wert sei, „dass um ihretwillen Wunden gerissen werden, deren Folgen nicht abzusehen sind“. Sie sollten lieber einen Schritt zurücktreten und auch einmal abwarten, um den Dingen ihren Lauf zu lassen. Der Seelsorgeamtsleiter verwies bei der Konfliktlösung auch auf die Unterstützung durch die Gemeindeentwickler und die Mitarbeiter der Abteilung „Pastorale Grunddienste“.

Die vollständigen Texte der Vorträge finden Sie auf den Seiten des Diözesanrats.