Weltfreiwilligendienst

Die Welt mit anderen Augen sehen

28.01.2021 13:24

Der Corona-Pandemie zum Trotz kann das Süd-Nord-Programm des Weltfreiwilligendienstes auch heuer stattfinden. Am 22. Januar sind fünf junge Freiwillige aus Chile in Bayern gelandet. Sie werden ab Anfang Februar im Bistum leben und in diversen sozialen Einrichtungen arbeiten.

„Es ist schön, dass der Start des Freiwilligenprogrammes in unserem Bistum nach langem Bangen in dieser schweriegen Situation nun doch möglich ist!“, freut sich Anton Stegmair als Leiter der Abteilung Weltkirche, bei dem das Projekt mit angesiedelt ist. „In den Händen von Sonja Treffler sind die jungen Menschen gut aufgehoben. Coronagemäß und einfühlsam hilft sie ihnen nicht nur beim Ankommen in unserem Bistum, sondern wird ihnen in bewährter Form auch während des Jahres begleitend zur Seite stehen“.

Die fünf jungen Menschen sind zwischen 20 und 27 Jahren alt und stammen alle aus der Biobío-Region in Zentralchile. Nach fast einem Jahr der Vorbereitung an ihren Wohn- und Einsatzorten werden sie nun zunächst einige Tage in Quarantäne verbringen, bevor sie ab Anfang Februar ihre Arbeit in verschiedenen Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen beginnen können. Dazu gehören Wohngruppen des Dominikus-Ringeisen-Werkes in Ursberg und Augsburg sowie zum ersten Mal auch eine Einrichtung in Schwabmünchen.

Neu in diesem vierten Jahrgang ist auch, dass es zu der Wohnmöglichkeit in eigenen Appartements nun auch eine Gastfamilie gibt, in der eine junge Freiwillige integriert wird. Die anderen leben eigenständig - manche zum ersten Mal in ihrem Leben - und alle fünf bleiben für ein ganzes Jahr hier in Deutschland.

Das "Reverse"-Programm des Weltfreiwilligendienstes wird im Bistum Augsburg seit 2018 angeboten und hat bereits vierzehn junge Erwachsene aus Chile und Peru nach Deutschland gebracht. Das Programm versteht sich als Ergänzung zum Weltfreiwilligendienst des Bundesfamilienministeriums, über das junge Deutsche zu Auslandserfahrungen kommen und in sozialen Einrichtungen arbeiten.