Diözese Augsburg legt erneut negatives Jahresergebnis vor
Augsburg (pba). Die Diözese Augsburg hat ihren Jahresabschluss 2025 vorgelegt. Demnach betrug die Bilanzsumme der Diözese Augsburg - Körperschaft des öffentlichen Rechts - zum 31. Dezember 2025 838,1 Mio. Euro (2024: 828,0 Mio. Euro). Abgeschlossen wurde das Jahr 2025 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 1,96 Mio. Euro (2024: 11,4 Mio. Euro). Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften erstellt und von den zuständigen diözesanen Gremien genehmigt. Wie in den Vorjahren erhielt er den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk einer unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
Die Einnahmen aus der Kirchensteuer, die wie im Vorjahr rund 83,8 % aller Erträge der Diözese ausmachen, betrugen im Jahr 2025 379,1 Mio. Euro (2024: 369,7 Mio. Euro). Damit liegt die Entwicklung des Kirchensteueraufkommens unter der Vorjahresprognose, in deren Rahmen für den Haushalt 2025 Einnahmen aus der Kirchensteuer in Höhe von rund 384,9 Mio. Euro erwartet worden waren. Die Zahl der Katholiken im Bistumsgebiet ist im Jahr 2025 auf 1.101.128 (2024: 1.126.453) Mitglieder gesunken.
Bischof Dr. Bertram Meier: „Ich möchte von Herzen allen Gläubigen danken, die mit ihrer Kirchensteuer dazu beitragen, dass die Kirche von Augsburg ihre pastoralen, karitativen und weltkirchlichen Aufgaben und Verpflichtungen, die so vielen Menschen zugutekommen, erfüllen kann. Vergelt‘s Gott!“
Die Gewährung von Zuschüssen an Kirchenstiftungen und andere kirchliche Einrichtungen machte im Jahr 2025 abermals einen großen Teil der Aufwendungen aus. Die ausgereichten Mittel in Höhe von 179,3 Mio. Euro (2024: 169,5 Mio. Euro) haben zahlreiche kirchliche Aktivitäten überhaupt erst ermöglicht. Neben der Sicherstellung der Pfarrseelsorge vor Ort sind die Zuschüsse wichtig, um unter anderem sozial-karitatives Wirken für Kranke und Pflegebedürftige, Flüchtlinge, Obdachlose und Familien zu unterstützen. Ebenso können dadurch vielfältige Bildungsangebote in kirchlichen Vereinen und Verbänden sowie kirchlichen Einrichtungen der Erwachsenenbildung einer breiten Öffentlichkeit angeboten werden. Davon profitierten unter anderem der Diözesancaritasverband ebenso wie der Sozialdienst Katholischer Frauen, die Katholische Jugendfürsorge und der Katholische Verband für Soziale Dienste. Gleichzeitig dienten die Zuschüsse der regelmäßig notwendigen Sanierung von Kirchen, Pfarrheimen und Pfarrhäusern.
Zur Förderung überdiözesaner Zwecke haben sich die sieben bayerischen (Erz-)Diözesen zum sogenannten Überdiözesanen Fonds Bayern (ÜDF) zusammengeschlossen. Die Diözese Augsburg hat im Jahr 2025 6,7 Mio. Euro (2024: 8,1 Mio. Euro) an Beiträgen geleistet. Wesentliche Zuschüsse aus diesem Fonds gingen an die Stiftung Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, die Katholische Akademie in Bayern sowie die Stiftung Katholische Bildungsstätten für Sozialberufe in Bayern. Zudem flossen aus Augsburg 6,6 Mio. Euro (2024: 6,7 Mio. Euro) an den Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) zur Finanzierung der Aktivitäten der Deutschen Bischofskonferenz sowie 1,8 Mio. Euro (2024: 1,8 Mio. Euro) als Strukturbeitrag zur Unterstützung der Kirche in Ostdeutschland. Die Personalkosten des Bistums bilden mit 196,5 Mio. Euro (2024: 186,2 Mio. Euro) den größten Gesamtaufwandsposten.
Der Bischöfliche Finanzdirektor Dr. Dominikus Kleindienst: „Mittel- und langfristig wird es immer herausfordernder werden, annähernd ausgeglichene Jahresergebnisse zu erzielen, denn Seelsorge ist personalintensiv – und rein tariflich bedingt wird der Personalaufwand weiter steigen. Umso wichtiger wird es, dass das Bistum Augsburg Prioritäten setzt.“
Auch die Jahresabschlüsse 2025 des Bischöflichen Stuhls der Diözese Augsburg – Kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts -, des Domkapitels des Bistums Augsburg – Körperschaft des öffentlichen Rechts - sowie des Katholischen Pfründestiftungsverbunds St. Ulrich – Kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts - erhielten jeweils den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk einer unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Ausführliche Informationen zu allen Jahresabschlüssen finden Sie hier.