Vierzigstündiges Gebet

Weihbischof Losinger: Eine Lizenz zum Jubeln, Preisen und Danken

16.02.2021 17:00

Weihbischof Dr. Dr. Anton Losinger hat sich am Faschingsdienstag zum Abschluss des Vierzigstündigen Gebets im Hohen Dom die Frage gestellt, warum ein Christ in unserer von Resignation bedrohten Situation jubeln, preisen und danken darf - und sogar muss. Drei Gründe dafür fand der Weihbischof im Magnifikat Mariens: die Würde des Menschen, Gottes Wirken in unserem Leben und seine Treue. Die Ansprache im Wortlaut.

Muttergottes mit Jesuskind in der Marienkapelle des Hohen Doms. (Foto: Julian Schmidt / pba)

Musikalisch gestaltet wurde die Andacht von den Augsburger Domsingknaben und dem Domorchester mit dem Ave Verum von Wolfgang Amadeus Mozart und Liedsätzen.

Das vierzigstündige Gebet geht auf mehrere Ursprünge zurück. Zum einen war es bereits in der Urkirche üblich, die vierzig Stunden der Grabesruhe Jesu durch Fasten, Wachen und Beten am Heiligen Grab zu ehren. Unabhängig davon entstand 1527 in Mailand eine vierzigstündige Anbetung vor dem Heiligsten Sakrament, um Gottes Hilfe in Kriegsnot zu erbeten. Diese Gebetsform wurde schon im Jahr 1539 auch in Rom anerkannt.