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Ulrichswoche

„Gott loben, anderen wohltun, freigiebig sein“: Wallfahrtsgottesdienst für Senioren und Kranke

Generalvikar Heinrich spendete nach dem Gottesdienst den Einzelsegen. (Fotos: Simone Zwikirsch / pba)
Generalvikar Heinrich spendete nach dem Gottesdienst den Einzelsegen. (Fotos: Simone Zwikirsch / pba)
10.07.2018

Augsburg (pba). Im Rahmen der Ulrichswoche haben heute zahlreiche Seniorinnen und Senioren mit Generalvikar Harald Heinrich einen Wallfahrtsgottesdienst gefeiert. Im Anschluss an die heilige Messe waren die Gläubigen dazu eingeladen, den Einzelsegen oder die Krankensegnung zu empfangen. „Sie, liebe Seniorinnen und Senioren, sind heute zum heiligen Ulrich gekommen“, wandte sich der Generalvikar an die Gottesdienstbesucher. Mit dieser Wallfahrt seien sie dem „Wegweiser zu einem größeren, ja zum letzten Ziel unseres Lebens“ gefolgt, betonte er in seiner Predigt.

Der Schrein mit den Reliquien des heiligen Ulrich lasse erahnen, „das Ziel unseres Lebens ist nicht ein dunkles Grab, sondern ein grenzenloser Himmel“, verdeutlichte Generalvikar Heinrich weiter. Gott habe uns die glänzende Perspektive geschenkt, dass es gut ausgeht und dass er auch uns in der Gemeinschaft der Heiligen erwartet. „Und wie komme ich dahin?“ Diese Frage dürfe natürlich auch gestellt werden, räumte der Generalvikar ein und stellte drei Lebenslinien des heiligen Ulrich heraus, die Wegweiser hin zum großen Ziel sein können.

„Der heilige Ulrich hat immer angepackt. Mit seinem Ochsenkarren ist er unermüdlich durchs ganze Bistum gezogen und hat zugehört, zusammengeführt und versöhnt“, stellte Generalvikar Heinrich Ulrichs Verdienst für das Bistum heraus. Darüber hinaus habe er sich einer der großen Gefahren gestellt, nämlich der Bedrohung des Friedens. „Im Vertrauen auf das Kreuz erlangte er, und erlangen auch wir Halt und Stärke in Gefahr und Anfechtung.“ Die dritte vorbildhafte Lebenslinie des heiligen Ulrich sei sein großes Herz für die Armen und seine Hingabe für andere. „Keiner von uns muss wie Ulrich mit dem Ochsenkarren unterwegs sein. Aber ein echtes Interesse am anderen und ein wacher Blick können oft schon genügen“, ermunterte Generalvikar Heinrich zum konkreten Handeln: „Gott loben, anderen wohltun, freigiebig sein, das hat Ulrich in seiner Zeit getan. Tun wir das auch heute. Denn das zählt und nichts anderes. Das zählt auf Erden wie im Himmel, das zählt bei Menschen wie bei Gott.“

Der Gottesdienst wurde vom Schülerblasorchester St. Ottilien gestaltet. Nach der heiligen Messe überraschten die Schüler die Wallfahrer mit einem musikalischen Empfang auf dem Vorplatz der Ulrichsbasilika.