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Ulrichswoche

Gottesdienst für Menschen mit Behinderungen: "So leben, damit der Himmel auf Erden sichtbar wird"

10.07.2018

Augsburg (pca). Für Astrid Urban war der heutige Wallfahrtsgottesdienst der Menschen mit Behinderungen beim Grab des heiligen Ulrich ein schönes Erlebnis. „Ich freue mich, weil ich hier so viele treffe, die ich bei anderen Begegnungen und Ausflügen kennengelernt habe“, sagte sie. Die Ulrichsbasilika ist deshalb für sie eine „schöne Begegnungsstätte“. Stolz war sie auch, weil sie ausgewählt wurde, die Lesung in Leichter Sprache im Gottesdienst vorzulesen. Deutlich sprach sie zu den immerhin 670 Frauen und Männern mit Behinderungen.

Alle waren mit ganzem Herzen dabei, sangen und beteten laut mit. So entstand „ganz viel Atmosphäre“, wie es Christoph Hoffmann, Seelsorger der CAB Caritas Augsburg Betriebsträger gGmbH – Ressort Behindertenhilfe, auf den Punkt brachte. „Theologisch gesprochen heißt das, hier wird der gute Geist Gottes spürbar.“ Diözesan-Caritasdirektor Domkapitular Dr. Andreas Magg sagte deshalb nicht ganz ohne Stolz, „dass dieser Gottesdienst mit und für Menschen mit Behinderungen der schönste der ganzen Ulrichswoche  ist.“
 
Die Behinderten kamen vom Dominikus-Ringeisen-Werk, der Elisabethenstiftung, den Einrichtungen der Regens-Wagner-Stiftung, der Stiftung Sankt Johannes Schweinspoint, den Werk- und Wohnstätten der CAB Caritas Augsburg Betriebsträger gGmbH – Ressort Behindertenhilfe und der Arche Landsberg. Die Stiftung Sankt Johannes war mit ihrem Behindertenchor unter der Leitung von Thomas Hurler vertreten. Die Ordensschwester Stefanie Harrer OSF leitete den Gebärdenchor der  Regens-Wagner-Einrichtung in Hohenwart. Auch der Gebärdenchor aus Ursberg war mit dabei.
 
„Wie im Himmel so auf Erden“ lautete das Motto des Gottesdienstes. Diözesan-Caritasdirektor Dr. Andreas Magg sagte in seiner kurzen und prägnanten Predigt, dass es falsch sei zu meinen, Himmel und Erde seien zwei getrennte Welten. „Himmel und Erde sind miteinander fest verbunden. Deshalb müssen wir auch so leben, damit der Himmel auf Erden sichtbar wird.“ Dazu gehöre es, zusammen zu helfen, sich gegenseitig zu unterstützen, zu essen zu geben und Armen zu helfen.
 
Danach setzte sich die Begegnung im Gottesdienst bei einer Brotzeit im angrenzenden Garten des Seelsorgezentrums der Diözese Augsburg fort. Ehrenamtliche Helferinnen der Pfarrgemeinde St. Ulrich und Afra halfen bei der Ausgabe mit. Bezuschusst wurde die Brotzeit vom Diözesanwerk für behinderte und hilfsbedürftige Menschen.