Finanzen

Bischöflicher Stephana-Hilfsfonds: Sonderzuschuss für Kirchenstiftungen

16.09.2020 11:56

Augsburg (pba). Das Bistum Augsburg hat seinen Kirchenstiftungen jüngst einen pauschalen Sonderzuschuss ausgezahlt. Dieser einmalige Zuschuss in Höhe von 1,50 Euro pro gemeldetem Katholik soll die Kirchenstiftungen dabei unterstützen, die durch die Corona-Pandemie bedingten wirtschaftlichen Herausforderungen besser bewältigen zu können. Die finanziellen Mittel stammen aus dem Bischöflichen Stephana-Hilfsfonds.

Auch wenn die Zahlungsfähigkeit von Kirchenstiftungen nicht akut von Liquiditätsengpässen gefährdet ist, spüren viele Pfarrgemeinden das Ausbleiben von Einnahmen bei häufig gleichbleibenden Ausgaben drastisch. Diese schwierige finanzielle Situation resultiert aus dem von Gottesdienstabsagen und begrenzten Teilnehmerzahlen bedingten Rückgang der Kollekten oder aus der Absage von Pfarrfesten und ähnlichen kirchlichen Veranstaltungen.

Für Bischof Dr. Bertram Meier sind die aus dem Bischöflichen Hilfsfonds bereitgestellten finanziellen Mittel ein wirksames Instrument der Solidarität mit den Kirchenstiftungen in unserem Bistum. „Ich bin dankbar, dass wir mit diesem einmaligen Zuschuss ein deutliches Signal der Unterstützung an unsere Pfarrer, Kirchenpfleger und Gläubigen in den Pfarreien senden können: Wir lassen euch nicht allein – und hoffen, dass dadurch das Netz der Kirche flächendeckend engmaschig geknüpft werden kann!“, betont Bischof Bertram. Es sei gerade in der aktuellen Situation wichtiger denn je, dass wir als Kirche von Augsburg zusammenstehen.

Mit den 500.000 Euro, die die diözesane Abteilung Weltkirche für Sofort- und Überlebenshilfe in weltkirchliche Projekte nach Lateinamerika, Asien, Afrika und Osteuropa weiterleiten konnte, wurden aus Mitteln des Fonds bislang etwas mehr als 3,5 Mio. Euro aufgewendet.

Die Corona-Pandemie ist noch nicht überstanden: Deshalb können Kirchenstiftungen ihre Anträge auf Liquiditätshilfe an den Hilfsfonds nach wie vor über folgende E-Mail-Adresse einreichen: stephana-hilfsfonds@bistum-augsburg.de. Eine Vorlage dazu steht unter anderem auf der Bistumsseite zum Herunterladen bereit.

Die Diözese hat Ende März 2020 den Bischöflichen Stephana-Hilfsfonds aufgelegt. Er ist zunächst mit 10 Millionen Euro dotiert. Mit ihm soll Pfarrgemeinden und kirchlichen Einrichtungen, die von der Corona-Pandemie unmittelbar betroffen sind und sich etwa caritativ oder weltkirchlich engagieren, solidarisch geholfen werden. Ziel des Fonds ist es insbesondere, bei laufenden Vorhaben kurzfristige Liquidität zu garantieren. Dies kann in Form von Sonderzuschüssen, langfristiger zinsloser Darlehen oder auch durch die Gewährung von Sicherheiten Dritten gegenüber erfolgen. Benannt ist der Fonds nach der frühchristlichen Märtyrerin Corona, deren griechischer Name "Stephana" lautet.