17:58:57
17:58:57
17:58:57

Ulrichswoche

Himmelsspuren auf der Erde: Frauenwallfahrt mit Weihbischof Florian Wörner

Foto: Maria Steber / pba
Foto: Maria Steber / pba
11.07.2018

Augsburg (pba). Traditionell am Mittwoch in der Ulrichswoche pilgern die Frauen in den frühen Morgenstunden zum Grab des Bistumspatrons. So auch heute: Begleitet von Weihbischof Florian setzte sich der Pilgerzug mit rund vierhundert Frauen ausgehend vom Dom über die Maxstraße bis hin zur Basilika St. Ulrich und Afra in Bewegung. Neben dem Wegkreuz, das den Wallfahrerinnen vorausging, umsäumten auch zahlreiche blaue und weiße Fahnen den Pilgerzug. Sie wurden von den Frauen aus den teilnehmenden Zweigvereinen des Katholischen Deutschen Frauenbunds im Bistum Augsburg (KDFB) getragen.  

Das Motto der diesjährigen Frauenwallfahrt, „Himmelsspuren auf Erden“, wurde passend zum Leitwort der Ulrichswoche ausgewählt. „Wir wollen mit unserem Motto die Frage stellen, wie wir die Spuren des Himmels in unserer Welt sichtbar machen können. Samen des Friedens auszusäen und die Schöpfung zu bewahren ist uns als Frauenbund ein besonderes Anliegen“, erklärt Ulrike Stowasser, Diözesanvorsitzende des KDFB Diözesanverband Augsburg. Kleine Tüten mit Samenkörnern, die im Anschluss an den Gottesdienst verteilt wurden, sowie Gebete auf dem Pilgerweg griffen das Motto inhaltlich auf.

Auch im anschließenden Pontifikalamt mit Weihbischof Florian Wörner in der Ulrichsbasilika wurde das Thema immer wieder spürbar. „Der Himmel ist der Ort, der voll ist von Gott, wo Gottes Wille ganz und gar geschieht“, stellte der Weihbischof in seiner Predigt fest. Um den Willen Gottes zu erkennen und „Himmelsspuren auf der Erde zu setzen“, rief er die Frauen dazu auf, sich mit Jesus zu beschäftigen, sich mit seinem Wort auseinanderzusetzen, zu beten und die Heilige Messe am Sonn- und Werktag mitzufeiern. Denn in Jesus, so der Weihbischof, habe das Wort Gottes ein Gesicht bekommen. „In Jesus hat Gott uns sein Gesicht gezeigt“, betonte er. Wer sich Gottes Wille zu eigen mache, sei auf dem besten Weg, den Himmel auf Erden wirksam zu machen. „Gottes Liebe nimmt wahr, dass in mir und auch im anderen Christus ist.“ Dies zu wissen, lasse uns „Himmelsspuren suchen und finden und solche auch setzen“, betonte der Weihbischof.  

Die erste Frauenwallfahrt des KDFB fand 1947 statt. In seinen Ursprüngen war sie vor allem vom Gebet um Friede und Versöhnung geprägt. Durch das Segnen von Ulrichsbroten als Zeichen der Versöhnung und Solidarität wird diese Tradition bis heute gepflegt.

 

Foto: Maria Steber / pba.
Foto: Maria Steber / pba.
Foto: Maria Steber / pba.
Foto: Maria Steber / pba.
Foto: Maria Steber / pba.
Foto: Maria Steber / pba.