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Diakonenweihe

„Im Dienst des Wortes, des Altares und der Liebe“: Bischof Konrad weiht vier Männer zu Diakonen

Bischof Konrad hat heute vier Priesteramtskandidaten zu Diakonen geweiht. (Fotos: Simone Zwikirsch / pba)
Bischof Konrad hat heute vier Priesteramtskandidaten zu Diakonen geweiht. (Fotos: Simone Zwikirsch / pba)
05.05.2018

Augsburg (pba). Bischof Dr. Konrad Zdarsa hat heute in der Basilika St. Ulrich und Afra in Augsburg vier Männer aus dem Priesterseminar St. Hieronymus durch Handauflegung und Gebet zu Diakonen geweiht: Dominic Ehehalt aus der Pfarrei Mariä Verkündigung in Wullenstetten, Marco Leonhart aus St. Valentin in Pforzen, Dominik Loy aus St. Fridolin in Ustersbach und Florian Stadlmayr aus St. Peter in Sandizell. Als Diakone werden sie die Diakonie, den Dienst helfender Liebe, künftig in ihrem Namen tragen, wandte sich Bischof Konrad in seiner Predigt an die Weihekandidaten.

Die Gläubigen erinnerte der Bischof daran, wie unentbehrlich der Dienst am Nächsten in einer Pfarrei oder Seelsorgeeinheit sei. Dies sei ihm besonders bei den Bischöflichen Pastoralvisitationen in den Pfarreien deutlich geworden. „Wenn die Kirche im Dorf bleiben soll, dann muss sie es auch mit ihrer diakonischen Fürsorge sein.“ Die Diakonie als eine der Grunddienste der katholischen Kirche hänge wesentlich davon ab, dass „einzelne Persönlichkeiten sich dafür bezeichnen lassen und zur Verfügung stellen“, so der Bischof. Wie gut sei es da, „wenn einem geweihten Diakon die Leitung und Koordinierung aller caritativen diakonischen Aktivitäten der Pfarrgemeinde anvertraut werden können.“ Das sei allerdings vor allem den Ständigen Diakonen angemessen. Von diesen würden sich die heutigen Weihekandidaten dadurch unterscheiden, dass sie sich auf dem Weg zum Priestertum befinden. Durch die heutige Weihe blieben sie jedoch immer auch Diakone, die „im Dienst des Wortes, des Altares und der Liebe“ für alle da seien und deren Hauptaufgabe im Dienst helfender Liebe bestehe.

Als Diakone sollen sie in all ihren Diensten und Aufgaben so handeln, „dass man in ihnen wahre Jünger Jesu Christi erkennt“, richtete Bischof Konrad das Wort an die vier Weihekandidaten. Denn dieser sei nicht gekommen um sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen. Dass wir mit allem zum Ihm kommen dürfen, sei ja das Große und Schöne an unserem Glauben, betonte der Bischof. „Und gerade in dieser unserer Zeit wird es darauf ankommen, an dem festzuhalten, wofür das Kreuz in unseren Räumen steht" - die hingebende Liebe Christi. Dabei bezog sich Bischof Konrad auf seinen Primizspruch: „Nichts kann uns trennen von der Liebe Christi."

Die vollständige Predigt von Bischof Konrad im Wortlaut finden Sie hier:

application/pdf
Diakonenweihe 2018 (pdf / 67,38 kB)

 

Die neuen Diakone

Dominic Ehehalt (30) stammt aus der Pfarrei Mariä Verkündigung in Wullenstetten. Er arbeitete zunächst als Bankkaufmann und Bankfachwirt und studierte dann Theologie in Augsburg und Wien. Derzeit ist er in der Pfarrei St. Stephan in Mindelheim für das Diakonatspraktikum eingesetzt.

Dominik Loy (29) kommt aus der Pfarrei St. Fridolin in Ustersbach. Nach seiner Ausbildung zum Fachinformatiker machte er am Augsburger Bayernkolleg das Abitur. In Augsburg und München studierte er anschließend Theologie. Derzeit durchläuft er das Diakonatspraktikum in der Pfarrei St. Ulrich und Afra in Augsburg.

Marco Leonhart (44) aus der Pfarrei St. Valentin in Pforzen hat zwanzig Jahre lang als Polizist gearbeitet. Nach einem Postulat bei den Ordensbrüdern vom Hl. Blut in Aufhausen bei Regensburg trat er ins Augsburger Priesterseminar ein. Sein Theologiestudium absolvierte er im Studienhaus St. Lambert in Lantershofen/Eiffel, einem Seminar für Spätberufene. Für das Diakonatspraktikum ist er derzeit in der PG Wallerstein eingesetzt.

Florian Stadlmayr (31) kommt aus der Pfarrei St. Peter in Sandizell und machte zunächst eine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger. Vor seinem Theologiestudium in Augsburg und Maynooth/Irland holte er am Spätberufenenseminar St. Matthias in Waldram das Abitur nach. Sein Diakonatspraktikum absolviert er momentan in der PG Dillingen.

Der Dienst des Diakons

Bei der Diakonenweihe versprechen die Kandidaten, ihr ganzes Leben in den Dienst Gottes und der Kirche zu stellen. Aufgaben des Diakons sind unter anderem, feierlich die Taufe zu spenden, dem Bischof und den Priestern bei der Feier der Eucharistie zu helfen, der Eheschließung zu assistieren und das Brautpaar zu segnen, das Evangelium zu verkünden und zu predigen, den Begräbnissen vorzustehen und sich den verschiedenen caritativen Diensten zu widmen.