Jugendwerkwoche

Impulse zur Begleitung junger Menschen

17.02.2020 14:50

Augsburg (pba). Vielfältige Impulse zur (geistlichen) Begleitung junger Menschen und Inspirationen aus der Jugendsynode bekommen seit heute über 140 Verantwortliche der katholischen Jugendarbeit im Bistum Augsburg. „HörGe(h)Rät“ lautet das Motto der dreitägigen Jugendwerkwoche, die traditionell Anfang des Jahres im Haus St. Ulrich in Augsburg stattfindet.

Vielfältige Impulse zur Begleitung junger Menschen: Dies bekommen seit heute über 140 Teilnehmer der Jugendwerkwoche (Fotos: Maria Steber / pba).

„Papst Franziskus hat eine Vision für die Jugendpastoral und packt dies in nur zwei Wörter: ‚Christus vivit – Christus lebt‘. Er will, dass die jungen Menschen lebendig sind und lädt uns deshalb dazu ein, sensibel für den Ruf Gottes zu sein und Jugendlichen eine gute Begleitung anzubieten“, so Diözesanjugendseelsorger Dr. Florian Markter, Leiter der Hauptabteilung „Evangelisierung – Jugend – Berufung“, zum diesjährigen Thema der Fortbildungsveranstaltung. Das nötige Handwerkszeug lernen die Teilnehmer/-innen sowohl in Vorträgen als auch in Workshops in den kommenden drei Tagen kennen: „Jugendliche wünschen sich, dass sie jemand begleitet und jemand mitgeht auf ihren Wegen. Alle, die in der Jugendpastoral tätig sind, möchten wir deshalb für diese Tätigkeit vor Ort stärken und sie zu kompetenten Begleitern von Jugendlichen rüsten“, erklärt Dr. Pascal Gläser, Leiter der siebenköpfigen Vorbereitungsgruppe und stellvertretender Leiter des Bischöflichen Jugendamtes.  

Die Grundlagen einer berufungsorientierten Begleitung junger Menschen stellte Angelika Gabriel, Diplomtheologin, Bildungsreferentin und Beraterin aus Eggenfelden, gleich zu Beginn der Jugendwerkwoche vor. Sie gliederte ihren Vortrag in zwei Schritte und ging dabei zunächst auf das Wort „Berufung“ und seine Bedeutung ein. Eine ganzheitliche Berufung sei von drei Dimensionen getragen: der Berufung zum Leben, zum Glauben und Christsein sowie zum Dienst und Auftrag. Was es heißt, berufungsorientiert zu begleiten, machte sie danach anhand von mehreren Leitbildern und Ideen deutlich. Die Diplomtheologin gab Einblicke, wen es zu begleiten gilt und wohin, was es heißt, „Begleiter“ zu sein, wie eine Begleitung auf dem Fundament von Jesus Christus aussieht und was einen berufungsorientierten Begleiter ausmacht. „Berufungsorientierte Begleitung gelingt, wenn sie zum Leben führt, den Glauben stärkt und zum Tun ermutigt“, so Angelika Gabriel abschließend.              

Neben jeder Menge inhaltlicher Informationen durch Vorträge und Workshops wird bei der Jugendwerkwoche auch der Austausch der Teilnehmer/-innen untereinander groß geschrieben. „Die Jugendwerkwoche bietet die Gelegenheit, mit Kollegen ins Gespräch zu kommen, die auch in der Jugendpastoral tätig sind, auf die man im Arbeitsalltag aber nur selten trifft. Der Austausch über ähnliche Themenfelder ist fruchtbringend und liefert Impulse für das tägliche Arbeitsleben“, erklärt Julia Spanier, Pastoralreferentin und Mitglied im Vorbereitungsteam. Austausch und gegenseitiges Kennenlernen ist auch das Ziel eines besonderen Kamingesprächs, das am Dienstagabend stattfinden wird: Der ernannte Bischof, Diözesanadministrator Prälat Dr. Bertram Meier, stellt sich den Fragen der Mitarbeiter/-innen.     

Ein weiterer Höhepunkt im Rahmen der Jugendwerkwoche wird heute Abend die Verleihung des Bischof-Simpert-Preises für herausragende Projekte der kirchlichen Jugendarbeit sein. Der Preis wird heuer zum ersten Mal in Form eines Poetry-Slams überreicht. Die literarisch selbst verfassten Texte stammen von der Franziskanerschwester Daniela Martin vom Crescentiakloster in Kaufbeuren. Sie werden von ihr in der Vesper sowie bei der Verleihung vorgetragen.