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Ulrichswoche

„Kirche in Bewegung“ - Radwallfahrt nach Augsburg erfreut sich immer größer Beliebtheit

09.07.2018

„Das Gleichgewicht der Kirche ähnelt dem Gleichgewicht eines Fahrrads: Es ist sicher und geht gut, wenn es in Bewegung ist. Wenn du es aber stehenlässt, dann fällt es um.“ Kaum ein anderes Zitat von Papst Franziskus könnte besser auf die diesjährige Radwallfahrt passen, zu der sich 280 Radler aus dem Raum Donauwörth und Dillingen nach Augsburg zum Grab des Hl. Ulrich aufmachten. In Bewegung bleiben - Diese Erfahrung machte am vergangenen Samstag der beeindruckende Radlertross, der bei bestem Wetter an vier besinnlichen Stationen auf das Leben des Bistumspatrons schaute.  „Lassen wir uns von ihm einen Weg zeigen, wie wir heute helfen können, dass Gottes Wille geschehe - Wie im Himmel, so auf Erden“, lautete ein Text im Wallfahrtsheft, der das Motto der diesjährigen Ulrichswoche aufgriff.

 In gemeinsame Gebete und Lieder legten die Radler aus Donauwörth und Weisingen bei Dillingen ihre persönlichen Anliegen und machten sich Gedanken, wie sie in ihrem Leben ein Stück Himmel auf die Erde bringen können. Ein verbindendes Element zwischen Himmel und Erde waren die zum Thema passend gestalteten Wallfahrtskerzen, die bei jeder Station der beiden Gruppen angezündet wurden und ab dem Ende der Ulrichswoche am Grab des Heiligen Ulrich brennen werden.

Dekan Robert Neuner und Pfarrer Wolfgang Rauch von der Pfarreiengemeinschaft Marxheim-Daiting radelten den 230 Radwallfahrern von der Donauwörther Innenstadt über die  Staustufe nach Mertingen voran. Dort gab Pater Alexander Thuruthikkatt den Radpilgern den Wallfahrtsegen. In Kloster Holzen schlossen sich weitere Radler unter andrem aus dem Zusamtal der Gruppe an. Ab Ostendorf ging es am Lech entlang zur Mittagspause in Herbertshofen, wo sie von Familie Kraus und den Naturfreunden Herbertshofen mit fertig gebratenen Bratwürsten und kühlen Getränken erwartet wurden. Gestärkt ging es zur vierten Station an der Europawiese Gersthofen. Mit Applaus begrüßt wurden sie von der 50 Personen umfassenden Weisinger Wallfahrergruppe, die mit Pfarrer Josef Kühn von der Pfarreiengemeinschaft Aschberg und Pfarrer Johannes Schaufler aus Gundelfingen, die sportlichere Wallfahrtsroute durch den Weisinger Forst, nach Altenmünster und Hirblingen genommen hatte. Dann ging es auf zur letzten Etappe Richtung St. Ulrich und Afra. Von der Lechbrücke in Lechhausen an leitete die Polizei mit 3 Motorrädern und drei Autos den Radler-Konvoi sicher durch die Innenstadt.

Stadtpfarrer Christoph Hänsler empfing die die nordschwäbischen Radler im Hof der Basilika mit Weihwasser und kühlen Getränken. Unter den schattigen Bäumen erholten sie sich vor dem feierlichen Gottesdienst, den Prälat Dr. Bertram Meier, Leiter des Bischöflichen Seelsorgeamts, mit ihnen feierte. In seiner Predigt zitierte er Papst Franziskus, der die Kirche mit einem Fahrrad verglich: „Wir müssen in die Pedale treten, so wie Sie heute, so kommt die Kirche voran und bleibt in Bewegung.“ Mit schwungvollen Liedern brachte die Gruppe „Heart Chor“ aus Tapfheim Bewegung in den von ihr musikalisch gestalteten Gottesdienst, für den sie eigens das Ulrichslied einstudiert hatte.

Hedwig Leib, Büroleiterin der Seelsorgeamts-Außenstelle Donauwörth und Organisatorin, dankte am Schluss der Radwallfahrts-Crew, die unterwegs so manchen platten Reifen wieder fit gemacht hatte, den Feuerwehren Ehingen und Nordendorf für die Absperrhilfen sowie allen, die mit vielen großen und kleinen Handgriffen die Radwallfahrt stets in Bewegung hielten.