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Schulwerksgottesdienst zur Ulrichswoche

"Mit Mut und Vertrauen unterwegs"

Fast tausend Schülerinnen und Schüler aus kirchlichen Schulen in Augsburg, Illertissen, Wettenhausen, Immenstadt, Mindelheim und Donauwörth haben an diesem Donnerstag gemeinsam mit dem Bischofsvikar für Schule, Weihbischof Florian Wörner, zahlreichen Lehrkräften und Schulseelsorgern ein lebendiges „Fest des Glaubens“ gefeiert. Der Schulwerksgottesdienst in der Basilika St. Ulrich und Afra stand heuer unter dem Motto „Mit Mut und Vertrauen – unterwegs mit dem heiligen Ulrich“. Der Bischofsvikar griff in seiner Predigt das diesjährige Leitwort der Ulrichswoche („Löscht den Geist nicht aus!“) auf und sprach davon, was die Gaben des Heiligen Geistes, speziell der Mut, und das regelmäßige Gebet für das Leben jedes Einzelnen bedeuten können.

Das "Anspiel" beim Schulwerksgottesdienst zur Ulrichswoche gab einen Einblick in das Leben des heiligen Ulrich. (Fotos: Nicolas Schnall / pba)

Das veranschaulichten auch Donauwörther Schülerinnen und Schüler, die zu Beginn des Gottesdienstes spielerisch in das Thema und das Leben des Bistumspatrons einführten. Die Botschaft: Auch wenn „mutig sein“ erst einmal nach Superhelden klingen mag, bedeute Mut eigentlich etwas ganz anderes. „Für andere da sein. Nicht wegschauen. Hoffnung haben, auch wenn es schwierig wird.“ Hier könnten historische Persönlichkeiten wie der heilige Ulrich, der auch als hörender, verlässlicher und fürsorglicher Bischof nah bei den Menschen war, als Vorbild dienen, so der Tenor des kurzen Anspiels.

Diese Steilvorlage nahm auch Weihbischof Wörner in seiner Predigt auf. Am Beispiel des Feuers, das der Weihbischof in seiner zerstörerischen, aber auch energiespendenden Kraft zeichnete, veranschaulichte er, dass das Feuer des Heiligen Geistes – anders als bei einem Waldbrand – „am Brennen bleiben, ja immer mehr entfacht werden“ sollte. Man merke schnell, dass jemand vom Geist entflammt ist und für eine Sache brennt, wenn er Mut hat, die Arme hochkrempelt, anpackt und hilft, wie es der heilige Ulrich vor 1000 Jahren getan habe, betonte.

Das bedeutete für ihn damals, wie ein guter Hirte zur Stelle zu sein und den ihm anvertrauten Menschen zu Seite zu stehen, Ungerechtigkeit und Missstände zu beheben, Konflikte zu lösen, kurzum: mutig zu sein. „Arme Menschen, denen das Notwendige zum Leben fehlte, waren bei ihm besonders im Blick. Niemand sollte leer ausgehen, alle wurden umsorgt“, beschrieb der Weihbischof den Heiligen als jemanden, der vom Feuer des Heiligen Geistes erfüllt und von Gottes Liebe geprägt war.

So wie das Gebet und der Gottesdienst für Bischof Ulrich seinerzeit „wie die Luft zum Atmen“ gewesen sei und die Begeisterung für die christliche Botschaft in seinem Leben wachgehalten habe, so empfahl der Weihbischof auch den Schülerinnen und Schülern, dranzubleiben an der Freundschaft mit Gott, seine Nähe zu suchen, daraus Kraft zu schöpfen und sich davon prägen zu lassen. „Beten gibt Mut, Kraft und Zuversicht. Es macht froh, inspiriert und ist wie ein Kompass, der hilft sich im Leben gut zurechtzufinden“, ermutigte er sie zum regelmäßigen Gebet. Unterstützend dazu wird jeder Schüler und jede Lehrkraft nach den Sommerferien eine kleine Gebetssammlung an die Hand bekommen, um besser mit Gott ins Gespräch zu kommen.

Zum Schluss der stimmungsvollen Feier bedankte sich Schulwerksdirektor Peter Kosak bei allen Mitwirkenden und wünschte sich, dass sämtliche Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer einen Funken dieses Feuers und dieser Begeisterung in den Alltag und in die bevorstehenden Schulferien mit hineinnehmen. „Löscht es nicht aus, sondern lasst es brennen.“

Verantwortlich für die Gestaltung des Gottesdienstes waren heuer Schülerinnen und Schüler der Realschule St. Ursula aus Donauwörth, die diesen mit Annabell Kaps, verantwortlich für Schulpastoral und Pädagogik, vorbereitet hatten. Musikalisch umrahmt mit modernen geistlichen und poppigen Liedern wurde die Feier vom Orchester und Chor der Schule.

Das Schulwerk der Diözese Augsburg wurde 1975 unter Bischof Dr. Josef Stimpfle errichtet und ist der größte private Schulträger in Bayern. Es betreibt 46 Schulen mit insgesamt rund 20.000 Schülerinnen und Schülern auf dem gesamten Bistumsgebiet. Die meisten dieser Bildungseinrichtungen waren ursprünglich Ordensschulen.