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Deutsche Bischofskonferenz

Europäischer Workshop in Auschwitz: Für Frieden und Versöhnung

Vom 11. bis 16. August 2026 wird der 17. Europäische Workshop der Maximilian-Kolbe-Stiftung zum Umgang mit der gewaltbelasteten Vergangenheit von Auschwitz in Oświęcim (Polen) stattfinden. Wie jedes Jahr versammelt die Stiftung Menschen aus verschiedenen Teilen Europas sowie dem Südsudan, um über Versöhnung und Dialog vor dem Hintergrund der derzeitigen Konflikte in Europa zu diskutieren. Die Teilnehmenden kommen aus Polen, Deutschland, der Ukraine, aus Russland, Estland, Lettland, Litauen, Bulgarien, Albanien, Bosnien-Herzegowina, Italien, Irland und dem Südsudan.

Bischof Dr. Bertram Meier, Stiftungsratsvorsitzender und Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, der während des Workshops über die Rolle der Kirche in Versöhnungsprozessen sprechen wird, erläutert: „Über die gemeinsame Auseinandersetzung mit Auschwitz und den Folgen des Zweiten Weltkriegs lernen die Teilnehmenden einander besser kennen und verstehen. Das in diesen durchaus konfliktiven Prozessen wachsende Vertrauen schafft belastbare Grundlagen für weitere Kooperationen und Projekte. Dieses Vertrauen beruht darauf, dass die Stiftung auch die Rolle der Kirche und Religionsgemeinschaften in den Prozessen der Gewaltüberwindung und der Versöhnung kontinuierlich reflektiert. Sie versteht ihre Arbeit als einen Beitrag zur Weiterentwicklung der kirchlichen Friedens- und Versöhnungsarbeit.“

Dr. Jörg Lüer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Stiftung, sagt: „Der Workshop spielt eine wichtige Rolle beim Aufbau eines internationalen und vor allem europäischen Netzwerks von Akteuren der Friedens- und Versöhnungsarbeit. Er stärkt die Partner der Stiftung in den verschiedenen Ländern dadurch, dass zum einen Personen weitergebildet werden können und zum anderen die je eigene Arbeit in einem weiteren europäischen Kontext gesehen werden kann.“ Lüer betont, dass mit dem Workshop eine multiperspektivische Lernbewegung entsteht und „ein klares Zeichen der Teilnehmenden gesetzt wird, dass die trennenden Folgen der Gewalt nicht das letzte Wort haben“. Der Workshop sei ein sichtbares Zeichen und Werkzeug der Versöhnung.

Hintergrund
Die Maximilian-Kolbe-Stiftung wurde 2007 mit Unterstützung der Polnischen und der Deutschen Bischofskonferenz gegründet. Ziel der katholischen Stiftung ist es, Beiträge zur Stärkung der kirchlichen Versöhnungsarbeit in Europa zu leisten und sich für Opfer von Unrecht und Gewalt zu engagieren. Der hl. Maximilian Kolbe gab 1941 sein Leben stellvertretend für einen Mithäftling im Konzentrationslager Auschwitz und setzte damit ein Zeichen, dass Hass und Gewalt nicht das letzte Wort haben.

Hinweise

Weitere Informationen zum Workshop in Oświęcim/Auschwitz sind unter www.maximilian-kolbe-stiftung.de verfügbar.