Woche der Brüderlichkeit

Online-Vortrag: Das Buch Judit neu gehört

03.03.2021 10:15

Im Rahmen der diesjährigen Woche der Brüderlichkeit (7. bis 14. März) hält Prof. Dr. Barbara Schmitz aus Würzburg am Montag, 8. März, um 19.30 Uhr einen Online-Vortrag über das alttestamentliche Buch Judit. Oberflächlich betrachtet fasziniert der Stoff durch "sex and crime", aber die griechische Version der Erzählung eröffnet einen tiefgründigeren Zugang. Anmeldung auch bei der Erwachsenenbildung.

Judit und Holofernes in der Sixtina (Foto: wikimedia).

Judit, eine wunderschöne Frau, tötet Holofernes, den General der Assyrer und rettet auf diese Weise Israel. Das Buch Judit ist in Kunst, Musik und Literatur vielfach rezipiert worden. Die griechische Version der Erzählung schildert Judit allerdings auch als eine theologisch reflektierte Frau, die ihren Mund für Andere aufmacht und damit alternative Handlungsmodelle eröffnet. Damals wie heute?
Anmeldung schriftlich oder telefonisch erforderlich:
Evangelisches Forum Annahof: (0821) 450171200

Prof. Dr. Barbara Schmitz hat in Passau, Jerusalem und Münster Katholische Theologie studiert. In Münster promovierte sie 2003 mit der Arbeit „Gedeutete Geschichte. Die Funktionen der Reden und Gebete im Buch Judit“. 2005 folgte die Habilitation an der Universität Regensburg. Nach Tätigkeiten als Wissenschaftliche Assistentin in Bamberg und Fribourg (Schweiz) sowie als Oberstudienrätin im Hochschuldienst an der Universität Duisburg-Essen ist sie seit 2010 Universitätsprofessorin, zunächst an der TU Dortmund und seit 2011 für „Altes Testament und biblisch-orientalische Sprachen“ an der Universität Würzburg. Forschungsschwerpunkte von Barbara Schmitz sind die jüdische Literatur der hellenistischen Zeit, v.a. das Buch Judit und die Makkabäerbücher, sowie das Spannungsfeld von Erzählforschung und Altem Testament. Daneben ist sie Mitglied in zahlreichen wissenschaftlichen Sozietäten, im Gesprächskreis „Juden und Christen“ beim Zentralkomitee der deutschen Katholiken und in der Unterkommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum der Deutschen Bischofskonferenz.