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Ulrichswoche

Tag der Ehejubilare: Mehr als 350 Jubelpaare stellen ihre Ehe unter den Segen Gottes

07.07.2017

Augsburg (pba). Die Ulrichsbasilika war am heutigen Tag der Ehejubilare mit mehr als 350 Jubelpaaren bis auf den letzten Platz gefüllt: mehr als 220 Goldene Hochzeitspaare, rund 80 Juwelenhochzeitspaare (55 Jahre) und 50 Ehepaare, die in diesem Jahr ihr Diamantenes Jubiläum (60 Jahre) begehen sowie weitere 15 Paare, die seit mehr als sechs Jahrzehnten verheiratet sind. Sie feierten beim Pontifikalgottesdienst mit Weihbischof Dr. Dr. Anton Losinger ihr Jubiläum und dankten Gott, dem Fundament ihrer ehelichen Treue. „Ich gratuliere ihnen, dass sie voll Dankbarkeit auf eine Wegstrecke zurückblicken können, bei der sie die Liebe zueinander bewahren konnten“, so der Weihbischof. Im Anschluss an den Gottesdienst empfingen die Eheleute den Einzelsegen.

In seiner Predigt betonte Weihbischof Losinger, dass das Erfolgsrezept einer gelingenden Ehe sei, sich ständig und kontinuierlich um einander zu bemühen. Mit Blick auf die Ehepaare, die seit Jahrzehnten zusammenleben, wählte er einen Vergleich aus der Biografie des heiligen Ulrich. Als Bischof sei er während seiner 50 Jahre dauernden Amtszeit häufig mit dem Ochsenkarren durch sein Bistum gereist, „angetrieben von der Sorge für die Menschen, sie aufzurichten, zu trösten und ihnen zu helfen“.

Mit einer solchen „Ochsenkarrentour“ verglich der Weihbischof das Eheleben der Paare: bei vielen sei es nicht gleich Liebe auf den ersten Blick gewesen, sondern es bedurfte einer gewissenhaften Suche, um sich gegenseitig zu finden und kennenzulernen. Zudem sprach er die Herausforderungen einer Ehe an, die Sorge um die Erziehung der Kinder – auch die religiöse. Gerade heutzutage, wo religiöse Sprache und Gewohnheiten immer mehr abhandenkommen, ermutigte Weihbischof Losinger die vor ihm sitzenden Großeltern, ihren Enkelkindern Antworten auf Fragen zu geben, die vor allem auch sie geben könnten. Zuletzt wünschte er den Jubilaren, dass sie „beharrlich im Gespräch miteinander bleiben“. Viele der heutigen Ehen scheitern nicht aufgrund von Streit, sondern sobald das Sprechen aufhört und die Ehepaare nicht mehr die Liebe und die Energie aufbringen, so der Weihbischof.