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Bistum Augsburg baut junges Onlineportal weiter aus

25.10.2019 11:00

Augsburg (pba). Das Gesicht einer frischen, jungen und smarten Kirche in den Medien abbilden – das ist das Ziel des Onlineportals „Credo“. Heute geht das Projekt des Bistums Augsburg mit einem grundlegend überarbeiteten Internetauftritt an den Start. Diözesanadministrator Dr. Bertram Meier wird den Startknopf drücken und die neu gestaltete Website aktivieren. „Ich freue mich, dass wir im Bistum diese Möglichkeit der digitalen Neuevangelisierung nutzen“, betont Prälat Dr. Meier. „Credo schafft es auf erfrischende und moderne Weise, die Authentizität des persönlichen Glaubenszeugnisses mit fundierter Kirchlichkeit zu verbinden.“

Das Portal richte sich an Menschen, die auf der Suche nach Sinn und Glauben sind, erklärt Domvikar Dr. Florian Markter, Leiter der Hauptabteilung „Evangelisierung, Jugend und Berufung“, die Idee der Seite. „Wir wollen mit ihr junge Menschen im Bistum Augsburg erreichen, sie vernetzen und für einen christlichen Lebensstil, den Jesus-Life-Style, motivieren“. Unter diesem Claim werden klassische Magazinthemen zu Glaubensfragen und Evangelisierung zu finden sein. Im ersten Thema nach dem Neustart geht es um die Neuevangelisierung in Pfarreiengemeinschaften und deren Rolle für die Zukunft der Kirche. „Wir sind davon überzeugt, dass die Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften in unserem Bistum Zukunft und Wachstumspotential haben“, verdeutlicht Domvikar Markter. „Darum stellen wir in den nächsten Monaten die Frage ‚Why Pfarrei?‘ und zeigen anhand konkreter Beispiele in unserer Diözese, wie aus Pfarreien wieder Orte lebendiger Jesusbeziehung werden können.“

Darüber hinaus wird es auf Credo eine Kategorie „Inspiration“ mit Glaubenszeugnissen und Musikimpulsen geben. Eine Onlinekapelle bietet zudem wie bisher die Möglichkeit, Gebetsanliegen zu teilen. Unter der Kategorie „Mach mit“ finden sich spannende Veranstaltungen für junge Christen im Bistum. Eine davon wird beispielsweise der regelmäßige Glaubensabend „Jesus im Wohnzimmer“ im Basical-Haus in Augsburg sein. Dieser startet Ende November und soll als Grundstein für eine wachsende Credo Community dienen.

Doch nicht nur inhaltlich wird sich auf der Seite etwas verändern. „Um junge Menschen zum Mitmachen zu begeistern, muss die Website auch optisch ansprechend gestaltet sein“, betont Domvikar Markter. In Zusammenarbeit mit der Augsburger Agentur Büroecco sei deshalb ein neues, modernes Design- und Farbkonzept entstanden. „Mit ästhetischen Schriften, einem neuen Logo und ansprechenden Fotos ist die Website zu einem echten Eyecatcher geworden.“

Neben der Website bedient die Credo Redaktion auch verschiedene Social-Media-Kanäle mit ihren Inhalten. Vor allem der Instagram-Account und die Vernetzung mit lokalen christlichen „Influencern“ sei für die Neuausrichtung von Credo von zentraler Bedeutung, betont Veronika Striegel. Sie ist für die Redaktion von Credo verantwortlich. „In den letzten Monaten hat sich ein freundschaftlicher Kontakt zu jungen Instagrammern wie ,derboivomseminar‘ oder ,irisganznormal‘  entwickelt“, so Striegel. Die beiden seien junge Christen, die auf ihrem Profil über ihren Alltag und ihren Glauben erzählen und damit zahlreiche Follower erreichen. „Da diese Influencer und Credo eine gemeinsame Vision haben, hat sich eine ehrenamtliche, zwanglose Zusammenarbeit angeboten und inzwischen auch bewährt.“

Die Website „credo-online“ wurde vor drei Jahren vom Bistum Augsburg als Onlineprojekt ins Leben gerufen. Dr. Alexander Pschera von der Agentur Maisberger und Pfarrer Dr. Ulrich Lindl waren damals die Initiatoren. Konzipiert war credo-online als Dialogplattform, um den Glauben ins Gespräch zu bringen und das Evangelium im Netz zu verkünden. „Die damalige Idee einer Online-Community diente uns als Grundlage für den Erneuerungsprozess von Credo“, so Markter. Der neue Anspruch der Seite sei aber, über die reine Online-Verkündigung hinauszugehen und eine Gemeinschaft junger Christen aufzubauen, die an konkreten Orten gelebten Glaubens wirkt und wächst. Auf dieses Ziel sind auch die Inhalte der neuen Seite ausgerichtet. Sie werden vor allem die Themenbereiche (Neu-)Evangelisierung, Jugend und Berufung abdecken, mit denen sich auch die gleichnamige Hauptabteilung befasst. Damit versuche Credo zudem, einem Anliegen von Papst Franziskus nachzukommen, der in seinem Brief „An das pilgernde Volk Gottes in Deutschland“ vom Juni 2019 betont: „Evangelisieren bildet die eigentliche und wesentliche Sendung der Kirche.“

Credo ist in den vergangenen Jahren durch innovative Musikformate wie „Psalmobeats“, „Credo Unplugged“ und „Credo Rap“ über die Bistumsgrenzen hinaus bekannt geworden. Mit dem Song "Nimm mein Ja" des Credo-Mitarbeiters Raphael Schadt entstand daraus sogar die offizielle deutsche Hymne des Weltjugendtags 2019 in Panama. Dies soll auf der neuen Seite weitergeführt werden. Darüber hinaus werden jetzt unter stärkerer Einbindung von Musikern aus der Diözese neue Musikformate mit dem Fokus auf liturgische Anwendung angeboten.