Woche der Brüderlichkeit

Christlich-Jüdische Gemeinschaftsfeier im Dom

Zum Abschluss der Woche der Brüderlichkeit findet am Sonntag, 14. März, um 15.30 Uhr im Augsburger Dom eine christlich-jüdische Gemeinschaftsfeier statt. Teilnehmen werden unter anderem Bischof Dr. Bertram Meier, Rabbiner Dr. Tom Kucera, Regionalbischof Axel Piper und Mitglieder der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Die feierliche Schlussveranstaltung mit Festrede von Staatssekretärin Anna Stolz wird als Videoaufzeichnung abrufbar sein.

Die Gemeinschaftsfeier zum Abschluss der Woche der Brüderlichkeit findet heuer im Augsburger Dom statt. (Foto: Nicolas Schnall / pba)

Die bundesweite Eröffnung der "Woche der Brüderlichkeit" samt Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille 2021 an Christian Stückl findet am kommenden Sonntag, 7. März, in Stuttgart statt. Coronabedingt wurde die Veranstaltung ohne Publikum angesetzt. Die Feierlichkeit wird um 11.35 Uhr im SWR Fernsehen und über ARD Alpha übertragen. Eine Zusammenfassung des Festakts ist abends um 23.35 Uhr im Ersten zu sehen.

Nach mehreren Verschiebungen wolle der Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische-Zusammenarbeit mit dieser Lösung in unruhigen Zeiten ein deutliches und öffentliches Zeichen gegen Antisemitismus und für ein demokratisches Miteinander setzen, hieß es in der Ankündigung. Stückl bekommt die Auszeichnung für seinen Einsatz gegen Antisemitismus und Rassismus. Der Theatermann stehe für eine offene und plurale Gesellschaft. Die Laudatio auf den Preisträger hält der Münchner Kardinal Reinhard Marx.

Stückl habe sich als Leiter der Passionsspiele "von Anfang an dem Vorwurf des christlichen Antijudaismus gestellt" und "Zug um Zug die Aufführung entsprechend überarbeitet", hieß es. Dabei halte er Kontakt zu jüdischen Organisationen. Mit den Hauptdarstellern fahre er vor Beginn der Probenarbeit ins Heilige Land.

Als Regisseur schlage der Theatermann mit Inszenierungen wie "König David", "Moses" oder "Hiob" Brücken zu Themen der hebräischen Bibel als gemeinsamer Grundlage für Juden und Christen. Darüber hinaus reflektiere seine Arbeit als Theatermacher in besonderer Weise das neue Jahresthema des Deutschen Koordinierungsrates für 2021, das auch Leitthema der "Woche der Brüderlichkeit" sei. Es laute "...zu Eurem Gedächtnis: Visual History". Mit diesem Thema solle die Rolle visueller Medien für die Erinnerungs- und Gedenkkultur reflektiert werden.

Die seit 1968 vergebene Buber-Rosenzweig-Medaille ist benannt nach den jüdischen Philosophen Martin Buber (1878-1965) und Franz Rosenzweig (1886-1929). Mit ihr werden Personen, Institutionen oder Initiativen für Verdienste um eine Verständigung zwischen Christen und Juden ausgezeichnet.

Mit Material der KNA.