Sternsinger

Diözesane Eröffnung in Schwabmünchen

28.12.2019 17:10

Augsburg (pba). Ein riesiges Weihrauchfass ging dem Zug voraus, rund 450 kleine und große Könige folgten nach. In der Pfarreiengemeinschaft St. Michael Schwabmünchen ist heute die Sternsingeraktion für das Bistum Augsburg eröffnet worden.

Rund 450 Sternsinger kamen heute zur diözesanen Eröffnung nach Schwabmünchen. Diese Mädchen waren drei davon. (Foto: Maria Steber / pba).

Neben zahlreichen Vertretern von Kirche, Stadt und Politik, feierten Kinder und Jugendliche aus über 20 Pfarreien des Bistums mit. Ein feierlicher Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Michael, ein Sternsingerzug durch Schwabmünchen und ein umfangreiches Informationsprogramm zum diesjährigen Leitwort der Aktion bildeten die Höhepunkte des Tages.

Zu Botschaftern des Friedens ernannte Diözesanadministrator Prälat Dr. Bertram Meier die Sternsinger während des Gottesdienstes in der Schwabmünchner Stadtpfarrkirche. „Als Sternsinger gehört Ihr in das diplomatische Korps Jesu Christi, des Königs des Friedens. Ich freue mich, wenn Ihr diese Sendung so begeistert wahrnehmt“, wandte sich der Prälat an die zahlreichen Sternsingerinnen und Sternsinger in der bis zum letzten Platz gefüllten Pfarrkirche. Bezug nahm der Diözesanadministrator dann auch auf das diesjährige Beispielland der Aktion, den Libanon, wo ein Drittel der Gesamtbevölkerung Flüchtlinge sind. „Es ist toll, wenn so viele Menschen ihre Türen öffnen und so viele Flüchtlinge in ihr Land lassen. Schauen wir in den Libanon, wo es gelingt, dass Christen und Muslime friedlich zusammenleben“, ermunterte er die Kinder, Jugendlichen und zahlreichen Gottesdienstbesucher. Es sei wichtig, Türen zu öffnen, aber gleichzeitig zu zeigen, wo wir als Christen stehen. „Als Sternsinger zeigt Ihr wo Ihr hingehört. Wenn Ihr Euer Christsein lebt, seid Ihr automatisch Botschafter des Friedens “, betonte er und lud die Sternsinger dazu ein, auch aktiv in der Schule, der Freizeit und im Alltag für den Frieden einzutreten: „Nicht mit den Fäusten, sondern dem hochgehaltenen Stern“.

Als Botschafter des Friedens trat zu Beginn des Gottesdienstes bereits Pfarrer Christoph Leutgäb von der Pfarreiengemeinschaft Schwabmünchen auf: Symbolisch legte er als Erzengel Michael mehrere „Schwerter des Unfriedens“ vor dem Altar ab. Er sorgte damit für ein weiteres „Friedenszeichen“ in der Michaelskirche: denn über hundert weiße Friedenstauben aus Papier waren über den gesamten Kirchenraum gespannt und schwebten von vorne nach hinten über den Köpfen der Gottesdienstbesucher. Als Erinnerung an ihren Auftrag bekam jede Sternsingergruppe am Ende des Gottesdienstes eine solche Friedenstaube ausgehändigt.

Weitere Hintergründe zum diesjährigen Beispielland der Aktion und zum Motto „Frieden“ erfuhren die Sternsinger vorab durch ein umfangreiches und spielerisches Informationsprogramm in der Turnhalle. Vertreter vom Verband „pax christi“ stellten ihre Arbeit vor und zeigten den Kindern auf, wie konkrete Friedensarbeit im Alltag aussehen kann. Danach waren die Sternsingergruppen dazu eingeladen, einen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel zu schreiben, in welchem sie konkrete Bitten und Wünsche an sie formulierten.          

Bei der Dreikönigsaktion im vergangenen Jahr waren Sternsinger aus 917 Pfarrgemeinden und Gruppen der Diözese Augsburg unterwegs. Mit 3.540.999,41 Euro konnten sie zahlreiche Menschen in Not unterstützen. Bundesweit wurden von den Sternsingern über 50 Millionen Euro gesammelt.

Verantwortlich für die diözesane Sternsingeraktion sind auch heuer wieder die Abteilung Weltkirche des Bistums Augsburg, der Bund der Deutschen Katholischen Jugend Diözesanverband Augsburg (BDKJ) und das Ministrantenreferat des Bischöflichen Jugendamts