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Kongress für Wallfahrtsdirektoren in Rom: Maria Vesperbild und Gebetsstätte Marienfried waren dabei
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Wallfahrtsorte und Gebetsstätten

Kongress für Wallfahrtsdirektoren in Rom: Maria Vesperbild und Gebetsstätte Marienfried waren dabei

Mehr als 550 Wallfahrtsdirektoren trafen sich vergangenen Woche zu einem Kongress in der Lateranuniversität in Rom. (Foto: Erwin Reichart)
Mehr als 550 Wallfahrtsdirektoren trafen sich vergangenen Woche zu einem Kongress in der Lateranuniversität in Rom. (Foto: Erwin Reichart)
06.12.2018

Erwin Reichart, Wallfahrtsdirektor von Maria Vesperbild, und Georg Alois Oblinger, Rektor der Gebetsstätte Marienfried, haben vergangene Woche am Kongress für Wallfahrtsdirektoren in Rom teilgenommen. Drei Tage lang tauschten sich dort mehr als 550 Teilnehmer aus aller Welt darüber aus, wie Wallfahrtsorte zur Neuevangelisation beitragen können. „Auch die großen Wallfahrtsorte wie Fatima, Lourdes oder Guadelupe in Mexiko mit schätzungsweise 25 Millionen Besuchern im Jahr waren vertreten “, berichtete Wallfahrtsdirektor Reichart.  

Bei der Papstaudienz: Georg Alois Oblinger, Rektor der Gebetsstätte Marienfried. (Foto: privat)
Bei der Papstaudienz: Georg Alois Oblinger, Rektor der Gebetsstätte Marienfried. (Foto: privat)

Für die beiden Seelsorger aus dem Bistum bot der Kongress wertvolle Impulse und Ideen zur Gestaltung des Wallfahrtslebens. „Wallfahrtsstätten sind Orte, die auch außerhalb von Gottesdiensten und Kirchenbesuchen Raum für eine Christusbegegnung schaffen“, sagte Rektor Oblinger, der seit Oktober die Gebetstätte Marienfried leitet. Diese Erfahrung mache auch Erwin Reichart immer wieder. „In Maria Vesperbild haben wir häufig Gäste, die sonst eher kirchenfern sind und vielleicht nur an der Grotte verweilen wollen, anstatt die Kirche aufzusuchen.“ Dass genau darin die große Chance für die Neuevangelisierung liege, habe die die Tagung deutlich gemacht, betonten die beiden Wallfahrtsleiter.   

Anregungen zur konkreten Umsetzung vor Ort erhielten die Tagungsteilnehmer durch zahlreiche Impulsreferate. „Verschiedene Vertreter der Wallfahrtsorte berichteten von ihren Erfahrungen mit dem Thema Neuevangelisierung und verdeutlichten dabei, wie wichtig eine Atmosphäre der Gastfreundlichkeit und Willkommenskultur ist“, so Oblinger.

Wallfahrtsdirektor Erwin Reichart mit Papst Franziskus. (Foto: privat)
Wallfahrtsdirektor Erwin Reichart mit Papst Franziskus. (Foto: privat)

Auch Papst Franziskus hat diesen Aspekt bei der Generalaudienz am letzten Kongresstag aufgegriffen. „In seiner Ansprache hat der Papst betont, was für eine Katastrophe es für Wallfahrtsorte sei, wenn Pilger sich dort nicht willkommen fühlen“, so Reichart. Bei dem Wallfahrtsdirektor haben diese Worte bleibenden Eindruck hinterlassen: „In Zukunft wollen wir jede einzelne Pilgergruppe bei ihrer Ankunft in Maria Vesperbild begrüßen.“ Außerdem werde nun samstags und sonntags auch an der Grotte ein Priester als  Ansprechpartner für die Besucher des Wallfahrtsortes zur Verfügung stehen.