Corona-Pandemie

Neues Schutzkonzept für Gottesdienste

09.09.2021 09:01

Gemäß den neuen Vorgaben der Bayerischen Staatsregierung hat das Generalvikariat ein neues Schutz- und Hygienekonzept für Gottesdienste entworfen und an die Gemeinden versandt. Im normalen Gottesdienstangebot entfällt die Maskenpflicht am Platz. Ergänzend dazu können Gottesdienste nun auch mit 3G-Einlassregeln und Maskenplficht, aber ohne Mindestabstand gefeiert werden. Hier das Schreiben des Generalvikars:

Nach Bekanntwerden der nun schon 14. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung und der Begründung zur 14.BayIfSMV hat sich die Notwendigkeit einer grundlegenden Überarbeitung u.a. des Infektionsschutzkonzeptes für Kath. Gottesdienste ergeben. Das neu ausgearbeitete Konzept mit einem Muster für Plakate sowie das auf Basis des neuen Konzeptes überarbeitete Muster eines Schutz- und Hygienekonzeptes für Bestattungen mit der entsprechenden Mitteilung des Bayer. Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege liegt diesem Schreiben bei; wir bitten um genaue Beachtung. Über die wesentlichen Änderungen darf ich Sie nachstehend kurz in Kenntnis setzen:

Der staatliche Gesetz- und Verordnungsgeber hat die Möglichkeit eröffnet, Gottesdienste neben der bisher bestehenden Regelung mit Begrenzung der Höchstteilnehmerzahl nun auch nach der sog. 3G-Regel, also ohne Begrenzung der Höchstteilnehmerzahl, zu feiern. Dabei sind je unterschiedliche Maßnahmen zu treffen:

a)    Gottesdienste ohne 3G-Regel

Es entfällt die Maskenpflicht für alle Teilnehmer/-innen sobald sie Ihren festen Platz in der Kirche eingenommen haben. Beim Gang zum Platz sowie beim Kommunionempfang bleibt es bei der Maskenpflicht. Es genügen medizinische Masken, die FFP2-Pflicht entfällt. Für den Gottesdienst gilt die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 m zwischen Personen die nicht dem gleichen Hausstand angehören sowie die Festlegung und Einhaltung einer Höchstteilnehmerzahl, wie bisher.,

b)    Gottesdienste mit 3G-Regel

Es besteht keine Begrenzung auf eine Höchstteilnehmerzahl und kein Einhalten des Mindestabstands; die Kirchenbänke und Stehplätze können grundsätzlich ausgelastet werden. Für alle Teilnehmer/-innen besteht durchgängig Maskenpflicht für die gesamte Dauer eines Gottesdienstes. Bitte beachten Sie unbedingt, dass das Vorliegen der 3G (geimpft, genesen oder getestet) bei allen Teilnehmern/-innen (auch Musiker, Sänger, liturgischer Dienst etc.) verlässlich vorliegen und auch kontrolliert sein muss. Nach § 3 Abs. 1 der 14.BayIfSM ist die (bußgeldbewehrte) „Überprüfung der vorzulegenden Impf-, Genesenen- oder Testnachweise“ für alle Teilnehmer/-innen ab 6 Jahren verpflichtend. Eine Dokumentationspflicht für die Nachweise besteht allerdings nicht.

Mischformen für die Feier von Gottesdiensten (3G und gleichzeitig Nicht-3G, z.B. mit Trennung nach Bankreihen) sind nicht zulässig; 3G bzw. Nicht-3G gilt für die Gesamtdauer eines Gottesdienstes.

Die Feier eines Gottesdienstes nach der 3G-Regel versteht sich lediglich als ergänzendes Gottesdienstangebot nicht jedoch als Regel. Niemand darf vom Besuch einer Hlg. Messe ausgeschlossen werden, im Besonderen nicht an Sonntagen und an den kirchlichen Hochfesten. Sofern gewährleistet ist, dass das regelmäßige Gottesdienstangebot allen Gläubigen offensteht, können innerhalb einer Pfarreiengemeinschaft Orte festgelegt werden, an denen Gottesdienste grundsätzlich nach der 3G-Regel gefeiert werden.

Das im Gottesdienst bisher geltende Gesangsverbot ab einer Inzidenz von 100 kommt inzidenzunabhängig für alle Formen von Gottesdiensten in Wegfall, bei Nicht-3G-Gottesdiensten darf auch ohne Maske gesungen werden.

Die bisherigen Personenobergrenzen (max. 200 Personen) für große religiöse Veranstaltungen (im Wesentlichen im Freien) entfallen. Im Freien besteht grundsätzlich keine Maskenpflicht und keine Pflicht, aber Empfehlung, zum Einhalten des Mindestabstands, wo immer möglich.

Ein Anmeldeverfahren (Besucherregistrierung) ist nur noch für Gottesdienste ab 1.000 Personen vorgeschrieben. Es wird gleichwohl für besondere Gottesdienste ohne Anwendung der 3G-Regel empfohlen, bei denen eine Auslastung der Aufnahmekapazität der Kirche zu erwarten steht.

Um Ihnen die Arbeit mit dem neuen Infektionsschutzkonzept zu erleichtern und um auf Nachfragen der Gläubigen gut vorbereitet zu sein, haben wir eine Auflistung der häufigsten Fragen und Antworten (FAQs) zusammengestellt. Über alle sonstigen Auswirkungen der Neuregelungen auf das kirchliche Leben, im Besonderen auf den Betrieb in Pfarrheimen, öffentliche und private Feiern, Kinder- und Jugendarbeit, Erwachsenenbildung etc. haben Sie die entsprechenden Informationen über die Hauptabteilung VIII – Zentrale Dienste erhalten.