Nachruf

Ruhestandspfarrer Reinhard Deininger verstorben

09.06.2021 19:13

Der Ruhestandsgeistliche Reinhard Deininger ist am Montag, 7. Juni, im Alter von 84 Jahren verstorben. Er wurde am 24. Juni 1936 in Illertissen geboren und am 19. Juli 1964 zum Priester geweiht. Bischof Bertram würdigt ihn als „Seelsorger mit Leib und Seele“.

+ Ruhestandspfarrer Reinhard Deininger. (Foto: privat)

„Der Tod von Pfarrer Reinhard Deiniger stimmt mich traurig, denn mit ihm verliere ich einen väterlichen Freund“, so der Bischof in seiner Würdigung. „Da er selbst viele Jahre als Präfekt im Bischöflichen Studienseminar in Dillingen, als Subregens am Georgianum in München und als Direktor eines Waisen- und Armenkinderhauses wirkte, war ihm die Empathie gerade für junge Menschen ins Herz geschrieben. Als Pfarrer in Neu-Ulm Offenhausen, wo er 16 Jahre lang tätig war, haben wir uns als Nachbarn geholfen und geistlich ausgetauscht. Selbst im Seniorenheim in Illertissen war Reinhard Deininger Seelsorger mit Leib und Seele. Solange es ging, bot er Gottesdienste an und besuchte eifrig die Bewohner im Haus. Auch durch seine Briefpastoral knüpfte er ein weites Netz für Jesus Christus.“

Nach einer zweijährigen Kaplanszeit in Königsbrunn wurde Deininger im Jahr 1966 von Bischof Stimpfle zum Präfekten im Bischöflichen Studienseminar in Dillingen ernannt. Drei Jahre später übernahm er die Aufgabe des Subregens im überdiözesanen Georgianum-Priesterseminar in München, wo er zehn Jahre lang wirkte. 1979 wurde er zum Direktor des Katholischen Waisen- und Armenkinderhauses in Augsburg (heute St.-Gregor-Heim) sowie des Theresienhauses in Bliensbach ernannt. Dort zeichnete er maßgeblich für die Umstellung in ein modernen Standards entsprechendes heilpädagogisches Kinder- und Jugendheim verantwortlich. 1990 wechselte er schließlich zurück in die Pfarrseelsorge nach Neu-Ulm (St. Albert). 1998 wurde er zum leitenden Pfarrer der neugebildeten Pfarreiengemeinschaft Neu-Ulm/Offenhausen bestellt. Nach seiner Emeritierung 2006 zog Pfarrer Deininger nach Illertissen, wo er noch viele Jahre lang als Aushilfspriester in die Pfarrseelsorge eingebunden war. Dort ist er auch verstorben.

Das Requiem für Pfarrer Deininger findet am Montag, 14. Juni, um 10.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Martin in Illertissen statt, im Anschluss die Beisetzung auf dem Friedhof. Für Requiem und Beisetzung werden Einladungen versandt. Konzelebranten werden gebeten, sich im Pfarrbüro in Illertissen vorab anzumelden und violette Paramente mitzubringen.

Der Herr vergelte ihm seine treuen Dienste. Wir bitten um das Gebet für den Verstorbenen.