Ständiger Diakonat

„Spurenleger Jesu Christi werden“: Bischof Bertram beauftragt fünf Männer zu Lektoren und Akolythen

10.10.2020 18:44

Bischof Dr. Bertram Meier hat heute fünf Männern die Dienste des Lektors und Akolythen übertragen. Bei einem festlichen Gottesdienst in der Kapelle im Haus St. Ulrich in Augsburg bestärkte Bischof Bertram Alfred Erdt (Ettelried), Dr. Daniel Esch (Königsbrunn), Thomas Fischer (Landshausen), Markus Munzinger (Wilburgstetten) und Martin Pfuff (Rott) auf ihrem weiteren Weg zum Ständigen Diakon.

Dr. Daniel Esch wird von Bischof Bertram für den Akolythendienst beauftragt. (Foto: Nicolas Schnall / pba)

Bischof Bertram, der heute vor 35 Jahren durch Kardinal Franz König in Rom die Priesterweihe empfing, erinnerte in seiner Predigt an einen Satz des Kardinals, der ihm gut in Erinnerung geblieben ist: „Der hat sein Leben am besten verbracht, der Spuren hinterlässt.“ So forderte der Bischof die neuen Lektoren dazu auf, Spurenleger Jesu Christi zu werden und die Frohe Botschaft treu und vernehmlich zu verkünden. „Das Wort Gottes soll durch Sie, durch Ihr Leben, seine Kraft entfalten.“ Als Bischof wünsche er sich, dass sie sich in den Dienst des Wortes nehmen lassen und dadurch tiefe Spuren legen und bei den Menschen hinterlassen.

Eine zweite Spur führe die fünf Männer auf ihrem Weg zur Diakonenweihe als Akolythen näher an den Altar, so Bischof Bertram. „Es geht dabei aber nicht um das Allerheiligste, sondern um den Allerheiligsten“. Den Leib Christi sakramental im Gottesdienst auszuteilen ist das eine, ihn aber auch mit Leben zu füllen, zu den Kranken, zu den Armen und zu den Menschen an der Peripherie zu bringen sei ein ebenso wichtiger Teil dieser Beauftragung. Weihnachten werde speziell in diesem Jahr zum Lackmustest für die Kirche, betonte der Bischof. „Denn Weihnachten habe mit der Liebe und Menschenfreundlichkeit Gottes zu tun. Diese gilt es zu den Menschen zu tragen.“

Im Anschluss an den Gottesdienst überreichte Bischof Bertram allen Neubeauftragten die Urkunden und gratulierte im Beisein des Bischöflichen Beauftragten für den Ständigen Diakonat, Domvikar Andreas Miesen, des Leiters der Arbeitsstelle Ständiger Diakonat, Diakon Gerhard Rummel, der Heimatpfarrer und Familienmitglieder ganz herzlich und wünschte zu ihrem neuen Dienst Gottes reichen Segen.

 

Zum Lektorendienst zählt unter anderem, im Gottesdienst das Wort Gottes vorzutragen, als Vorbeter und Kantor mitzuwirken sowie Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Glauben zu unterrichten und zum würdigen Empfang der Sakramente zu führen, aber auch denen die Frohe Botschaft zu verkünden, die noch nichts davon wissen.

Zu den Aufgaben des Akolythen gehört es unter anderem, dem Diakon zu helfen und dem Priester am Altar zur Seite zu stehen, für den Altardienst Sorge zu tragen, die Kommunion auszuteilen und die Krankenkommunion zu überbringen sowie Andachten zu leiten.