Thomas-von-Aquin-Fest

„Wissenschaft und Frömmigkeit paaren sich“

26.01.2022 00:21

Mehr als 170 Studierende, Lehrende und Freunde der Katholischen Hochschulgemeinde Augsburg haben am Dienstagabend gemeinsam in einem Gottesdienst mit Bischof Dr. Bertram Meier das traditionelle Thomas-von-Aquin-Fest gefeiert. Der Bischof betonte in seiner Predigt in der Kirche „Zum Guten Hirten“ im Augsburger Univiertel die Notwendigkeit, Glaubenswissen mit Glaubenspraxis zu verbinden: „Intellekt und Glaube, wissenschaftlicher Spürsinn und Anbetung des göttlichen Mysteriums der Menschwerdung und der Eucharistie schließen sich nicht aus, sondern bedingen einander. Wissenschaft und Frömmigkeit paaren sich.“

Gerade unter den jungen Christen, so Bischof Bertram, stünden Glaubenswissen und Glaubenspraxis oft „relativ unverbunden nebeneinander“. Der Bischof: „Einerseits wird Frömmigkeit großgeschrieben, bravo! Man pflegt Anbetung und Lobpreis, nichts dagegen: das ist absolut zu unterstützen! Doch wenn ich mit jungen Erwachsenen in den Pfarreien, ja selbst im Priesterseminar und mit künftigen hauptberuflichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen rede, bin ich nicht selten erschrocken, welch geringen Stellenwert das Wissen um den Glauben und dessen konkrete Umsetzung im Alltag hat.“

Um auskunftsfähig zu werden, damit man auf die im ersten Petrusbrief formulierte Forderung „Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die euch erfüllt“ eingehen könne, braucht man laut Bischof Bertram „Glaubenswissen und Glaubenspraxis, basierend auf einem Selbstverständnis, das von lebenslangem Wissensdurst, von erfahren und lernen wollen ausgeht!“

Der Gedenktag des heiligen Thomas von Aquin wird von der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG), der Katholisch-Theologischen Fakultät und vom Bistum Augsburg traditionell Ende Januar gefeiert. Er ist Schutzpatron der Studierenden.