Mentoring für Frauen

Zwei Frauen für Leitungspositionen geschult

14.07.2021 20:46

Julia Spanier und Ursula Buchner haben im vergangenen Jahr den einjährigen Kurs „Kirche im Mentoring“ absolviert. Er macht Frauen fit für Leitungspositionen. Begleitet wurden sie von zwei Führungskräften aus dem Bistum Augsburg. Bei einem Abschlussgespräch haben sich Bischof Bertram und Generalvikar Dr. Wolfgang Hacker über die Ergebnisse informiert.

Bei einem Abschlussgespräch wurde das Mentoring-Jahr nochmal in den Blick genommen (v.links): Angelika Maucher (Mentorin), Ursula Buchner (Mentee), Generalvikar Dr. Wolfgang Hacker, Thomas Stark, Bischof Dr. Bertram Meier, Julia Spanier (Mentee) und Maria-Anna Immerz (Mentorin). (Foto: Maria Steber / pba).

„Das Mentoring-Programm ist ein Weg um noch mehr zu einer geschwisterlichen Kirche zu kommen. Ich unterstütze es deshalb sehr. Uns ist eine Personalförderung auf ein menschliches und geistliches Wachstum hin wichtig. Wir möchten Leitung, die aus der Kraft des hl. Geistes geschieht“, betonte Bischof Dr. Bertram Meier nach Abschluss des Gesprächs und sprach von weiteren Schritten in den kommenden Jahren. Vom großen geistlichen und kirchlichen Engagement der Mentees zeigte sich auch Generalvikar Dr. Wolfgang Hacker beindruckt: „Dies zu fördern ist mir ein großes Anliegen. Wir wollen an dieser Stelle sehr werbend unterwegs sein.“

Für die beiden Mentees ist das Programm mit vielen sinnvollen Impulsen für das weitere berufliche Leben zu Ende gegangen: „Ich habe aus den bistumsübergreifenden Seminaren sehr viel mitgenommen und durfte charismatische Persönlichkeiten kennenlernen, die für mich zu Vorbildern werden können“, blickt Julia Spanier, Pastoralreferentin in der PG Oberhausen / Bärenkeller und geistliche Begleiterin beim BDKJ, auf die vergangenen Monate und das vermittelte Erfahrungswissen ihrer Mentorin, Maria-Anna Immerz, zurück. Der Diözesanbeauftragten für Rundfunk und Fernsehen und Theologischen Referentin im Generalvikariat war es ein besonderes Anliegen, beim Mentoring-Prozess vorrangig die Themen ihres Mentees in den Blick zu nehmen. „Es ist wichtig, dass das Programm Mentee-gesteuert ist“, so Immerz. Als Leitungsprojekt, das von jeder Teilnehmerin individuell geplant und umgesetzt werden muss, hatte sich Julia Spanier mit der Öffentlichkeitsarbeit und einer Logo-Entwicklung für die PG Oberhausen / Bärenkeller beschäftigt.  

Sich persönlich weiterzubilden und Reflexionsprozesse in Gang zu bringen, war für Ursula Buchner ausschlaggebender Punkt, sich für das Programm zu bewerben. Sie ist in der Personalabteilung III im Fachbereich für Kirchenstiftungen tätig und wurde von Angelika Maucher, Leiterin der Hauptabteilung Seelsorge, als Mentorin begleitet. „Erfahrungen zu teilen, finde ich förderlich. Es ist gewinnbringend, wenn man voneinander lernt“, lobt nicht nur Angelika Maucher das Frauen-Mentoring-Programm der Deutschen Bischofskonferenz. „Ich schätze das Angebot sehr, weil es die Solidarität und das voneinander Lernen zwischen den Mitarbeiterinnen fördert“, sagt Immerz. Ein Handbuch für Ausbilder von Azubis hat Ursula Buchner im Laufe des Jahres als Projekt auf die Beine gestellt. 

Thomas Stark, Referent für Personalentwicklung im Bistum Augsburg, ist für die Koordination und Leitung des Projekts im Bistum Augsburg zuständig. Mit der Teilnahme am bundesweiten Programm würden zwei Ziele anvisiert, erklärt er: „Wir möchten ein klares Signal setzen in der Förderung von Frauen und ihnen bessere Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Zudem ist es uns wichtig, Mitarbeiterinnen auch persönlich zu stärken und in ihrer individuellen Entwicklung zu fördern.“ Klar solle werden, dass Frauen in unserem Bistum Aufstiegsmöglichkeiten haben, so Stark.

Das Projekt „Kirche im Mentoring“ wird im Bistum Augsburg mit zwei neuen Tandems voraussichtlich im kommenden Jahr fortgesetzt.