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Zweiter Diözesaner Medientag: „Kirchliche Themen kommen in der Zeitung gut an“
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Medien

Zweiter Diözesaner Medientag: „Kirchliche Themen kommen in der Zeitung gut an“

29.10.2018

Rund hundert Ehrenamtliche, Pfarrer und hauptamtliche Mitarbeiter/-innen aus dem gesamten Bistum haben sich vergangenen Samstag beim Diözesanen Medientag mit Fragen der kirchlichen Öffentlichkeitsarbeit auseinandergesetzt. Die Pressestelle des Bistums veranstaltete diesen Workshoptag mit dem Ziel, Pfarreien bei ihrer Medienarbeit zu unterstützen und praktische Anregungen für den Auftritt in der Öffentlichkeit zu geben. Der Medientag sei zudem ein Dankeschön an alle Teilnehmenden für die Öffentlichkeitsarbeit, die in den einzelnen Pfarreien und Pfarreigemeinschaften geleistet werde, betonte Pressestellenleiter Dr. Karl-Georg Michel in seinen Begrüßungsworten.

Diesen schloss sich ein Podiumsgespräch über Chancen und Herausforderungen kirchlicher Öffentlichkeitsarbeit an. Die Redakteure Oliver Christa vom BR-Studio Schwaben und Daniel Wirsching von der Augsburger Allgemeinen gaben dabei Einblicke in ihren journalistischen Arbeitsalltag, stellten sich den Fragen der Teilnehmer und ermutigten die Vertreter aus den Pfarreien, mit ihren kirchlichen Themen auf die Lokalmedien zuzugehen. „Anhand von Leserreaktionen und den hohen Klickzahlen in unserem Onlineportal merken wir immer wieder, dass kirchliche Themen gut ankommen“, berichtete Wirsching. Beliebt seien vor allem Artikel über kirchliche Festtage und Geschichten über Menschen. Dasselbe gelte auch fürs Radio und Fernsehen, bestätigte Oliver Christa. „Uns beim BR geht es vor allem darum, Geschichten mit Emotionen zu erzählen. Je persönlicher, desto besser.“

In diesem Zusammenhang wurde von einigen Teilnehmern im Publikum aber auch das Thema „Fake News“ angesprochen. Die Angst vor einer reißerischen Berichterstattung oder die Gefahr, missverstanden zu werden, halte die Menschen in den Pfarreien oft davon ab, mit den Medien in Kontakt zu treten. Als Leiter der Pressestelle kenne auch Dr. Karl-Georg Michel diese Bedenken. „Natürlich gehört bei solchen Geschichten die Bereitschaft dazu, sich bis zu einem gewissen Punkt auch auszuliefern“. Aber genau darin liege die Chance, kirchliche Themen authentisch und positiv in die Medien zu bringen. Den Vertretern aus den Pfarreien riet er deshalb, den persönlichen Kontakt mit den Lokalredaktionen zu pflegen, den Journalisten zu vertrauen und mit ihnen auch über ihre Sorge, falsch zitiert zu werden, zu sprechen.

Dem Podiumsgespräch als theoretischer Teil des Medientags folgte ein breit gefächertes Angebot an Workshops mit unterschiedlichen Schwerpunkten der kirchlichen Öffentlichkeitsarbeit. Neben nützlichen Hinweisen zum neuen Datenschutzgesetz und dem Presse- und Urheberrecht erhielten die Teilnehmer Tipps zum Internetauftritt und zur Homepagegestaltung, zum Umgang mit sozialen Medien und zu den wichtigsten Regeln beim Verfassen einer Pressemitteilung. Bei der Gestaltung eines Schaukastens zum Thema Advent und in einem Workshop mit dem Thema Flyer- und Plakatgestaltung durften die Teilnehmer selbst kreativ werden und die erhaltenen Tipps gleich praktisch anwenden. Praktische Anregungen zur Optimierung des eigenen Pfarrbriefs erhielten die Teilnehmer im Workshop des überdiözesanen Portals Pfarrbriefservice.de, das auch sein Angebot von zahlreichen Bausteinen für die Erstellung des Pfarrbriefs vorstellte. Der Workshop „Storytelling leicht gemacht“ vertiefte schließlich das zuvor im Podiumsgespräch angesprochene Thema der interessanten Geschichten zeigte Möglichkeiten auf, die eigenen Themen spannend zu erzählen und sie dadurch in die Medien zu bringen.