Der erste Sonntag nach Ostern hieß einstmals nach dem Introitus des Tages „Quasimodogeniti“, oder kurz: „Quasimodo“ (von "Quasi modo geniti infantes" = Wie neugeborene Kinder). Die heutige Bezeichnung „Weißer Sonntag“ ist die liturgisch korrekte Bezeichnung, da in der alten Kirche die am Osterfest Getauften an diesem Sonntag zum letzten Male ihr weißes Taufkleid trugen. Als die Erwachsenentaufen eher die Ausnahme darstellten, wurde an diesem zweiten Sonntag der Osterzeit stärker der Auferstehungsgedanke betont, wie auch heute noch aus dem Evangelientext bei Johannes 20,19-31 zu ersehen ist. Zum Tag der feierlichen Erstkommunion der Kinder wurde der Weiße Sonntag erst deutlich nach dem Konzil von Trient (1545 - 1563), als man stärker die religiöse Bildung und Sakramentenvorbereitung wieder in den Mittelpunkt stellte: Mitte des 17. Jahrhunderts suchte man nach einem geeigneten Tag für eine gemeinsame Erstkommunionfeier der Kinder und wählte dabei diesen Tag. Eine Auswahl mit geeigneten Büchern als Geschenk zum Fest der Erstkommunion finden Sie hier.
Weißer Sonntag
Die eucharistischen Gaben Brot und Wein. (Foto: pba/Nicolas Schnall)