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Synodalität im Bistum Augsburg

Gemeinsam auf dem Weg sein - erste Schritte des Synodalteams 

  • als Ansprechpersonen fungieren
  • mit verschiedenen Gruppen und Gremien im Bistum über die Anliegen der Weltsynode ins Gespräch gehen (Pfarreien,  Gremien, Verbände, Initiativen, Orden, Hochschulen und andere)
  • Synodale Übungen (Gespräche im Heiligen Geist) für eine förderliche Haltung anbieten
  • Moderatorinnen und Moderatoren für diese Form des Aufeinander-Hörens und Miteinander-Sprechens schulen
  • möglichst viele Menschen zur Mitwirkung gewinnen, dass die Kirche ihre Sendung synodaler lebt, Gemeinschaft und Teilhabe fördert 

Um das Anliegen der Weltsynode in die Fläche des Bistums zu bringen, braucht es viele Gläubige, die ihrerseits als Multiplikatoren wirken. Die Mitglieder des Synodalteams unterstützen gern und stehen als Ansprechpersonen zur Verfügung.

Im Sommer 2026 soll ein erster Rechenschaftsbericht über deren Arbeit vorliegen und Transparenz ermöglichen.

 

Moderatorenschulung zur Synodalen Übung

In dieser Schulung möchten wir Ihnen die Grundgedanken, Schritte und Erfahrungen der Synodalen Übung vermitteln. Wir zeigen, wie Gruppen gut angeleitet werden, wie Stille gehalten werden kann und wie ein respektvolles, geistliches Miteinander wächst.
Eingeladen sind alle, die in Gemeinden, kirchlichen Teams oder in der geistlichen Begleitung Verantwortung tragen und synodale Prozesse fördern möchten.
 
Leitung: Pfarrer Dr. Christian Hartl
Ort: Exerzitienhaus Leitershofen
Termine: 24.04.2026 und 27.06.2026 jeweils von 15:00 - 18:00 Uhr

Weitere Informationen, auch zur Anmeldung finden Sie in diesem Flyer: 

 

Dokument der Weltsynode kurzgefasst

„Synodalität verstehen“

Das Abschlussdokument der Weltsynode vom Oktober 2024 ist ein zentraler Text im Leben der Kirche weltweit und wurde von Papst Franziskus als Teil des Lehramts erklärt. Um dem großen Interesse an diesem Text gerecht zu werden, veröffentlicht die Deutsche Bischofskonferenz eine Kurzfassung. Auf rund 20 Seiten werden die zentralen Passagen des Dokuments erläutert. Die Broschüre ist zum besseren Lesen mit Bildern und Grafiken gestaltet. Sie versteht sich als ein Beitrag zur weiteren Debatte und Umsetzung der Erfahrungen der Weltsynode.

 

Synodales Team Augsburg: "Gemeinsam auf dem Weg sein"

Das von Bischof Bertram ins Leben gerufene Synodale Team hat mit seiner konstituierenden Sitzung seine Arbeit aufgenommen. Die 14 Mitglieder sollen unter Leitung des Bischofs als Impulsgeber und Multiplikator für die weitere Umsetzung des Synodalen Prozesses in der Diözese wirken. Die Arbeitsperiode des Synodalen Teams ist vorerst auf drei Jahre begrenzt. Dann, im Herbst 2028, soll im Vatikan eine „Kirchliche Versammlung“ stattfinden, die die Erfahrungen auf der regionalen, kontinentalen und weltkirchlichen Ebene zusammenführen soll.

In der ersten Sitzung hat sich das neue Gremium zunächst eine Arbeitsstruktur gegeben und Untergruppen gebildet, die sich auf einzelne Themen konzentrieren sollen. Bischof Bertram, der laut vatikanischem Dekret wie jeder andere Diözesanbischof für das Synodale Team auf Ortsebene die Verantwortung trägt, erinnerte an den Wunsch des Papstes: „Der Papst unterstützt voll und ganz die synodalen Prozesse. Er schaut mit Interesse nach Deutschland, aber ihm ist es auch ein Anliegen, dass wir uns nicht auseinanderdividieren lassen, sondern dass der Synodale Weg in Deutschland und der weltkirchliche synodale Prozess im Einklang stehen.“ Wichtig sei also, so der Bischof: „Auch untereinander geht es um mehr Synodalität - nämlich um das Bewusstsein, gemeinsam auf dem Weg zu sein.“

  

Synodales Team Augsburg: Mitglieder benannt

Augsburg (pba). Bischof Dr. Bertram Meier hat vierzehn haupt- und ehrenamtliche Frauen und Männer aus dem Bistum Augsburg in das neue „Synodale Team“ berufen. Das Gremium, dessen Gründung der Bischof im Juli angekündigt hatte, soll für die weitere Umsetzung des Synodalen Prozesses in der Diözese als Impulsgeber und Multiplikator wirken.

Grundlage dafür ist der Fahrplan zum weiteren Vorgehen im weltweiten Synodalen Prozess, den das Generalsekretariat der Synode in Rom nach Abstimmung mit Papst Leo XIV. am 7. Juli veröffentlicht hatte. Er steht unter der Überschrift „Skizzen für die Umsetzungsphase der Synode 2025-2028“. Danach sollen Synodale Teams unter anderem „die Verbindung mit dem Leben und der pastoralen Arbeit der Diözese fördern und die missionarische Ausrichtung gewährleisten“.

Bischof Bertram: „Die römischen Vorgaben, an die wir uns zu halten haben, sind sehr konkret. Weil ich selbst bei den Sessionen der Weltsynode 2023/2024 sehr gute Erfahrungen gemacht habe, möchte ich, dass der synodale Prozess weiterhin Chefsache bleibt. Hinsichtlich der Zusammensetzung des Synodalteams ist mir wichtig, dass dabei die Vielfalt, die unser Bistum kennzeichnet, zum Tragen kommt.“

Folgende Personen hat Bischof Bertram in das Synodale Team berufen:

1.    Karin Alletsee, Referentin des Diözesanrates der Katholiken im Bistum Augsburg

2.    Claudia Chmiel, Gemeindereferentin mit Einsatzbereichen in Pfarrei und KDFB

3.    Dr. Rainer Florie, Regens im Priesterseminar

4.    Dr. Christian Hartl, Bischöflicher Beauftragter für geistliches Leben,
       Direktor des Exerzitienhauses St. Paulus, Leitershofen

5.    Alexander Lechner, Diözesanvorsitzender des BDKJ, Mitglied im Diözesanrat

6.    PRin Angelika Maucher, Leiterin der Hauptabteilung II in der Diözese Augsburg

7.    Pater Joshy Palakunnel OPraem, stv. Dekan und leitender Pfarrer

8.    Prof.in Dr. Gerda Riedl, Leiterin der Hauptabteilung VI in der Diözese Augsburg

9.    Hildegard Schütz, Vorsitzende des Diözesanrates der Katholiken im Bistum Augsburg

10.   Prof. em. Dr. Franz Sedlmeier, Bibeltheologe

11.   Agata Skupinska, Kanonistin, Säkularinstitut der Cruzadas de Santa Maria, Dießen

12.   Pfarrer Bernhard Waltner, leitender Pfarrer, Mitglied in der nationalen Priestervertretung

13.   Sr. Dr. M. Theresia Wittemann OSF, Persönliche Referentin des Bischofs

14.   Vertreter der griech.-orthodox. Kirche als Beobachter: Georgios Vlantis M. Th., Ökumenereferat

Dr. Christian Hartl wird das Augsburger Synodalteam beim Austauschtreffen vom 24. bis 26. Oktober 2025 im Rahmen des Heiligen Jahres in Rom repräsentieren. Im November hat das Gremium seine konstituierende Sitzung.

 

Die Weltsynode 2021-2024 in Kürze

Im Rahmen einer Initiative der Österreichischen und Schweizerischen Bischofskonferenz ist eine kurze Zusammenstellung der Ergebnisse des Schlussdokumentes der 16. Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode im Oktober 2024 in Rom im weltweiten synodalen Prozess der Katholischen Kirche für Pfarrgemeinderäte, Gläubige, Seelsorger, Seelsorgerinnen und Interessierte entstanden:

 

Für eine synodale Kirche - es geht weiter.....

Wir Christen sind synodal (griechisch: syn = mit, hodos = Weg), also miteinander auf dem Weg. Synodalität ist das, so Papst Franziskus, "was sich Gott von der Kirche des dritten Jahrtausends erwartet".
Es gilt eine Haltung einzunehmen, die auf Gemeinschaft, Teilhabe und die Sendung der Kirche ausgerichtet ist. Eine sogenannte synodale Übung kann helfen, andere Sichtweisen zu respektieren und besser zu verstehen.
In diesem Flyer findet sich eine Anleitung für diese Form der Kommunikation: 

 
Die AG Synodalität im Diözesanrat der Katholiken im Bistum Augsburg hat folgende Anregungen veröffentlicht:

 
Die Kommission für Liturgie hat einen Flyer mit dem Titel "Lasst uns reden! Gottesdienst - ein Erlebnis?" veröffentlicht, der dazu anregt, über die Frage "Wie erlebe ich es, wenn wir gemeinsam Gottesdienst feiern?" ins Gespräch zu kommen:

 
Auch wenn es nicht direkt ein Ergebnis des weltweiten synodalen Prozesses ist, finden Sie hier einen Beitrag der Abteilung Personal-, Organisations- und Pastoralentwicklung unserer Diözese zur förderlichen Kommunikation: auf der Website Dialog.Kultur gibt es Orientierungshilfen für eine gute Kommunikation zwischen Mitarbeitenden und ihren Vorgesetzten, darunter auch verschiedene Methoden und Impulse zum Thema Spiritualität im Team

 

Zusammenfassung der Reflexionsberichte aus den deutschen (Erz-)Diözesen

Angestoßen durch das Schreiben "Bis Oktober 2024" des Generalsekretariats der Synode vom 11.Dezember 2023 haben sich Katholikinnen und Katholiken in den deutschen (Erz-)Diözesen und auch in den katholischen Verbänden sowie dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) mit den Impulsen und Perspektiven des Syntheseberichts der Weltsynode 2023 befasst und entsprechende Berichte an die Deutsche Bischofskonferenz gesandt. Soweit in der knappen Zeit möglich wurden die Reflexionsberichte in den synodalen Strukturen und Gremien der jeweiligen Ortskirchen zusammengetragen und behandelt. Diese Berichte, die Perspektiven des Synodalen Weges und die Beratungen auf verschiedenen Ebenen der katholischen Kirche in Deutschland sind Grundlage der Zusammenfassung, die der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz nach Konsultation des ZdK verabschiedet hat. Diese Zusammenfassung hat die Deutsche Bischofskonferenz am 22. Mai 2024 veröffentlicht, nachdem sie eine Woche zuvor dem Generalsekretariat der Synode in Rom zugesandt wurde.

   

Zusammenfassung der Eingaben aus dem Bistum Augsburg

Vor der zweiten Generalversammlung der Bischofssynode in Rom im Oktober 2024 hat Bischof Dr. Bertram Meier erneut zur Beteiligung eingeladen. Die Rückmeldungen zu den im Synthesebericht des Generalsekretariats vorgelegten Themen und Fragen sind nun in einem fünfseitigen Bericht zusammengefasst:

Er wurde an die Deutsche Bischofskonferenz weitergeleitet. Dort werden alle Eingaben aus den deutschen Bistümern gebündelt und dann nach Rom geschickt.

Ausdrücklich erbeten wurde auch ein Bericht über bewährte Praktiken synodal Kirche zu sein:

   
Februar 2024

Einladung zum Gespräch anlässlich der Weltsynode

Wollen Sie sich am Synodalen Prozess der Weltkirche beteiligen? Papst Franziskus und Bischof Bertram haben dazu aufgerufen. Es wurden bereits verschiedene Anregungen und Möglichkeiten veröffentlicht, wie Sie mit anderen über die Themen der Weltsynode ins Gespräch kommen und Rückmeldungen an die Verantwortlichen im Bistum geben können.

Wenn Sie an einem Gedankenaustausch auf Bistumsebene interessiert sind, sind Sie am Freitag, den 8. März 2024 von 15:00 bis 18:00 Uhr nach Augsburg ins Haus St. Ulrich eingeladen. Auch Sr. Dr. Theresia Wittemann OSF, persönliche Referentin von Bischof Bertram und diözesane Ansprechpartnerin für den synodalen Weg in Deutschland und den weltweiten synodalen Prozess, wird an der Veranstaltung teilnehmen.

Nach einem kurzen Überblick über den Stand der Diskussion nach der ersten Vollversammlung der Bischofssynode in Rom im vergangenen Herbst blicken wir auf die 20 Themen, die im Synthese-Bericht benannt wurden. Mit Hilfe der „Synodalen Übung“ tauschen wir unsere persönlichen Prioritäten aus. Wir wollen ernst nehmen, was im Synthesebericht folgendermaßen formuliert wurde:  „Es geht darum, unter den vielen Worten und Vorschlägen dieses [Synthese-]Berichts das zu erfassen, was wie ein kleines, aber zukunftsträchtiges Samenkorn erscheint, und sich vorzustellen, wie man es in den Boden bringt, der es für das Leben vieler reifen lässt“.

Wir bitten um Ihre Anmeldung bis 26.02.2024 an ha2-seelsorge@bistum-augsburg.de und freuen uns auf den gemeinsamen Gedankenaustausch, der in die offizielle Stellungnahme des Bistums eingehen wird.

Angelika Maucher, Leiterin der Hauptabteilung II Seelsorge
Susanne Kofend, Geschäftsführerin des Diözesanrates
Dr. Christian Hartl, Bischöflicher Beauftragter für Geistliches Leben

 

Januar 2024

Bischof Bertram lädt erneut zur Mitarbeit ein

Vor der zweiten Generalversammlung der Bischofssynode in Rom im Oktober 2024 bittet Bischof Dr. Bertram Meier alle Priester, Diakone, Mitarbeitende und Gläubige, sich als „Weggefährten des Glaubens“ weiter über die Frage nach einer synodalen Kirche auszutauschen. In einem aktuellen Schreiben lädt er alle pfarrlichen Gruppen, Verbände, Familien oder Freundeskreise zu Rückmeldungen auf genannte Fragestellung ein. Abgabeschluss ist der 15. März 2024.

 
Zur Auseinandersetzung mit den im Synthesebericht gestellten Fragen sind viele Initiativen gewünscht und unterschiedliche Formate möglich (siehe Aufruf).

 

November 2023

Bischof Bertram berichtet über die Weltsynode

Kurz nach dem Ende der ersten Etappe der Weltsynode in Rom hat Bischof Dr. Bertram Meier vor rund 150 interessierten Gläubigen im Augsburger Haus Sankt Ulrich über seine Erfahrungen in Rom berichtet. Bei der Veranstaltung "Für eine synodale Kirche", organisiert vom Akademischen Forum der Diözese Augsburg, tauschte sich der Bischof nach seinem Vortrag im Großen Saal intensiv mit den Besucherinnen und Besuchern aus.

Bischof Dr. Bertram Meier über die Weltsynode
 

März 2023

Kontinentale Phase beendet

Bischof Dr. Bertram Meier wird als einer von drei Vertretern aus den Reihen der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) an der im Oktober in Rom beginnenden Weltbischofssynode teilnehmen.
Auf der Frühjahrsversammlung der DBK in Dresden wurden außerdem Georg Bätzing (Limburg) und Franz-Josef Overbeck (Essen) zu Delegierten gewählt.

Januar 2023

„Mach den Raum deines Zeltes weit“ (Jes 54,2)  -

unter diesem Titel veröffentlichte das Sekretariat der Weltsynode in Rom im Oktober das Arbeitsdokument für die kontinentale Etappe in den Sprachen Italienisch und Englisch. Einen Monat später, Mitte November 2022, reichte die Deutsche Bischofskonferenz die autorisierte deutsche Übersetzung an die Diözesen weiter mit dem Auftrag, dass sich die Synodalteams bis 15. Januar 2023 der drei Fragenkomplexe am Ende des Dokuments annehmen und dazu auf max. 1,5 Seiten Stellung nehmen sollten (Link zum Dokument siehe unten, Beitrag vom November 2022).

Die Fragen lauten:

  • „Welche Einsichten stehen am intensivsten in Einklang mit den konkreten Erfahrungen und Gegebenheiten der Kirche auf Ihrem Kontinent, nachdem Sie das DKE in einer Atmosphäre des Gebets gelesen haben? Welche Erfahrungen erscheinen Ihnen neu oder erhellend?“
  • „Welche wesentlichen Spannungen oder Divergenzen sind aus Sicht Ihres Kontinents besonders wichtig, nachdem Sie das DKE gelesen und im Gebet innegehalten haben? Welche Probleme oder Fragenstellungen sollten folglich auf den nächsten Etappen des Prozesses in Angriff genommen und berücksichtigt werden?“
  • „Über welche Prioritäten, wiederkehrenden Themen und Handlungsaufforderungen kann man sich mit anderen Ortskirchen in der ganzen Welt austauschen und welche können auf der ersten Sitzung der Synodenversammlung im Oktober 2023 diskutiert werden, wenn man sich anschaut, was sich aus den beiden vorherigen Fragen ergibt?“ (DKE, Nr. 106).

Angesichts des kurzen Zeitraums und der bevorstehenden Advents- und Weihnachtstage setzte Bischof Bertram eine vierköpfige Gruppe zur Bearbeitung dieser Aufgabe ein. Sie bestand aus Sr. Dr. Theresia Wittemann OSF, persönliche Referentin des Bischofs und Beauftragte für den synodalen Weg, der Geschäftsführerin und dem wissenschaftlichen Referenten des Diözesanrates, Frau Kofend und Herrn Dr. Mazenik, sowie der Leiterin der HA II Seelsorge, Frau Maucher. Die Gruppe kam überein, dass die Stellungnahmen der Gläubigen vom Frühjahr und die Eingabe, die die Deutsche Bischofskonferenz auf nationaler Ebene – vor dem Hintergrund des Synodalen Weges - dem Synodensekretariat übermittelt hatte, auch Grundlage für diese Befragung bleiben. Denn damit ist gewährleistet, dass die eingereichten Themen Einzelner und diözesaner Gruppierungen nochmals als repräsentativ bestätigt werden und so verstärkt wirken können.

Der eingereichte Text lautet im Wortlaut:

Unbeschadet des laufenden weltweiten synodalen Prozesses sind alle Katholiken im Bistum, Laien und Kleriker, schon jetzt eingeladen, Synodalität als Haltung und Methode, ja als Lebensstil zu üben, gemäß dem Dreischritt, den Papst Franziskus empfohlen hat: Hinhören – Begegnen – Unterscheiden. Denn sowohl der nationale „Synodale Weg“ als auch der internationale synodale Prozess haben die geistliche Erneuerung des kirchlichen Lebens zum Ziel, die dann in unserem Bistum konkret werden soll.

November 2022

Arbeitsdokument für die kontinentale Phase der weltweiten Synode
„Mach den Raum deines Zeltes weit“ (Jes 54,2)

Der weltweite synodale Prozess ist in die dritte, kontinentale Phase der Synode 2021-2024 eingetreten. Vorangegangen war die nationale Phase: 114 Bischofskonferenzen haben 112 Berichte nach Rom gesandt, ebenso 15 katholische Ostkirchen. Daneben haben sich Ordensgemeinschaften, Verbände und 17 von 23 Dikasterien der Römischen Kurie sowie einzelne Gruppen beteiligt.
Alle Eingaben wurden ausgewertet und gebündelt. Sie bilden die Grundlage für das vorliegende Arbeitsdokument, das nun auch in deutscher Übersetzung vorliegt.
Originalzitate aus allen Teilen der Welt beleuchten die Chancen und Schwierigkeiten dieses Prozesses, der Synodalität in der Kirche stärken will. Die europäische Versammlung, veranstaltet vom Rat der Europäischen Bischofskonferenzen, findet von 5. bis 12. Februar 2023 in Prag statt. Aus Deutschland werden der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Bischof Georg Bätzing, die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Irme Stetter-Karp, Zdk-Vize Thomas Söding und die DBK-Generalsekretärin Beate Gilles teilnehmen. Zehn weitere Personen werden sich voraussichtlich digital zuschalten können. Die deutschen Bistümer sind gebeten, die Fragen, die unter Nr. 106 im Arbeitsdokument angeführt sind, auf 1 –1 ½ Seiten zu beantworten.

Ergebnisse der vorangegangenen Phasen:

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Rückmeldungen aus dem Bistum gehen nach Bonn

(10.05.2022). Im Oktober 2021 hat Papst Franziskus alle Gläubigen dazu aufgerufen, sich gemeinsam auf den Weg zu machen und sich Schritt und Schritt auf einen gesamtkirchlichen geistlichen Prozess einzulassen, der nächstes Jahr in einer Bischofssynode münden soll. Bischof Bertram griff diese Initiative seinerzeit für das Bistum Augsburg auf und lud alle Gläubigen ein, sich inhaltlich – in Textform oder im Gesprächsprozess - daran zu beteiligen. Die eingereichten Rückmeldungen gingen nun in einer zehnseitigen Zusammenfassung an das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz.

Bis Ende April erreichten das Seelsorgeamt insgesamt 25 Rückmeldungen. Davon stammen elf von Einzelpersonen oder Paaren, drei von Gruppen, sieben aus Pfarrgemeinderäten oder Gremien in Pfarreiengemeinschaften und Dekanaten und weitere vier kommen aus kirchlichen Verbänden, Berufsgruppen, diözesanen Fachstellen oder Abteilungen. Auffällig sei, dass „alle Eingaben von den Anliegen motiviert sind den Glauben zu vertiefen und die Glaubwürdigkeit der Kirche in der heutigen Zeit zu unterstützen“, heißt es in dem Text, der von Angelika Maucher, Leiterin der Hauptabteilung Seelsorge, im Auftrag des Bischofs zusammengestellt wurde.

Die etwa zwei Dutzend Eingaben ließen zwar keinen Rückschluss auf das Gesamt der Katholiken im Bistum Augsburg zu, dennoch spiegele es das wider, was engagierte Christinnen und Christen für die Zukunft der Kirche bewegt. Im abschließenden letzten Teil des Textes heißt es: „Es fällt auf, dass es nicht nur um Strukturen der Kirche geht, sondern um die dahinterliegenden Fragen nach Gott in der Welt und Gesellschaft von heute. Aus vielen Beiträgen spricht die Erfahrung, dass die derzeitige Gestalt von Kirche für den Alltag zahlreicher Menschen immer weniger Bedeutung hat. Das Erleben von Gemeinschaft im Glauben nimmt ab. Mit dem Wunsch nach Wertschätzung von Individualität, Selbstbestimmung und Teilhabe ist die Hoffnung verbunden, als Kirche glaubwürdiger zu sein.“ Viele begriffen Reform nicht als Selbstzweck, sondern ihnen ginge es um die Sehnsucht, in der Kirche auch weiterhin eine geistliche Heimat zu finden.

Bischof Bertram, der in den vergangenen Monaten gemeinsam mit Priesterrat und Diözesanrat „synodale Übungen“ praktizierte, erinnerte in seiner damaligen Einladung alle Gläubigen an ihre Pflicht als Christen, als Zeitgenossinnen und Zeitgenossen unsere Welt gemeinsam zu gestalten. „Brechen wir also auf, zusammen mit dem Hl. Vater, mit den Katholiken in aller Welt, um als kirchliche Gemeinschaft zu wachsen in Glaube, Hoffnung und Liebe!“

Die Rückmeldungen aus den 27 deutschen Bistümern werden nun auf der Ebene der Deutschen Bischofskonferenz zusammengeführt, bevor dann wiederum eine Zusammenfassung dieser Rückmeldungen bis August 2022 nach Rom geht. Im Anschluss wird der Synodale Prozess auf weltkirchlicher Ebene weitergeführt, insbesondere in der Bischofssynode 2023.

Nähere Informationen, Dokumente und Materialien zum synodalen Prozess der Weltkirche finden Sie auf der Seite www.bistum-augsburg.de/synodalerprozess

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November 2021

„Machen wir uns auf den Weg!“
Einladung des Bischofs zur Beteiligung am synodalen Prozess der Weltkirche

Liebe Mitbrüder im bischöflichen, priesterlichen und diakonalen Dienst,
liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
liebe Schwestern und Brüder,

seit wir Katholiken in Deutschland uns im Herbst 2019 auf den „Synodalen Weg“ einließen, haben auch andere Bischofskonferenzen u.a. Irland und Australien ähnliche Prozesse angestoßen.
Schließlich hat Papst Franziskus im Mai dieses Jahres einen gesamtkirchlichen „Cammino sinodale“- „Synodalen Weg“ angekündigt, der in mehreren Schritten in eine Bischofssynode 2023 münden wird. Anfang September wurden das Vorbereitungsdokument und ein Vademecum dazu gleichzeitig in mehreren Sprachen veröffentlicht.

Am 9./10. Oktober 2021 eröffnete der Hl. Vater selbst die Synode mit einer Ansprache und einem feierlichen Gottesdienst im Petersdom. Dabei lud er alle Gläubigen ein, sich geistlich auf den Weg zu machen, denn „Gott wohnt nicht an isolierten Orten, an ruhigen Orten, weit weg von der Realität, sondern geht mit uns und erreicht uns dort, wo immer wir sind, auf den manchmal holprigen Straßen des Lebens.“ (Predigt am 10. Okt. 2021)
Als Ihr Bischof gebe ich diese Einladung gerne an Sie weiter und möchte Sie ermutigen, sich als Weggefährten des Glaubens auszutauschen: im Familien- und Freundeskreis, unter Arbeitskollegen und in der Freizeit, auf Pfarreiebene, in Bibelkreisen, im Pfarrgemeinderat und Pastoralrat sowie auf Diözesanebene in Verbänden, Berufsgruppen und im Diözesanrat. Es gibt unzählige Möglichkeiten, sich der Weggemeinschaft in der Nachfolge Christi wieder neu bewusst zu werden!

Bild: Bernhard Schweßinger in Pfarrbriefservice.de

Dabei können Sie sich für entsprechende biblische Szenen entscheiden, wie sie zahlreich im Vorbereitungsdokument (VD 17-21; 22-24) genannt sind, sich die Ansprache und die Predigt des Papstes vornehmen oder anhand der Themenbereiche, die das vatikanische Vorbereitungsdokument anbietet, miteinander ins Gespräch kommen. Schon beim Lesen wird deutlich: Fragen in solcher Fülle kann man nicht im stillen Kämmerlein beantworten. Da braucht es ein Gegenüber und evtl. jemanden, der den Zusammenhang erläutert. Die Fragen sollen auch nicht „abgearbeitet“ werden, sondern dienen als Anregung und Geländer. Bereits die Beschäftigung mit einem Aspekt bzw. einer Einzelfrage kann bereichernd und ermutigend sein.

Nicht die Quantität des Gesprächs ist entscheidend, sondern die Qualität - ja, dass wir überhaupt miteinander reden!
Viele Menschen sind in den letzten Monaten aufgrund der Pandemiesituation extrem vereinsamt. Nehmen wir neu unseren Mitmenschen, innerhalb und außerhalb der Kirche, in den Blick: Es wurde und wird immer noch viel darüber geklagt, wie sehr wir uns schwertun, selbst vertraute Menschen ‚hinter der Maske‘ zu erkennen. Fassen wir uns deshalb ein Herz und suchen wir den Kontakt zu unseren Wohnungs-, Zimmer-, Tisch- und Banknachbarn und machen wir uns gegenseitig bewusst, dass wir als Zeitgenoss/innen auch gemeinsam Gestalter/innen unserer Welt sind. Wir sind einander (griech. syn-) auf dem Weg (griech. -odos) geschenkt, als Weggefährten und Wegbegleiterinnen!

In der vergangenen Woche habe ich mit dem Priesterrat und dem Diözesanrat eine synodale Übung gemacht, um diese beiden Gremien ganz praktisch auf das geistliche Experiment einzustimmen. Damit auch Ihnen der Zugang zu den einschlägigen Texten erleichtert wird, sind die wichtigsten unten zum Download bereitgestellt. Diese Liste wird bis zum Beginn der Bischofssynode 2023 sukzessive erweitert, so dass Sie sich ohne langes Suchen hier orientieren können. Darüber hinaus finden Sie Anregungen für Gesprächsformate beim Bischöflichen Seelsorgeamt und haben schließlich die Möglichkeit, falls Sie es möchten, unter der E-Mailadresse ha2-seelsorge@bistum-augsburg.de bis zum 08. April 2022 auch eine schriftliche inhaltliche Rückmeldung in Stichpunkten (max. 2 Seiten) zu geben. (Anmerkung: Nach Ablauf der Frist bitten wir darum, keine weiteren E-Mails an das Seelsorgeamt zu schicken!)

Bis August 2022 wird dann der synodale Prozess auf der Ebene der nationalen Bischofskonferenzen fortgesetzt und zieht so nach und nach immer größere Kreise.
In der Predigt vom 10. Oktober 2021 äußert Papst Franziskus seine Überzeugung, dass „Begegnen, Zuhören, Unterscheiden“ die zentralen Schritte zu einem guten Miteinander sind. Denn sie setzen unwillkürlich einen Wandlungs-, ja einen Reifungsprozess in Gang: „Wenn wir in den Dialog eintreten, stellen wir uns selbst in Frage, wir machen uns auf den Weg, und am Ende sind wir nicht mehr dieselben wie vorher, wir haben uns verändert.“

Brechen wir also auf, zusammen mit dem Hl. Vater, mit den Katholiken in aller Welt, um als kirchliche Gemeinschaft zu wachsen in Glaube, Hoffnung und Liebe!
  
Dazu begleite uns alle der Segen des allmächtigen und allgütigen Gottes, + des Vaters, + des Sohnes und + des Heiligen Geistes
  
Ihr
+ Bertram
Dr. Bertram Meier
Bischof von Augsburg

   

Zusatzmaterial

    

Dokumente

Papst Franziskus: Ansprache zur 50-Jahrfeier der Errichtung der Bischofssynode (17. Oktober 2015)

  

Audio

  

Links

Vatikan startet weltweiten synodalen Prozess (katholisch.de)
Kardinal Grech: Synodalität ist mehr als "ein Tick des Papstes" (katholisch.de)
Papst eröffnet Weltsynode: Alle sollen teilnehmen (katholisch.de)
Weltsynode gestartet: Auf dem Weg zu einer Kirche, die anders ist (katholisch.de)

https://www.dbk.de/themen/bischofssynode-synodale-kirche-2021-2023 (Deutsche Bischofskonferenz)