Der Weihekandidat stellt sich vor
Augsburg (pba). Bischof Dr. Bertram Meier wird am Sonntag, 28. Juni, Diakon Markus Hegewald zum Priester weihen. In einem feierlichen Pontifikalgottesdienst um 14.30 Uhr im Hohen Dom zu Augsburg wird der 33-Jährige aus Wettstetten durch Handauflegung und Gebet das Sakrament der Priesterweihe empfangen. Die Weiheliturgie wird von den regionalen Fernsehsendern augsburg.tv und allgäu.tv übertragen sowie als Livestream auf der Bistumsseite, bei Facebook und katholisch1.tv zu sehen sein.
Der Weihekandidat stellt sich im Folgenden kurz vor. Neben biografischen Eckdaten beantwortet er Fragen zu seinem Berufungsweg, zu seinen Vorlieben in der Seelsorge, dem gewählten Primizspruch und seiner Sicht auf die Zukunft der Kirche.
Markus Hegewald (33)
Heimatpfarrei: St. Martin, Wettstetten
Schulbildung: Christoph-Schreiner-Gymnasium, Ingolstadt
Studium: Kath. Theologie in Eichstätt (Magister)
Frühere Berufstätigkeit: Pastoralassistent im Bistum Eichstätt (2018-2021), Aussendung als Pastoralreferent im Bistum Augsburg (2021), Referent für Gemeindeentwicklung im Bistum Augsburg (2021-2024)
Pastorales Praktikum: Pfarrei Hlgst. Herz Jesu, Augsburg
Primiz: Sonntag, 5. Juli, 10.00 Uhr in St. Martin, Wettstetten (bei Ingolstadt)
Nachprimiz: Sonntag, 12. Juli, 9.00 Uhr und 10.30 Uhr in Herz Jesu, Augsburg-Pfersee.
Primizspruch: „Unsere Seele ist wie ein Vogel dem Netz des Jägers entkommen; das Netz ist zerrissen und wir sind frei.“ (Ps 124,7)
Kurz nachgefragt
Sie haben nach Ihrem Studium zunächst als Pastoralreferent für die Gemeindeentwicklung gearbeitet. Wie kam es dazu, dass Sie sich doch dafür entschieden haben, Priester zu werden?
Der Beruf des Pastoralreferenten hat mir viel Freude bereitet. Doch die Frage nach der priesterlichen Berufung begleitet mich schon mein halbes Leben – mal mehr, mal weniger. Um diese endgültig für mich zu klären bin ich 2023 ins Augsburger Priesterseminar eingetreten. Der Zeitpunkt, der Ort, die Menschen dort, die Zeit für das Gebet und die Reflexion haben für mich zusammengepasst und mich darin bestätigt, auf dem richtigen Weg zu sein.
Was liegt Ihnen als Seelsorger künftig besonders am Herzen?
Ich möchte vor allem bei den Menschen sein, ihnen zuhören, was sie bewegt und ihnen von Gottes Güte und Barmherzigkeit erzählen, die auch mich antreibt.
Ihr Primizspruch lautet„Unsere Seele ist wie ein Vogel dem Netz des Jägers entkommen; das Netz ist zerrissen und wir sind frei.“ (Ps 124,7) Warum haben Sie sich für diese Stelle aus dem Psalmenbuch entschieden?
Was mich an dem Psalmvers fasziniert, ist die Vorstellung, dass Gott derjenige ist, der uns in die (wahre) Freiheit führen will. Wer auf ihn vertraut, wird befreit von Ängsten, von den eigenen Sünden und von allem, was einen gefangen hält. So stelle ich mir auch die Kirche vor, in der ich gerne als Priester arbeiten möchte: Als eine Gemeinschaft von Menschen, die Gottes Barmherzigkeit erfahren hat und erfährt und deshalb nicht aufhören kann, ihn zu loben und ihm zu danken.
Worauf hoffen Sie, wenn Sie an die Kirche der Zukunft denken?
Ich hoffe auf den Heiligen Geist, dass er auch in Zukunft die Kirche lenkt und inspiriert, ihr aber auch Mut und Kreativität verleiht, mit den Herausforderungen unserer Zeit angemessen umzugehen.