Bischof Mixa: Kirche lässt Soldaten nicht allein
Augsburg (IBA). Bischof Dr. Walter Mixa, Bischof von Augsburg und katholischer Militärbischof für die Deutsche Bundeswehr, ist am 5. November 2009 zu einem mehrtägigen Truppenbesuch bei den deutschen Soldatinnen und Soldaten in den Kosovo aufgebrochen. Hauptziel des Besuches ist das Hauptquartier der KFOR (Kosovo-Force) in Prizren.
Die Bundeswehr ist mit derzeit 2200 Soldatinnen und Soldaten seit Juni 1999 aufgrund eines UN-Mandates im Rahmen eines multinationalen Einsatzes der NATO im Kosovo stationiert. Nach der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo am 17. Februar 2008 hat die NATO beschlossen, ihre Truppen zur Überwachung und Unterstützung des Aufbaus professioneller, demokratischer und multiethnischer Sicherheitsstrukturen bis auf Weiteres in der südosteuropäischen Krisenregion zu belassen. Militärbischof Mixa sagte beim Abflug in München: „Mit meinem Besuch will ich unseren Soldatinnen und Soldaten, die einen großartigen Dienst für die Stabilisierung des Friedens und der Sicherheit in diesem Teil Europas leisten, zeigen, dass die Militärseelsorger sie auch bei Auslandeinsätzen nicht im Stich lassen.“ Deshalb wolle er sich als Militärbischof auch persönlich über die Situation an den Einsatzorten der Bundeswehr informieren. Mixa, der seit dem Jahr 2000 katholischer Militärbischof für die Bundeswehr ist, informiert sich persönlich in regelmäßigen Abständen über die Lage der Soldaten im Ausland.
Der Bischof wird in der 100.000-Einwohner-Stadt Prizren auch die „Loyola-Schule“ und deren Gründer Pater Walter Happel besuchen. Diese wird auch von der „Nachbarschaftshilfe“ der Katholischen Soldaten unterstützt.