Vortragsabend über das theologische Verständnis der Geburt Christi am 14. Dezember 2011 im Akademischen Forum
WOHER KOMMT JESUS CHRISTUS?
Augsburg. Zum Thema „Das Wort ist Fleisch geworden – Woher kommt Jesus Christus?“ referierte Prof. DDr. Thomas Marschler am Mittwoch, 14. Dezember 2011 im Haus Sankt Ulrich. Vor einem großen Publikum erläuterte der Dogmatiker, dass die Geburt Jesu erst von Ostern her zu verstehen ist und sich theologisch auch erst nach der Auferstehung entfaltet hat. Gerade die kirchliche Lehre von der Geburt Gottes in einem Kind wurde im 20. Jahrhundert kritisch hinterfragt: Wurde Jesus von Gott als Sohn später adoptiert? War er ein jüdischer Wanderprediger, dessen Auftreten und Leben nachträglich mythologisch interpretiert wurden?
In einer anregenden Diskussion wurde das Für und Wider über die Geburt des Gottessohnes reflektiert. Prof. Marschler verdeutlichte, dass der gekreuzigte und auferstandene Jesus „von Anfang an unvergleichlich nahe bei Gott gewesen sein muss“. Dies haben auch bereits frühe Konzilien, wie das Konzil von Nicäa im Jahr 318, für die Kirche zu glauben definiert.